Mittwoch, 14. Juni 2017

Missgeschick

Bei hochsommerlichen Temperaturen brauche ich eigentlich nichts neues, da komme ich mit meinen langen, weiten Kleidern bestens hin.


Näheres zum Schnitt habe ich schon einmal hier beschrieben.


Da kann man auch gut sehen, dass die ärmellose Variante auch gut mit Shirt drunter zu kombinieren ist.


Das Muster sieht ja nach wilden Pinselstrichen aus - so dass mein Missgeschick gar nicht groß ins Auge sticht: Beim Lackieren ist mir Farbe aufs Kleid gekleckert. Auf jedem anderen Kleid wäre alles verdorben. Hier fällt es nur auf, wenn man mir aufs linke Knie guckt - und wer guckt schon auf mein linkes Knie?!?!

Fröhliche Grüße in die Runde der MMM-Mitmacherinnen!

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edit: Liebe Kommentatorinnen, ihr habt einen tollen Humor!

Mittwoch, 12. März 2014

Streifenkleid à la Gudrun S.

Beim Blättern in den farbenfrohen Katalogen der farbenfrohen Mode von Gudrun S. hat mir immer schon ein "Basic" gefallen, das ich auch irgendwann mal nähen wollte. (Voriges Jahr habe ich mir schon ein von dort inspiriertes Shirt mit Pumphose genäht.) Den festen Baumwolljersey habe ich bestimmt schon seit 2 Jahren im Vorrat liegen und am Sonntag hat es mich beim plötzlich einbrechenden Frühling gepackt.
Nach einem passenden Shirt-Schnitt habe ich das Oberteil konstruiert, mit Hilfe von Memas Anleitung genäht, ein gerades Stoffstück als Rock angefügt - und ich bin RUNDUM zufrieden mit dem Ergebnis - wie man hier sehen kann:



Dank Memas Anleitung ist die Ausschnitteinfassung gut gelungen und ich kann das Kleid auch ungeniert ohne Loop tragen. Allerings habe ich bei den aktuellen Temperaturen doch gern etwas mehr Stoff am Hals.













Das wird jetzt nicht mein neuer Favorit werden, aber es ist mal was anderes für mich und aktuell mag ich es gern. Und deshalb stelle ich mein selbst konstruiertes Gudrun-Gedächnis-Kleid auch voller Stolz beim 100. MMM vor.

Mittwoch, 4. September 2013

lehrreich

Uff, was war das heute eine schwere Geburt. Meist drücke ich auf meinem Weg zum Mittwochsmarkt einer anderen Hundehalterin im Park die Kamera in die Hand und habe mein Foto. Diesmal war es in Ermangelung einer Bekannten, einer Hundehalterin oder einer anderen geeigneten Fotografin - heute waren nur gestresst wirkende Mütter unterwegs - ein netter alter Herr, den ich täglich auf der Parkbank sitzen sehe.

Eigentlich wollte ich ja nie mehr Fotos von Männern machen lassen, weil die so gern "von oben herab" fotografieren, und das ist einfach sehr unvorteilhaft für die Optik - muss ja nicht sein. Diesmal musste es sein und ich konnte den Herrn ja bitten, auf seiner Bank sitzen zu bleiben. Trotzdem:  dieses war das einzige überhaupt brauchbare Foto - seht selbst.



Ich hab die Sonne auf meinem Bauch nicht gesehen - und der Fotograf sagte nichts... Da habe ich im Kaufhaus und zu Hause noch ein paar Fotos selbst geschossen, aber das ist ja auch immer suboptimal. Zum Kleid:


