Letztes Jahr hatte ich mir einen gelben Windbreaker genäht, den mir meine Schwester abgeschmeichelt hat. Jetzt wollte ich mir nicht genau den gleichen nähen, denn Partnerlook muss in unserem Alter ja nimmer sein. Aber Ersatz sollte schon her, denn ich habe das Teil gern übergeworfen. Da fiel ihr beim Schrank-Ausmisten eine schlecht sitzende Hose entgegen und mir zu. Denn das Material hat mir gefallen: leicht und doch wind- und vielleicht auch wasserdicht. Also flugs getrennt und ausprobiert, wie groß die zusammenhängende Fläche wohl ist.
Und dann gebastelt: Ein Hosenbein war am Saum gut schulterbreit. Also wurde je ein umgedrehtes Hosenbein Vorder- bzw. Rückenteil. Ich habe die Taschen abgetrennt, weil sie ja sonst auf dem Kopf stünden, und eine separate kleine Beuteltasche für die vordere Mitte genäht. Denn diese Tasche hatte sich bei dem gelben Modell sehr bewährt. Durch ein Knopfloch aus rotem Garn ist ein rotes Band zum Regulieren der Öffnung gezogen - ohne diese wunderbaren Feststeller, weil ich gerade keine farblich passenden im Haus hatte. Dafür ist zur Deko eine grüne Perle aufgezogen. Nur so.
Ich habe dieses Mal das Teil etwas länger gelassen, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich günstiger ist von den Proportionen. Ich habe sogar noch einen Tunnel aus einem anderen Stoff angesetzt, damit es nicht so langweilig daherkommt. (Und ich hoffe sehr, dass mir später mal nicht gerade diese 10cm fehlen werden.)
Die Seitennähte sind wie bei der gelben Weste nicht geschlossen und die beiden Teile werden nur durch ein Band zusammengehalten und ggf. in der Weite reguliert. Ganz hübsch finde ich das Teil auch mit einem roten Shirt drunter - und Pipa schätzt es sehr, dass der Beutel bisweilen Leckerchen birgt.
Diese mildtätige Handlung "Leckerchen an Hund" verpasst mir einen veritablen Heiligenschein - schon gesehen?
Selbst genähte Mode und Models mit und ohne Heiligenschein findet ihr wie jeden Mittwoch bei CAT - und die heute im Kreisellook (mit virtuellem Heiligenschein).