Das Ringelshirt aus nicht ganz so schön elastischem Nickisamt habe ich nach einem bewährten Schnitt genäht. Ich merk mir leider nie die Schnittbezeichnungen zum Weitersagen. Wenn ich etwas nähe, packe ich immer sofort ein Stück Stoff zu dem Schnitt. Dann weiß ich sofort auf den ersten Blick, um welchen es sich handelt und natürlich, wie gut er sitzt. Dieses Shirt ist tailliert (sic!) und hüftlang. Auf der unteren Collage ist zu sehen, weshalb ich das nicht ganz so mag wie kastig kurz.
Die Hose habe ich ohne Schnitt genäht: Es handelt sich um einen leichten, etwas labberigen Seiden-Jersey, der mir für ein Shirt oder Kleid zu fluddelig war. Erschien mir eher geeignet für einen monstergroßen Schal (so was schlinge ich immer gern um mich) oder eben für eine weite Pumphose. Ein Hosenbein hat die volle Weite von 140cm - dafür fällt sie im Stand ganz schön schmal. Am Saum ist ein breiter Tunnel für ein breites Gummi, das die 140 cm Stoff zusammenrafft und im Bund habe ich die 2 1/2 Meter Stoff an ein bunt gestreiftes Gummiband genäht.
Eigentlich war das nur als provisorische Lösung gedacht, weil ich niemanden da hatte, der mir was abstecken konnte. Es hat aber so gut geklappt mit dem Fall der Stofffülle und dem Faltenwurf, dass ich es so belasse.
So, immer noch kein Kleid, aber diese Hose kann ich im Sommer sogar als Kleid tragen: Bund bis unter die Achseln hochziehen und die Hosensäume wie bei einer Kniebundhose - der Stoff fällt dann über und es sieht wirklich aus wie ein Flatterkleid. Mit ein paar Pseudoträgern ahnt man nicht, dass es nicht als Kleid gedacht war. Wartet auf eine Hitzewelle, dann werdet ihr schon sehen...
Zum MMM läd heute die talentierte "talentfreischoene" Melleni ein - viel Spaß beim Stöbern!


