Freitag, 28. Dezember 2012

Bei Alpi habe ich gerade etwas Hübsches entdeckt: bis Neujahr gibt es bei Tin Can Knits eine Strickanleitung der Wahl als Geschenk!
Hier auf dem Tin Can Knits Blog kann man nachlesen, wie es geht. Und weil ich gerade das Patchwork-Stricken für mich entdeckt habe, habe ich die "superhero polka dot blanket"-Anleitung !!POP!! Blanket runtergeladen - eigentlich, weil mich das Foto an eine Sammlung wunderbar bunter Pariser erinnert hat. Von wegen: Polkadots!
Und wie gewünscht, teile ich natürlich diesen Tipp gerne mit Freundinnen und Strickerinnen...

lustig und lecker

Weihnachten mit der Familie war bei uns lustig und lecker.

So sieht es nämlich aus, wenn wir Klöße-Teig kneten...

Wir haben nicht nur Faxen gemacht - die Klöße waren köstlich!

Ich hoffe, ihr hattet ebenso fröhliche Tage - und plant einen schönen Jahreswechsel. 
Allen einen guten Start ins neue Jahr!

Freitag, 21. Dezember 2012

Wo ist bloß...?

Gerade höre ich, wie Dieter Nuhr den Hamster für ein verschwundenes Teil verantwortlich macht, das später in der Sofaritze wieder auftaucht. In unserem Haushalt wird immer alles auf den Hund geschoben...

Niemand hat es so nett auf den Punkt gebracht wie James Krüss:

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten).
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab' es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein anderes Mal verschwand sogar 
das Marzipan von Peter;
was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab' es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein drittes Mal verschwand vom Baun,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck'ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:

Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.


Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Earbags


Na, was mag das wohl sein? 


Das sind meine gepimpten Earbags. Eigentlich mag ich ja keine Werbung machen, aber diese genialen Teile will ich aus aktuellem Anlass mal vorstellen - draußen ist es kalt und ich verstehe nicht, warum so viele Menschen frierend rumlaufen. Ich meine jetzt nicht diejenigen, die sich keine Handschuhe und keine Mütze leisten können. Ist es Eitelkeit?

Ich habe diese sog. Earbags vor Jahren im Netz entdeckt und damals in Schweden bestellt. Heute werden sie auch in Deutschland vertrieben, auch wenn ich persönlich noch nie welche in Läden gesehen habe.

Falls jemand sich nicht die Frisur zerdrücken will und trotzdem nicht frieren - ideal. Überhaupt sind sie so klein, dass sie kaum auffallen. Wenn man sie in einer dezenten Farbe wählt natürlich. Es gibt sie auch in starken Farben, dann sind sie halt ein Akzent.

Für mich sind sie ideal, weil sie so klein sind. Ich habe in jeder Manteltasche ein Paar. Die beigen im grünen Mantel, den ich gestern beim MMM gezeigt habe, die grauen im grauen Mantel und die blauen in der blauen Jacke... Und es ist mir schon oft passiert, dass ich ohne Kopfbedeckung rausgegangen bin und nach einiger Zeit heilfroh war, mir etwas auf die Ohren setzen zu können.  Und genialerweise halten diese Teile auch ohne irgendwelche Bügel. Es sind leicht gebogene Plastikteile eingearbeitet und man klappt sich diese "Ohrentaschen" über die Ohrmuscheln - und schon kann der Winter einem nichts mehr anhaben...

Wollte ich nur mal vorgestellt haben, denn sie sind echt praktisch. Passen zur Not auch unter den Hut...

Zieht euch schön und warm an!





