Mittwoch, 22. Juli 2015

bedeckt

Wenn ich nicht denke, sondern nur meinem Bauch vertraue, geife ich bei Sonnenschein zu bunten Kleidern, bei bedecktem Himmel  zu Grau.
Ratet, wie bei uns das Wetter ist!


So komme ich mit kleinen Einkäufen vom Markt zurück. Wie man erkennen kann, ist der Himmel grau-grau gestreift mit schwarzen Wolken.

Ich mag das Shirt trotzdem: Es ist aus Webware, schmiegt sich deswegen nicht so sehr an meine Rundungen, was ich zu schätzen weiß und ich trage es auch bei Sonnenschein. Wenn man auf meinem Blog unter dem Stichwort "Shirt" blättert, sieht man es in allen möglichen Variationen. Irgendwo hatte ich auch den Schnitt mal präsentiert, aber das konnte ich nicht finden. Nicht schlimm, denn die meisten nähen ja viel figurbetonter...
Die Hose ist meine Kordhose von vor zwei Jahren, deren Rüsche doch keinen Trend gesettet hat. Habe ich auch nicht erwartet, aber ich finde sie trotzdem ganz witzig.

Gleich geh ich mal beim MMM gucken, ob die anderen selbst schneidernden Frauen farbenfroher gekleidet sind - und falls die Sonne rauskommt, lass ich mich gern anstecken...

Allen eine schöne sommerliche Woche!

Mittwoch, 12. März 2014

Streifenkleid à la Gudrun S.

Beim Blättern in den farbenfrohen Katalogen der farbenfrohen Mode von Gudrun S. hat mir immer schon ein "Basic" gefallen, das ich auch irgendwann mal nähen wollte. (Voriges Jahr habe ich mir schon ein von dort inspiriertes Shirt mit Pumphose genäht.) Den festen Baumwolljersey habe ich bestimmt schon seit 2 Jahren im Vorrat liegen und am Sonntag hat es mich beim plötzlich einbrechenden Frühling gepackt.
Nach einem passenden Shirt-Schnitt habe ich das Oberteil konstruiert, mit Hilfe von Memas Anleitung genäht, ein gerades Stoffstück als Rock angefügt - und ich bin RUNDUM zufrieden mit dem Ergebnis - wie man hier sehen kann:



Dank Memas Anleitung ist die Ausschnitteinfassung gut gelungen und ich kann das Kleid auch ungeniert ohne Loop tragen. Allerings habe ich bei den aktuellen Temperaturen doch gern etwas mehr Stoff am Hals.













Das wird jetzt nicht mein neuer Favorit werden, aber es ist mal was anderes für mich und aktuell mag ich es gern. Und deshalb stelle ich mein selbst konstruiertes Gudrun-Gedächnis-Kleid auch voller Stolz beim 100. MMM vor.

Sonntag, 26. August 2012

gestreift


Meike hat ja zu Anfang des Sommers zum Streifenmonat Juli/August aufgerufen - und ich habe mich sehr drauf gefreut. Ich mag nämlich Streifen sehr gern. Und zwar in allen möglichen Variationen: Ton in Ton beispielsweise als Cord-Rippe oder seidigglänzend/matt. Dezent gestreift in Farbtönen ähnlicher Farbintensität. Oder auch mit starken Kontrasten, z.B. in Komplementärfarben. Eigentlich mag ich Streifen als Muster von allen Mustern am liebsten. (Am allerliebsten mag ich ungemusterte Stoffe in tollen Farben.)

Vorzuzeigen habe ich aber leider nicht viel Neues:


Neu habe ich mir nur zwei Hosen nach bewährtem Schnitt genäht, einmal zart grün-grau gestreift, passend zu diesem oder diesem Shirt. Aus einer seidig anmutenden, ganz weich fallenden Viskose. Die den GROSSEN Vorteil besitzt, dass keine Hundehaare kleben bleiben. Das hat mich dermaßen begeistert, dass ich nach einem weiteren Streifenstoff mit ähnlichen Eigenschaften ausgeschaut habe. Und fündig wurde bei einem schwarz-blauen Streifen, der z.B. sogar unter mein neues Seidenkleid passt. (Auf meinem Monitor erscheint das jetzt blau-blau, ist aber definitiv schwarz-blau, also auch bequem mit Schwarz zu kombinieren. Blautöne zu untereinander zu kombinieren ist ja erstaunlich heikel...) . Zwei prima Sommerhosen für mich, die sich sowohl bei der Hitze der letzten Tage als auch auf dem Fahrrad schon bewährt haben.

Allerdings habe ich auch - zu meiner Zufriedenheit - festgestellt, dass ich mich nicht treiben lasse. Die gestreiften Stoffe in meinem Fundus müssen noch etwas warten, bis die vagen Ideen in meinem Kopf konkretere Gestalt annehmen.

Und dann hat Meike noch nach Sorgfalt o.ä. beim Arbeiten gefragt: Also ich streng mich ja immer an, ich mühe mich auch auf jeden Fall, die Streifen auch de facto so aufeinander treffen zu lassen, wie ich es gedacht habe - allein, es gelingt nicht immer. Ich weiß ja nicht, ob es Altersweisheit ist, aber ich denke mir: Du nähst erst seit einem knappen Jahr. Es ist jetzt vielleicht nicht optimal, aber Übung macht den Meister und nächstes Mal wird es schon besser. Wenn ich glaube, es noch verbessern zu können, trenn ich auch mal wieder auf. Ich kann aber auch mit kleinen Fehlern leben. Ich würde jetzt auch niemanden auf kleine Fehler stoßen, um mir selbst das Vergnügen an meinen Klamotten zu vermiesen, ich bin doch keine Masochistin. Andererseits bin ich offen für konstruktive Kritik. Wenn also jemand Tipps und Tricks loswerden will, um einer relativen Anfängerin wie mir die Technik des Nähens näher zu bringen - immer her damit!
Auf dass die Verarbeitung der nächsten Streifen perfekter werde...