Der Schnitt ist aus einer Burda vom April 2000. So lange habe ich schon im Kopf, dieses Kleid einmal zu schneidern - da sieht man, was ich manchmal für eine lange Leitung habe. Wie gut, dass ich nie mit der Mode gehe... Ich habe mir notiert, dass es eine Nummer 136 von S. 46 ist, aber ich konnte bei Burdastyle das Modell nicht mehr finden, um es hier vorzustellen. (Edit: Dank hilfreicher Unterstützung könnt ihr, wenn ihr mögt, hier links unten oder hier rechts in der Mitte das Modell im Original und Schnittmuster ansehen.)
Dieses ist ein ausgesprochenes Probeteil mit noch mehreren Mängeln, aber jetzt weiß ich, was ich demnächst besser mache. Der Schnitt ist nämlich toll für mich.
Das Rockteil wird im Vorderteil durch 4 Abnäher auf eine leichte O-Form gebracht. (s. Foto links unten). Ab etwa Kniehöhe ist ein Streifen angebracht, der sich weiter zum Saum hin verjüngt. Im Rücken besteht dieser Streifen aus zwei Teilen, das Kleid ist also bis in die Kniekehlen hoch geschlitzt. Gehen - auch mit großen Schritten - ist also gar kein Problem.
Was ich nächsens anders mache?
1. keinen Hosenstoff nehmen! Diese gecrachte Baumwolle war ursprünglich von mir als Stoff für eine Sommerhose geplant. Als Hose wär auch alles gut gegangen - so ist es mir leicht unangenehm auf der Haut, weil - da hätte ich ja auch vorher drauf kommen können - natürlich wegen der Crach-Optik ein Kunstfaden enthalten ist. Das ist mir auch bei nur geringen Anteilen nie so richtig angenehm. (Als ich 40 wurde, habe ich mir geschworen: Neues nur noch aus Samt und Seide! Daran sollte ich mich mal wieder erinnern!)
2. An die Nahtzugaben denken! Hier habe ich die Vorder- und Rückenteile ohne zugeschnitten. Das fiel mir natürlich SOFORT auf, NACHDEM die Teile zugeschnitten vor mir lagen. DAS sollte passen??? Also habe ich beidseitig einen 3 cm breiten Streifen erst mit Biesen versehen (damit es wie ein Design-Element wirken möge) und seitlich eingesetzt (s. mittleres Foto unten). Beim verwendeten Stoff fällt es kaum auf.
3. Das Oberteil 2 Nummern kleiner zuschneiden, damit der Ärmel richtig sitzt. Wenn ich das Oberteil in der Schulter passend zuschneide und zur nicht mehr vorhandenen Taille hin auf 2 Größen größer fortlaufend erweitere, sollten mir solche Kleider fürderhin passen. Hab ich mir jetzt so ausgerechnet.

Mit den geplanten Änderungen werde ich mir dieses Kleid sicherlich noch einmal machen, und zwar aus einem uni Leinen. Dann kommen die Steppnähte auch als Designelement besser zu Geltung. Dieses Kleid könnte ich mir sogar für die kalte Jahreszeit vorstellen, obwohl ich da eigentlich ungern Röcke und Kleider trage: Ich hasse Nylonstrümpfe und Schuhe mit Absätzen. Das heißt, sobald die Temperaturen zu niedrig für nackte Beine sind, sind bei mir (bisher) Hosen angesagt. Aber wie man an der Klammer sieht, bin ich schon ins Grübeln gekommen.

Beim heutigen MMM kann man beobachten, wer noch hochsommerlich gekleidet ist - bei uns sind es heute gefühlte 30 Grad - oder wer, wie die Gastgeberin Catherine schon herbstlich gestimmt ist. Aber ehrlich: kniehohe Bikerstiefel finde ich bei den hier herrschenden Temperaturen eher fehl am Platz. Und zu meinem Kleid bräuchte ich auch andere Schuhe/Stiefel. Hach, immer dieses Schuh-Problem!!!

Sonntag, 4. August 2013

afrikanisch...

Im Juni habe ich bei Anna einen original afrikanischen Stoff gewonnen, aus dem ich ursprünglich mein Standard-Prinzenrollen-Shirt nähen wollte. Judy hat den gleichen Stoff bekommen und ich meine, sie hat einen kurzen Rock draus genäht, aber ich kann ihn nicht wiederfinden.

Aber bei den zur Zeit herrschenden afrikanischen Temperaturen ist mir eher nach weiten Kleidern, wo nichts in der Taille einengt und schwitzen lässt. Ergänzt mit etwas schwarzem Jersey hat heute auch der Afrika-Stoff zu einem bequemen, langen Sommerkleid gereicht.


Wie gehabt zwei Paspeltaschen und als Schmuck ein appliziertes Stoffviereck - das spart mir eine Kette...

Ich hatte mein Lebtag noch nie so viele Kleider - und fühle mich bei den herrschenden Temperaturen luftig gekleidet und doch nicht zu nackt. Und ich verlinke das Foto mal zu Annas SSS, damit sie sieht, dass ich den Stoff auch zu würdigen weiß - danke nochmals, liebe Anna!

Edit:
Auf mehrfachen Wunsch reiche ich EIN größeres Foto nach. Für die Applikation habe ich einfach ein viereckiges Motiv ausgeschnitten - das bot sich gerade so an - Umschläge gebügelt und mit der Hand auf den Jersey genäht. (Mit dem Ausschnitt bin ich nicht ganz so zufrieden, das übe ich noch...)
Danke für die netten Kommentare!


