Mittwoch, 14. Juni 2017

Missgeschick

Bei hochsommerlichen Temperaturen brauche ich eigentlich nichts neues, da komme ich mit meinen langen, weiten Kleidern bestens hin.


Näheres zum Schnitt habe ich schon einmal hier beschrieben.


Da kann man auch gut sehen, dass die ärmellose Variante auch gut mit Shirt drunter zu kombinieren ist.


Das Muster sieht ja nach wilden Pinselstrichen aus - so dass mein Missgeschick gar nicht groß ins Auge sticht: Beim Lackieren ist mir Farbe aufs Kleid gekleckert. Auf jedem anderen Kleid wäre alles verdorben. Hier fällt es nur auf, wenn man mir aufs linke Knie guckt - und wer guckt schon auf mein linkes Knie?!?!

Fröhliche Grüße in die Runde der MMM-Mitmacherinnen!

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edit: Liebe Kommentatorinnen, ihr habt einen tollen Humor!

Freitag, 23. November 2012

Stunksitzung

Ich teile nicht nur meine Spielsachen (s.voriges Post), sondern auch gerne mal ein Missgeschick, und zwar hiermit mit (frei nach Heinz Erhard).

 Schon letzte Woche hat der Bauer auf meiner bevorzugten "Hundewiese" Gülle ausgebracht - und clever, wie ich bin, sind wir die letzten Tage woanders rumgelaufen. Im Wald ist es zur Zeit ja auch ganz schön. Pilze und so.
Jetzt denke ich: Okay, die Wiese sieht gut aus, da sind auch genug Hunde zum Toben, da können wir wieder hin. Ich riech auch nichts mehr.

Und mit einem fröhlichen Jippijeeeeh auf den Lippen - so sieht es jedenfalls aus - stürmt Pipa los, grüßt kaum rechts und links und schmeißt sich voller Wonne in eine Senke, die noch voller prächtig duftender eklig und durchdringend stinkender Gülle steht.

Hier seht ihr mich, wie ich  mit gerümpfter Nase, spitzen Fingern und gedanklich vor mich hinschimpfend die Blätter-und-Äste-Panade entferne.
 Die kleine Cooper im Hintergrund sieht immer so aus: dunkle Abzeichen im zobelfarbenen Fell. Pipa sieht ausgerechnet heute so aus - aber das ist gefärbt und noch nicht getrocknet und stinkt erbärmlich!!!  Preist euch glücklich, dass es hier keine Geruchsbilder gibt.
Und eigentlich sollte sie mitkommen zu einer Ratssitzung, wo sie normalerweise immer ganz entspannt unter meinem Stuhl liegt - aber das wäre eine richtige Stunksitzung geworden und gar nicht gut gekommen.

Also war stattdessen Duschen angesagt - mit Seife. The dog was not amused.


Tja, und weil doch Schadenfreude eine schöne Freude ist - und weil ich inzwischen auch über dieses Missgeschick lachen kann, zeige ich mal die Fotos davon. Einen "Wohlgeruch"  darf sich jeder Leser selbst vorstellen... (Tipp: Dieser erdige Geruch von Waldboden, dazu das Rascheln des Laubes - so ein Waldspaziergang hat was...)


Montag, 30. Juli 2012

Hauskleid

Ein perfektes Hochsommerkleid ist, wie auch Meike kürzlich feststellte, in der Taille locker und bei Hitze etwas besser zu tragen als Röcke. Also habe ich mich auf Schnittsuche gemacht und bin auch fündig geworden:
A-Linie mag ich. Dieses Hängerchen erfüllte meine Vorstellungen und war auch laut Beschreibung "leicht zu nähen". Also habe ich mir vorgenommen, diesen Schnitt auszuprobieren und für mich anzupassen. Sah auch ganz einfach aus.
Als Stoff habe ich einen (furchtbar flutschigen) Viskose-Ringelstreifenjersey genommen. Vorgeschlagen war ein bedruckter Baumwollstoff, also etwas Gewebtes. Klar, dass mein Jersey ganz anders fällt, aber das hatte ich schon bedacht. Ist ja auch ein Probekleid.