Montag, 30. Juli 2012

Hauskleid

Ein perfektes Hochsommerkleid ist, wie auch Meike kürzlich feststellte, in der Taille locker und bei Hitze etwas besser zu tragen als Röcke. Also habe ich mich auf Schnittsuche gemacht und bin auch fündig geworden:
A-Linie mag ich. Dieses Hängerchen erfüllte meine Vorstellungen und war auch laut Beschreibung "leicht zu nähen". Also habe ich mir vorgenommen, diesen Schnitt auszuprobieren und für mich anzupassen. Sah auch ganz einfach aus.
Als Stoff habe ich einen (furchtbar flutschigen) Viskose-Ringelstreifenjersey genommen. Vorgeschlagen war ein bedruckter Baumwollstoff, also etwas Gewebtes. Klar, dass mein Jersey ganz anders fällt, aber das hatte ich schon bedacht. Ist ja auch ein Probekleid.

Hier war ich noch ganz zuversichtlich:
Das Oberteil gedoppelt mit einem schwarz-weiß-gemusterten Jersey von einem verschossenen T-Shirt, das ich nicht mehr trage, weil das Schwarz so aufgehellt ist. Ich finde, bei diesem Foto lässt sich schon meine erste Schwierigkeit ahnen: diese schmalen Streifen flirren vor meinen Augen. Schon beim Zuschneiden, aber erst recht beim Nähen bin ich schier wuschig geworden.
Das wäre auch ganz hübsch geworden, wenn ich das Muster hätte nach außen nehmen können - ging aber leider nicht. Verfärbung an prominenter Stelle. Geht gar nicht.
Zugeschnitten hatte ich das Teil in der größten Größe, weil ich gedacht habe: enger geht immer. Erfreulicherweise konnte/musste ich das schon angenähte Rockteil noch einmal abtrennen und an den Seiten jeweils 6 cm abnähen. Rockteil wieder dran. (Diesmal nicht mehr so akkurat auf einem Streifen - ich sage nur: FLUTSCHIG)

Und jetzt ahnt ihr: warum es kein Tragefoto gibt:
Ich bin ja nicht prüde. Als ich noch jung und schön war, hätte ich das wahrscheinlich auch in der Öffentlichkeit getragen. Es trägt sich wunderbar angenehm. Es schwingt so schön. Es ist so wunderbar luftig. Aber ich trage es nur zu Hause. Meinen Mann freut es. Mich freut es auch. Aber jetzt grüble ich, was ich drüberziehe, wenn ich rausgehe...

Und noch ein technisches Problem. Ich habe für den Saum ein Paspelband gewählt, dieses 08/15-Paspelband, das einen farbigen, wulstigen Rand hat, der hervorblitzen soll, und einen schmalen weißen Baumwollstreifen, auf dem man steppen kann. Leider schlägt das Paspel nach außen.
Kann man das verhindern? Passen die beiden Materialien überhaupt nicht zueinander? Wie mache ich das mit dem Paspelband nächstesmal richtig? Für Ideen und Erklärungen bin ich dankbar.

Vorläufiges Fazit: Den Schnitt probier ich noch einmal mit gewebtem Baumwollstoff. Die richtige Größe weiß ich ja jetzt.
Ringelstreifen eher nicht mehr. Macht in der Totalen ja einen fast uni Eindruck. Dafür handelt man sich unnötigerweise Schwierigkeiten ein, wenn es nicht 100%ig passt mit den Streifen. Dann lieber direkt uni - oder Blockstreifen, die ich liebe.
Diesen angenehmen Jersey lieber zum Standard-Shirt vernähen - das geht inzwischen fast mit geschlossenen Augen - da macht es auch nichts, wenn die Streifen flirren beim Nähen. Angezogen ist es ok.

Weitere Überlegungen zu Streifen-Kleidern findet ihr im Juli und August hier bei Meike .

Montag, 23. Juli 2012

Streifen im Juli





Wo die Näherei zur Zeit frustet - solche Streifen am Sommerhimmel hätte ich gern täglich...






Der Frust rührt daher: Vom Blockstreifenstoff wollte ich für eine Passe die weißen Streifen als Biesen abnähen. Und habe für den zarten Batist leider eine Jersey-Nadel genommen, die noch auf der Maschine war.  Das zieht Fäden, wenn die stumpfe Nadel auf einen Querfaden trifft. Zu sehen links. Erst gemerkt, als schon diverse Fäden gezogen waren. Und beim harten Schwarz-Weiß-Kontrast natürlich genau zu sehen. Neue Nadel und alles geht einwandfrei. Eigentlich sollte dies die rechte Seite werden, was nun nicht mehr geht.


Die linke Seite ist theoretisch uni schwarz. Geht (theoretisch) auch, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das so will. Batist ist doch schon sehr durchsichtig. Schwarz abfüttern nutzt nichts, weil man die weißen abgenähten Streifen durchscheinen sieht. Und weiß abfüttern kommt mir irgendwie komisch vor.


Ziemlich anders geworden, als ich mir das so vorgestellt habe. Mit Kleider-Nähen stehe ich noch auf Kriegsfuß...
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