Mittwoch, 12. Dezember 2012

Maigrün im Dezember


Bis auf die schneefesten Stiefel trage ich heute genau die gleichen Kleider, wie vor zwei Wochen. Deshalb möchte ich ein paar Details meines grünen Mantels nachliefern:


Meinem braunen Hut habe ich ein schmaleres Band spendiert. Das ist hübscher als das Lederband, was mir zu wuchtig erschien.
Oben links ist das Knopfloch von der Innenseite zu sehen. Mir erscheint es sinnvoll, das Material (Waschwolle, Walk) im Knopflochbereich zu unterstützen. Die Idee ist mir bei den Knopflöchern dieser Trachtenjacke gekommen. Oben rechts ist zu sehen, wie die linke Seite aussieht, wo ich den Knopf angenäht habe. Erstens habe ich den dortigen kleinen dreieckigen Übertritt einfach nach innen geschlagen und den Knopf dort festnähen können, wo der Stoff jetzt doppelt liegt. Zum anderen habe ich den Rand geschmückt mit einem kleinen geflochtenen Band. So was juckt mich immer in den Fingern: Ich sehe einen flach geflochtenen Gürtel oder so was und muss einfach ausprobieren, wie das geht. Also einen Reststreifen Walk zweimal geschlitzt und losgeflochten... (Es gibt verschiedene "Anleitungen", wie es geht, z.b. hier.)
Als Knopf habe ich nach langem Ausprobieren einen dicken, asymmetrischen Hornknopf gewählt. Je länger ich in meiner Knopfkiste wühle, um so schwerer fällt mir eine Entscheidung...


Weitere Details: Seitlich bleibt die Naht leicht geschlitzt, die Ecken sind abgerundet. Den Halsausschnitt habe ich  verstärkt mit einem Formstreifen aus Walk, verstürzt mit grau-grün gestreiftem Baumwollsatin, der farblich genau passte. Damit sind auch die aufgesetzten großen Taschen gefüttert. Unten ist noch einmal der Verschluss verschlossen zu sehen.

Bessere Fotos waren heute nicht zu bekommen - schon dunkel, als endlich ein potentieller Fotograf zu packen war. Also diesmal Mantel an der Garderobe.
Ich wollte aber doch gern heute beim MeMadeMittwoch mitmachen. Schließlich ist er der letzte in diesem Jahr.

Es hat Spaß gemacht! Es hat Spaß gemacht teilzunehmen und es hat Spaß gemacht, rumzustöbern, was die anderen so nähen und stricken und und und... Ich hab eine Menge gelernt - und viele nette und tolle Frauen kennengelernt. Ich freue mich schon, euch spätestens im nächsten Jahr wiederzusehen!

Bis dahin allen eine gute Zeit!







Sonntag, 9. Dezember 2012

Hilfe! Wie geht das???

Jetzt setze ich meine Hoffnung auf Alpenrose oder ähnlich fitte Strickerinnen: Ich weiß gerade nicht weiter.

Darf ich mein Problem mal schildern?  Im vorigen Post habe ich ein Foto von einer Jacke eingestellt, die ich gerne ungefähr nachstricken möchte. Das mit den Patches habe ich - auch Dank der hervorragenden Anleitungen in Alpenroses Strickanleitungen schnell raus gehabt. Und jetzt verzweifle ich langsam an den Streifen - ich habe schon zum dritten Mal wieder aufgeribbelt und immer noch nicht raus, wie es geht.


Hier die Grunddaten, falls sich jemand mal hilfreiche Gedanken machen möchte: Mein Patch beginnt mit 29 Maschen (14+1+14), die drei mittleren Maschen werden jeweils in jeder Rückreihe zusammengestrickt, bis nur noch 1 Masche auf der Nadel ist. (Das gibt bei meiner Wolle Quadrate von etwa 5,5 cm Kantenlänge, bzw. weil ich die Patches so verarbeite wie auf dem Foto Patches mit einer Diagonale von 7 cm.)


Aneinandergefügt sehen die Patches etwa so aus - hier habe ich die Teile für die unterste Reihe einmal aneinandergelegt, um die Farbzusammenstellungen zu überprüfen. Richtig werden die natürlich später zusammengestrickt. Mir geht es mit meiner Frage jetzt um die senkrecht gestreiften Teile oben im Foto.