Samstag, 17. November 2012

Nähfrust

Ach, wäre ich doch in Berlin beim BloggerInnen-Treffen!
Oder im Sauerland zum Spiele-Treff.

Was mach ich stattdessen? Ich versuche zum xten Male, mein gelbes Kordkleid tragbar zu machen.

Die liebe patchworklady hat mir schon vor Monaten im Tausch ein Monogramm gestickt, das mir so gut gefallen hat. PL für PrinzenroLle. Ich habe stundenlang auf dem Stoffmarkt in Köln einen passenden Stoff zu dem blauen Leinen gesucht - und endlich diesen gelben Kord gefunden. Und daraus einen gelben Sack genäht. Den zeig ich wirklich nicht her. Sollte eigentlich ein Kleid werden. Ist ein gelber Sack geworden.


Jetzt setze ich mich mal selbst unter Druck, indem ich das Monogramm poste.  Und das Dilemma... Und hoffe, dass ich es bis Mittwoch schaffe, daraus ein vorzeigbares Kleid zu recyclen...

Grüße nach Berlin und in den Rest der Welt!

Mittwoch, 8. August 2012

Islamisierung der Mode






 Lange habe ich mich gewehrt - jetzt endlich auch bei mir angekommen: frau kann Kleider über Hosen tragen.

Als ich Kind war, "trug man" als Mädchen keine Hosen. Mädchen trugen Röcke und Kleider. Was bei Kälte furchtbar war, denn es gab noch keine Strumpfhosen. Also trug ein Mädchen dann lange Wollstrümpfe, die an einem Strumpfhalter - so einer Art Gummimieder - mittels Strapsen befestigt wurden. Schrecklich. Ich habe diesen Gummischlauch mit den Strümpfen gehasst.
 Und in ganz strengen Wintern trugen Mädchen unter den Röcken so eine Art Trainingshose aus dunkelblauer, schwerer Baumwolle mit Gummizug in der Taille und an den Knöcheln.

Gott sei Dank konnte meine Mutter nähen und war so fortschrittlich, für ihre Tochter lange Hosen zu nähen. Im ersten Schuljahr war ich im Winter die einzige in der Klasse in langen Hosen! Seit Kindesbeinen hieß es fürderhin für mich: Hosen ODER Röcke.
Aber jetzt: Nachdem ich bei so vielen MMM-Beiträgen Frauen mit Leggins unter Röcken und Kleidern sehen konnte, habe auch ich mich schließlich an den Look gewöhnt. Und so taste ich bekennende Hosenträgerin mich an Röcke und Kleider ran: über einer Hose getragen...

Über meinem "durchsichtigen" Streifenkleid, das ich schon auf dem Bügel hängend vorgestellt habe und das so hübsch A-förmig schwingt, trage ich ein seidenes O-förmiges Trägerkleid und drunter eine Hose aus Bouretteseide.
Die habe ich zu den Knöcheln hin mit Abnähern enger gemacht - und der Look erinnert mich ein ganz klein bissken an meine Kindergartenzeit. Und das im Sommer, und nicht im Winter!
Die Hose stammt übrigens von einem Safari-Anzug aus Bouretteseide, den ich ganz auseinander genommen habe. Gefällt mir für mich überhaupt nicht mehr. Aber das Material liebe ich. Also ist Recycling angesagt.
Unter anderem als Ärmel für ein neues rot-weißes Shirt nach meinem Standard-Kastenschnitt. Das passt auch prima unter den Trägerrock.
Das Rote ist eine grob gewebte Wildseide von K*stadt, die bei der ersten Wäsche enorm eingelaufen ist. Dies nur als Warnung. Angenehm, aber schrumpft!!!

Montag, 30. Juli 2012

Hauskleid

Ein perfektes Hochsommerkleid ist, wie auch Meike kürzlich feststellte, in der Taille locker und bei Hitze etwas besser zu tragen als Röcke. Also habe ich mich auf Schnittsuche gemacht und bin auch fündig geworden:
A-Linie mag ich. Dieses Hängerchen erfüllte meine Vorstellungen und war auch laut Beschreibung "leicht zu nähen". Also habe ich mir vorgenommen, diesen Schnitt auszuprobieren und für mich anzupassen. Sah auch ganz einfach aus.
Als Stoff habe ich einen (furchtbar flutschigen) Viskose-Ringelstreifenjersey genommen. Vorgeschlagen war ein bedruckter Baumwollstoff, also etwas Gewebtes. Klar, dass mein Jersey ganz anders fällt, aber das hatte ich schon bedacht. Ist ja auch ein Probekleid.