Hier war ich noch ganz zuversichtlich:
Das Oberteil gedoppelt mit einem schwarz-weiß-gemusterten Jersey von einem verschossenen T-Shirt, das ich nicht mehr trage, weil das Schwarz so aufgehellt ist. Ich finde, bei diesem Foto lässt sich schon meine erste Schwierigkeit ahnen: diese schmalen Streifen flirren vor meinen Augen. Schon beim Zuschneiden, aber erst recht beim Nähen bin ich schier wuschig geworden.
Das wäre auch ganz hübsch geworden, wenn ich das Muster hätte nach außen nehmen können - ging aber leider nicht. Verfärbung an prominenter Stelle. Geht gar nicht.
Zugeschnitten hatte ich das Teil in der größten Größe, weil ich gedacht habe: enger geht immer. Erfreulicherweise konnte/musste ich das schon angenähte Rockteil noch einmal abtrennen und an den Seiten jeweils 6 cm abnähen. Rockteil wieder dran. (Diesmal nicht mehr so akkurat auf einem Streifen - ich sage nur: FLUTSCHIG)

Und jetzt ahnt ihr: warum es kein Tragefoto gibt:
Ich bin ja nicht prüde. Als ich noch jung und schön war, hätte ich das wahrscheinlich auch in der Öffentlichkeit getragen. Es trägt sich wunderbar angenehm. Es schwingt so schön. Es ist so wunderbar luftig. Aber ich trage es nur zu Hause. Meinen Mann freut es. Mich freut es auch. Aber jetzt grüble ich, was ich drüberziehe, wenn ich rausgehe...

Und noch ein technisches Problem. Ich habe für den Saum ein Paspelband gewählt, dieses 08/15-Paspelband, das einen farbigen, wulstigen Rand hat, der hervorblitzen soll, und einen schmalen weißen Baumwollstreifen, auf dem man steppen kann. Leider schlägt das Paspel nach außen.
Kann man das verhindern? Passen die beiden Materialien überhaupt nicht zueinander? Wie mache ich das mit dem Paspelband nächstesmal richtig? Für Ideen und Erklärungen bin ich dankbar.

Vorläufiges Fazit: Den Schnitt probier ich noch einmal mit gewebtem Baumwollstoff. Die richtige Größe weiß ich ja jetzt.
Ringelstreifen eher nicht mehr. Macht in der Totalen ja einen fast uni Eindruck. Dafür handelt man sich unnötigerweise Schwierigkeiten ein, wenn es nicht 100%ig passt mit den Streifen. Dann lieber direkt uni - oder Blockstreifen, die ich liebe.
Diesen angenehmen Jersey lieber zum Standard-Shirt vernähen - das geht inzwischen fast mit geschlossenen Augen - da macht es auch nichts, wenn die Streifen flirren beim Nähen. Angezogen ist es ok.

Weitere Überlegungen zu Streifen-Kleidern findet ihr im Juli und August hier bei Meike .

Montag, 23. Juli 2012

Streifen im Juli





Wo die Näherei zur Zeit frustet - solche Streifen am Sommerhimmel hätte ich gern täglich...






Der Frust rührt daher: Vom Blockstreifenstoff wollte ich für eine Passe die weißen Streifen als Biesen abnähen. Und habe für den zarten Batist leider eine Jersey-Nadel genommen, die noch auf der Maschine war.  Das zieht Fäden, wenn die stumpfe Nadel auf einen Querfaden trifft. Zu sehen links. Erst gemerkt, als schon diverse Fäden gezogen waren. Und beim harten Schwarz-Weiß-Kontrast natürlich genau zu sehen. Neue Nadel und alles geht einwandfrei. Eigentlich sollte dies die rechte Seite werden, was nun nicht mehr geht.


Die linke Seite ist theoretisch uni schwarz. Geht (theoretisch) auch, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das so will. Batist ist doch schon sehr durchsichtig. Schwarz abfüttern nutzt nichts, weil man die weißen abgenähten Streifen durchscheinen sieht. Und weiß abfüttern kommt mir irgendwie komisch vor.


Ziemlich anders geworden, als ich mir das so vorgestellt habe. Mit Kleider-Nähen stehe ich noch auf Kriegsfuß...
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