Um dieses also. Das war mein erster Versuch. 60+14+1+14+60 Maschen aufgeschlagen,  bei diesem "stumpfen Winkel" - den ich einfach nicht hinkriege - in der Rückreihe 60 M gestrickt, dann 2 Maschen zusammengestrickt. Dann das Patch wie üblich weitergestrickt (unten in der Mitte wie gehabt jeweils drei Maschen in jeder Rückreihe zusammengestrickt). Das ergibt dieses Bild. Das stimmt nicht so ganz mit der Vorlage überein, weil da die Abnahmen optisch eher eine diagonale Linie zeigen  und nicht - wie hier - eine waagerechte Linie.

Beim zweiten Versuch habe ich - weil ich etwas missverstanden habe - gar keine Maschen seitlich zusammengestrickt und nur geguckt, ob sich durch das Zusammenstricken die Reihen vielleicht "passend" in die Kurve legen. Tun sie natürlich nicht. Also wieder aufgeribbelt. (Peinlich, aber deutlich zu sehen, wie naiv ich beim Stricken bin...)


Das ist mein dritter Versuch. Hier habe ich versucht, durch die vorverlagerte Abnahme seitlich so eine schräge Abnahme-Linie hinzubekommen. Also 60. und 59. Masche zusammengestrickt, dann 59. und 58. Masche, dann 58. und 57. Masche etc. Blöd - das war auch nicht die Lösung! Irgendwie viel zu viele Maschen, das beult richtig. Außerdem wird das viel zu weit, offensichtlich muss ich jeweils eine M. weniger aufnehmen...
Weiter oberhalb stimmt es:  2x18 Reihen + 1 vom Zusammenstricken (schwarz, petrol, schwarz, blau, blau, schwarz, grün, grün, grün, zusammengestrickt, grün, grün, grün, schwarz, blau, blau, schwarz, petrol, schwarz) ergeben 7 cm, sind also so breit wie die Patches darunter in der Diagonalen. Das Problem sind einfach diese äußeren stumpfen Winkel. (Die bunten, rumhängenden Fäden markieren nur jede 20. Masche, haben also nichts zu bedeuten...)


Bevor ich jetzt noch einmal hackermäßig Versuch und Irrtum bemühe, frage ich doch lieber einmal kundige Strickerinnen, wie sie das Problem lösen würden.

Vorerst stricke ich mal weiter an den Quadraten und wünsche allen einen fröhlichen 2. Advent und einen guten Start in die Woche!

Freitag, 7. Dezember 2012

... macht süchtig



Als ich letzte Woche meinen grünen Mantel beim MMM vorgestellt habe, war auch ein Paar Stulpen dabei, die ich in Patchwork-Technik gestrickt habe. Da bin ich in einem Kommentar schon gewarnt worden: 

Vorsicht! Patchworkstricken macht süchtig!

Und was soll ich sagen - das stimmt. Beim Mich-schlau-Machen über die Technik bin ich auf eine kunterbunte Jacke gestoßen, die es mir angetan hat. Ich schwanke farblich ja gerne zwischen dezentem Grau und kräftigen Farbtönen  - und hier lässt sich das aufs Feinste kombinieren. Hier habe ich meine Start-Patches mal auf meinen Walkpullovern drapiert. Ich bin begeistert, wie die bunten Flicken auf den kräftigen Uni-Farbtönen wirken. Hier auf dieser Seite kann man beim Runterscrollen das Foto einer Jacke sehen, an dem ich mich orientiere. Es ist, wenn ich es recht verstanden habe, "die sogenannte Zickzackjacke aus dem ersten Schulz-Buch" (das leider vergriffen ist und nicht mehr aufgelegt wird). Da gibt es noch jede Menge mehr Anregungen und Beispielfotos zum Thema.