Hier war ich noch ganz zuversichtlich:
Das Oberteil gedoppelt mit einem schwarz-weiß-gemusterten Jersey von einem verschossenen T-Shirt, das ich nicht mehr trage, weil das Schwarz so aufgehellt ist. Ich finde, bei diesem Foto lässt sich schon meine erste Schwierigkeit ahnen: diese schmalen Streifen flirren vor meinen Augen. Schon beim Zuschneiden, aber erst recht beim Nähen bin ich schier wuschig geworden.
Das wäre auch ganz hübsch geworden, wenn ich das Muster hätte nach außen nehmen können - ging aber leider nicht. Verfärbung an prominenter Stelle. Geht gar nicht.
Zugeschnitten hatte ich das Teil in der größten Größe, weil ich gedacht habe: enger geht immer. Erfreulicherweise konnte/musste ich das schon angenähte Rockteil noch einmal abtrennen und an den Seiten jeweils 6 cm abnähen. Rockteil wieder dran. (Diesmal nicht mehr so akkurat auf einem Streifen - ich sage nur: FLUTSCHIG)

Und jetzt ahnt ihr: warum es kein Tragefoto gibt:
Ich bin ja nicht prüde. Als ich noch jung und schön war, hätte ich das wahrscheinlich auch in der Öffentlichkeit getragen. Es trägt sich wunderbar angenehm. Es schwingt so schön. Es ist so wunderbar luftig. Aber ich trage es nur zu Hause. Meinen Mann freut es. Mich freut es auch. Aber jetzt grüble ich, was ich drüberziehe, wenn ich rausgehe...

Und noch ein technisches Problem. Ich habe für den Saum ein Paspelband gewählt, dieses 08/15-Paspelband, das einen farbigen, wulstigen Rand hat, der hervorblitzen soll, und einen schmalen weißen Baumwollstreifen, auf dem man steppen kann. Leider schlägt das Paspel nach außen.
Kann man das verhindern? Passen die beiden Materialien überhaupt nicht zueinander? Wie mache ich das mit dem Paspelband nächstesmal richtig? Für Ideen und Erklärungen bin ich dankbar.

Vorläufiges Fazit: Den Schnitt probier ich noch einmal mit gewebtem Baumwollstoff. Die richtige Größe weiß ich ja jetzt.
Ringelstreifen eher nicht mehr. Macht in der Totalen ja einen fast uni Eindruck. Dafür handelt man sich unnötigerweise Schwierigkeiten ein, wenn es nicht 100%ig passt mit den Streifen. Dann lieber direkt uni - oder Blockstreifen, die ich liebe.
Diesen angenehmen Jersey lieber zum Standard-Shirt vernähen - das geht inzwischen fast mit geschlossenen Augen - da macht es auch nichts, wenn die Streifen flirren beim Nähen. Angezogen ist es ok.

Weitere Überlegungen zu Streifen-Kleidern findet ihr im Juli und August hier bei Meike .

Montag, 23. Juli 2012

Streifen im Juli





Wo die Näherei zur Zeit frustet - solche Streifen am Sommerhimmel hätte ich gern täglich...






Der Frust rührt daher: Vom Blockstreifenstoff wollte ich für eine Passe die weißen Streifen als Biesen abnähen. Und habe für den zarten Batist leider eine Jersey-Nadel genommen, die noch auf der Maschine war.  Das zieht Fäden, wenn die stumpfe Nadel auf einen Querfaden trifft. Zu sehen links. Erst gemerkt, als schon diverse Fäden gezogen waren. Und beim harten Schwarz-Weiß-Kontrast natürlich genau zu sehen. Neue Nadel und alles geht einwandfrei. Eigentlich sollte dies die rechte Seite werden, was nun nicht mehr geht.


Die linke Seite ist theoretisch uni schwarz. Geht (theoretisch) auch, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das so will. Batist ist doch schon sehr durchsichtig. Schwarz abfüttern nutzt nichts, weil man die weißen abgenähten Streifen durchscheinen sieht. Und weiß abfüttern kommt mir irgendwie komisch vor.


Ziemlich anders geworden, als ich mir das so vorgestellt habe. Mit Kleider-Nähen stehe ich noch auf Kriegsfuß...
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