Mittwoch, 8. Februar 2012

warm anziehen

Und schon wieder ist es Mittwoch - und weil es immer noch klirrend kalt ist, zeige ich euch heute meinen dicksten, selbst genähten Winterpulli - wie immer nach dem gleichen Schnitt - wie immer mit kleinen Änderungen: Es ist so wunderbar klar, dass ich gerne ein Foto draußen machen wollte. Außerdem flirren hier Eiskristalle durch die Luft und blitzen und blinken im Sonnenlicht, aber das ließ sich nicht so richtig einfangen. Keine Schneeflocken, sondern viel kleinere Mini-Brillanten. Wunderbar. Sie erinnern mich ein bisschen an diese kleinen Kreuze, die manche unter ihrem Cursor auf dem Rechner installiert haben und die dann bei jeder Bewegung hinter dem Curser hertanzen - wo bekommt man dieses Gadget eigentlich her *grübel*?

Aber erst mal rein in die warme Stube, denn sooo warm ist der Pullover auch nicht. Er ist zwar der wärmste aller meiner Walkpullis, aber draußen ist wirklich eisig. Ich mag diese Farben sehr und habe für diesen Doubleface bisher am meisten Geld ausgegeben - und ich ärgere mich ziemlich, weil die Wolle so pillt. Die anderen Qualitäten sind da weitaus besser. Die weitaus schönste Qualität ist ein ganz weicher, sehr leichter und gar nicht kratziger Walk - leider in dunkelgrün und in keiner anderen Farbe zu haben gewesen. Dunkelgrün ist nicht wirklich meine Farbe.
Weil es ein Doubleface ist, habe ich die Ärmel so lang geschnitten, dass ich sie krempeln kann. Den Kragenbereich habe ich etwas höher geschnitten und dafür vorn einen Schlitz eingeschnitten, so dass die Abseite hervorblitzen kann. Alle Nähte sind als Französische Nähte ausgeführt und der Saum und der Ausschnitt sind mit einem Zierstich leicht fixiert - ich mag es nicht so gern, wenn Walk nur geschnitten ist an den Rändern. Durch diese Art des Zusammennähens kann ich diesen Pullover wirklich wenden und mit der bordeauxroten Seite nach außen tragen - was ich aber nur ganz selten mache, weil mir das helle Violett gut gefällt. Moment, ich nehme mal kurz den me made Schal ab, damit ihr den Kragen besser sehen könnt.

Bei diesem Foto hier, wo der Halsausschnitt ganz gut zu erkennen ist, habe ich die Assoziation zu so kleinen pausbackigen Käthe-Kruse-Porzellanengeln, die Weihnachtslieder singen...
Also sehet, ich verkünde euch große Freude, nämlich wenn ihr HIER klickt, könnt ihr dank Cats Initiative und Beständigkeit sehen, ob die anderen heute in Schönheit frieren oder schön warm gewandet sind.(Cat sieht schon mal gut aus in diversen Schichten...)

Und noch ein kleiner Nachtrag:  Eben versicherten sich zwei junge Männer - ich schätze sie so auf Mitte 30 - an der Bushaltestelle, dass sie NIEEEE lange Unterhosen anziehen würden, wie sähe das denn aus! Ich hätte sie am liebsten darüber aufgeklärt, dass ihre bibbernden, von einem auf den anderen Fuß wippenden und vor Kälte leicht zusammengekrümmten Gestalten auch nicht sehr sexy wirken. Hab ich mir verkniffen. - Unter meine Kleidung passt noch einiges an Wärmendem drunter - und das tut heute ja wirklich gut *freu*

6 Kommentare:

  1. schick siehts Du aus und die Farbe ganz toll!

    Liebe Grüße Astrid

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  2. ach schön, wie du immer schreiben kannst...da könnte ich mich manchmal wegschmeißen :)
    .....die Farbe steht dir wieder mal ausgezeichnet!
    LG Heike

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  3. Das ist j a ein wunderbarer Pullover, ich finde alles genial, den Schnitt, die Farbe und die Unterziehmöglichkeiten.
    LG, Claudia

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  4. Schöner Pulli und schöner Schal!
    Schöner Blog. LG Gaby

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  5. "Hoffart muss Pien lien", wie man bei uns (als Eingeborener) sagt (Hochdeutsch: Wer schön sein will, muss leiden).
    Dass es auch anders geht, nämlich schön UND (ausreichend) warm, zeigst Du uns ja gerade.
    Greets,
    Liese
    *die Dich um den warmen Pulli wirklich beneidet - jetzt und immerdar*

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  6. ein interessantes Teil, passt zu einer Lebenskünstlernatur! Dass Walk nicht gleich Walk ist, habe ich auch schon festgestellt, leider merkt man das erst nach getaner Arbeit, wenn das Teil in Gebrauch ist. (Das kann einem mit gekauften anziehfertigen Klamotten auch passieren).
    lG, Helga

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