Ich rauch ja nicht mehr. Also gibt es auch keine Zigarettenpause mehr für mich. (Etwas, was ich etwas bedauere...) Aber hier habe ich einen guten Ersatz: erst mal eine kleine Pause machen, hinsetzen und einen kleinen bunten Flicken stricken. Lana Grossa cool wool (Merino superfein) lässt sich angenehm verstricken - und es lassen sich auch kleine Reste in dieser Stärke/Lauflänge wunderbar einarbeiten.

Ihr seht, für mich gilt gerade: Patchworkstricken macht glücklich!

Montag, 3. Dezember 2012

Nette Einladung

Für nächsten Samstag habe ich eine nette Einladung zu einer Geburtstagsfeier, über die ich mich schon seit Wochen amüsiere (ja, zum runden Geburtstag wird weit vorher eingeladen), die lautet - verkürzt - wie folgt:

Heute nix Shoppen oder
Feldforschung,
sondern bitte zahlreich erscheinen:

... Ort und Zeit ...

Würden Männer gerne shoppen, würden sie es Feldforschung nennen.
Cynthia Nelms


Und dann folgt noch ein Text, der für mich beim Abtippen eine große Herausforderung darstellt - hoffentlich gibt es hier kein Autokorrekturprogamm:

Wir as sochche wern den Konsumterroä ornlich ein verpassen unnie Kapitalissen, die den Weihnachsraubzuch in unse Taschens vorham, die wern wir fix was scheißen.
Weiß was? Wir kaufen uns nix zu Weihnachchen.
Wozu auch? Ham doch alles. Büx übern Mors, Dach übern Kopp, Fahbfähseher, Fressen, Saufen un Schmöken satt.
Was wiss mehr? Bei die Preise.
Kuddl Schööf in Jochen Steffen, Nu komms du!

So etwas verstehe ich nur, wenn ich es laut lese. Und dabei fällt mir dann immer ein, was Lehrer doch für bemitleidenswerte Menschen sind, wenn sie guten Willens versuchen zu entziffern, was manch ein Schüler so schriftlich abliefert...

So 'ne Art Trachtenjacke




Nee,nee, ich ändere gerade nicht meinen Kleidungsstil - ich habe meiner lieben Freundin G. eine Jacke genäht und hier mal probegetragen. Und ich möchte die Jacke einmal zeigen um zu demonstrieren, dass kurz und mit optischer Betonung der Taille gar nicht so übel ist, auch wenn man gar keine hat...


Der leicht angerüschte Kragen steht G. prima. Die Knopflöcher sind mit dem gleichen Satin unterlegt. Ich glaube, das ist gar nicht so schlecht in dem Walkstoff, der sich ja sonst evtl. dehnt. Falls das beim Tragen passiert, wäre es auch kein Unglück, denn ich habe die vordere Kante schon so bogig geschnitten, dass es wohl nicht auffallen würde.


Am Saum habe ich einen etwa 10cm breiten Streifen als Bordüre angesetzt, am Ärmel etwas schmaler. Passt hier nicht so ganz genau, aber getragen sieht es ok aus. Der Farbton der Waschwolle ist nicht so blaustichig, sondern eher so wie auf dem oberen Foto.
G. trägt eine rot-rote Brille in den beiden verwendeten Farbtönen - und die Jacke sieht aus, wie für sie gemacht *hüstel*.

Ich bin ein bisschen stolz auf das Teil, denn es ist entstanden nach so Angaben wie:
Ich habe da mal eine Jacke gesehen, die war aus so einem Stoff wie dein grüner Mantel. Hellgrau wär schön für mich. Die Jacke hatte sooooo eine breite Bordüre. Und dann noch einen Streifen aus so einem seidigen Stoff.  Daraus auch der Kragen. Und die Knopflöcher waren auf so kleinen Rechtecken...

Mein Stil ist es ja nicht - aber G. hat sich gefreut wie Bolle. Und das hat MIR großen Spaß gemacht.

Euch ebenfalls viel Spaß die nächsten Tage!
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