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Samstag, 2. März 2013
passt das???
Morgen ist Stoffmarkt im Luisenviertel in W. Da blättere ich doch gern mal durch einen Stapel Zeitschriften, deren Blätter schon überall da geknickt oder irgendwie anders markiert sind, wo ich nachahmenswerte Schnitte entdeckt habe. Ein sehr ergiebiges Heft war z.B. diese Burda von 1995
Das Titelfoto lässt noch nicht ahnen, WIE gut einzelne Modelle sind. Beispielsweise gibt es einen guten Schnitt für Marlenehosen - damals hab ich die auch getragen. Und wer meine Vorliebe für kastige Oberteile kennt, der ahnt auch sicherlich, dass mich dieses Shirt begeistern konnte (und immer noch kann):
Schön kurz, schön asymmetrisch, schön klare Konturen - hat mir schon immer gefallen. Aber jetzt frage ich mich - und ich frage erfahrene Schneiderinnen: Kann das denn sein? Dies ist das zum Foto gehörige Schnittmuster. Ich kann es nicht glauben. Ich kann Landkarten lesen. Ich verzweifle nicht an alten Schnittbögen, wo es wegen der Vielzahl von Modellen drunter und drüber geht. Ich kann nach zweidimensionalen Zeichnungen dreidimensionale Modelle bauen... Aber das bekomme ich nicht zusammen.
Nö, oder? Wo bleibt denn die ganze weiße Stofffülle in der Taille? Sind das ellenbogenlange (in meinen Augen eher weite) Ärmel? Abgesehen davon, dass ich nicht mehr eine solch knackige Taille habe wie das Fotomodell - kann eine Bluse nach diesem Schnitt auch bei einer schlanken Frau so sitzen wie auf dem Foto?
Da sage noch einer, die Burda sollte besser fotografieren! Ich bin gespannt, was kundige Schneiderinnen meinen...
Ein fröhliches frühlingshaftes Wochenende wünsche ich allen!
Samstag, 1. September 2012
Kleiderschränke
Wohin bloß mit all den Kleidern?
Ich habe ja großen Spaß an all den Näh- und DIY-Blogs für schöne Kleider und das Drumherum. Die finde ich inspirierend und lehrreich - und rätselhaft. Besteht wirklich bei irgend jemandem der Wunsch nach 365 Kleidern, für jeden Tag des Jahres eins? Ich staune immer wieder, wie viel Neues genäht wird...
Ich habe mal in meinen Kleiderschrank gesehen. Da hängen durchschnittlich 36 Kleiderbügel auf dem Meter. Bei meinem Mann auch. Ich finde das schon ziemlich eng gehängt und hätte es eigentlich gern etwas luftiger. Aber so brauchte ich für 365 Kleider etwa 10 m Kleiderschrank von 60 cm Tiefe. Das wären mindestens 10 Quadratmeter Wohnfläche - denn selbst bei Schiebetüren muss man ja noch davor stehen können, um einen Bügel rausnehmen zu können. Bei uns liegt der Mietpreis laut Immoscout zwischen 6,60 und 8,00 Euro, vergleichbar durchaus zu großen Teilen Berlins. Also, selbst wenn ich 10 Kleiderschränke von 1m Breite besäße und nicht neu anschaffen müsste, würde ich jährlich allein für meine Kleider etwa 900 Euro Miete bezahlen. Nur für die Unterbringung meiner Garderobe. Mindestens. Denn ich bin noch gar nicht sicher, ob der Platz über meinen Kleidern ausreichen würde, auch noch Pullover und Jacken und Mäntel und Unterwäsche und Nachtwäsche und Badeanzug und Sportsachen... unterzubringen.
Mir steht gar nicht der Sinn nach VIELEN Kleidern. Die würde ich ja glatt vergessen, wenn sie ungebügelt in irgend welchen Fächern und Kisten auf Wieder-Entdeckung warteten.
Mir steht eher der Sinn nach ausschließlich WUNDERSCHÖNEN Kleidern, wobei für mich auch Hosen zu Kleidern zählen, keine Frage. Ich glaube, ich hatte nur in jugendlichem Alter den Wunsch, mit der Mode zu gehen. Mode war damals auch viel "vorbildlicher", weil es jeweils nur einen modischen Look gab. Zur Zeit der Miniröcke konnte man gar nichts anderes kaufen. Nirgendwo. Außer natürlich Alte-Frauen-Röcke in gedeckten Farben. Zur Zeit der Schlaghosen wäre alles andere UNTRAGBAR gewesen - ein Nebeneinander unterschiedlicher Stile gab es nicht so wie heute.
Als Protest gegen die Diktatur der Mode blieb damals für mich nur die Jeans als Alltagskluft und für besondere Anlässe das selbst entworfene, extraordinäre Etwas, von Muttern genäht. Und diese Teile habe ich jahrelang mit Begeisterung getragen, weil sie so schön waren. Mein blaues, großgeblümtes Hochzeits-Hosenrock-Kleid zuletzt zur Silberhochzeit.
Jetzt, da ich noch ein ordentliches Stück gewachsen bin, steht also für mich an, nicht viele, sondern nur noch richtig schöne Sachen für mich zu nähen.
Bloß, wohin mit den Sachen, die blöd zu bügeln sind, eine Farbe haben, die mich blass macht oder die ich aus einem anderen Grund nicht gerne trage? Was macht ihr da?
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