Mittwoch, 31. Mai 2017

Immer noch weit...

Immer noch (zu) weit. In meinem letzten Post vor zwei Wochen habe ich von meinem jüngsten Nähabenteuer berichtet. Danke für die hilfreichen Hinweise und Tipps. Fazit: Dieser Schnitt ist es leider auch nicht, aber die neue Hose trage ich jetzt zum eigenen Erstaunen ganz gern ich wollte mal ein schmaleres Teil unter längeren Oberteilen. (Üblicherweise trage ich meist weitere Hosen und kurze, kastenförmige Shirts.)

Gefallen haben mir die Taschen und die kleinen Schlitze in der Seitennaht.
Die kleinen Seitenschlitze sind mir nur suboptimal gelungen, weil ich lange nicht  geahnt habe, wie lang die Hosenbeine zu arbeiten sind, weil mir bei diversen Anproben nicht deutlich wurde, ob der Bund in der Taille sitzt oder eher hüftig. Jetzt sind die Hosenbeine zu lang und ich grüble noch, ob ich lieber Schlitze habe (rechtes Hosenbein) oder die Hose noch kürze und auf die Schlitze verzichte. So viel Arbeit würde ich gerade noch reinstecken...





Die hübschen Reißverschluss-Taschen sieht man nur, wenn ich ein Buch vom obersten Regalboden hole oder eine Birne in die Deckenlampe einschraube. (Oder wenn ich extra für euch den Hemdsaum anhebe...)
Hier kann man gut erkennen, dass noch viel Luft drin steckt. Ich will ja gar keine knallenge Hose, dafür ist die Figur nicht mehr so toll. Aber gut sitzen ist anders. Ich habe schon jede Menge Anleitungen gefunden, wie man in einem Schnitt Platz schafft für einen großen Busen. Ich kann das aber gedanklich nicht einfach übertragen auf unproportional viel Bauch in einer Hose - tja, und wenn ich etwas nicht verstehe, kann Rumprobieren ziemlich in die Hose gehen. Jedenfalls bei mir. In solchen Situationen sehne ich mich immer nach nähkundigen Schwestern oder Freundinnen, die an den richtigen Stellen abstecken können. Ach, oder nach meiner Mutter, die auch so etwas perfekt konnte...


Aber ich will nicht jammern, denn ich trage die Hose jetzt so wie sie ist und orientiere mich bei weiteren Hosennäharbeiten wieder an gut sitzenden, altbekannten Exemplaren. Dieser Schnitt jedenfalls ist schon wieder entsorgt, denn der notwendigen Anpassungen wären zu viele.




Außerdem stehen als nächstes erst einmal Kleider an, denn die Temperaturen machen Lust auf Sommergarderobe UND ich habe bei Waxprints zugeschlagen und bin voller Vorfreude... Wenn ich nicht auf einen bewährten Schnitt zurückgreife, schwebt mir auch so ein Mantelkleid vor, wie Sybille es trägt, die heute den MeMadeMittwoch moderiert.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gastbloggerin beim MMM

Willkommen zu einem neuen MeMadeMittwoch! Heute bin ich stolze Gastbloggerin beim MMM und nutze die Gelegenheit an dieser prominenten Stelle für dreierlei.
Erst einmal präsentiere ich meinen meist-getragenen-Pullover-ever, den ich für mindestens ein weiteres Jahr gerettet habe, indem ich Patches auf die inzwischen fadenscheinigen Ellenbogenbereiche appliziert habe. Dazu eine jogginghosen-bequeme Nadelstreifenhose, beides hier beschrieben. Um selbst geschneiderte Kleidung geht es beim MMM schließlich.





Dann hätte ich einen Tipp für einen schöneren Alltag.


Hier beim MMM sind wir es gewohnt, einander Komplimente zu machen. Ich habe das "für die Straße" übernommen und sage schon mal: "Oh, was ein fröhlich bunter Regenschirm" - "Was für eine wunderschöne Jacke!" oder auch nur "Schicker Hut". Das zaubert dem Gegenüber mindestens ein Lächeln ins Gesicht, wie man so schön sagt. Und es funktioniert in der großen Stadt und im kleinen Dorf.


Probiert das gerne mal aus - es macht einem selbst Spaß, anderen eine kleine Freude zu bereiten...








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So, jetzt ein dicker Strich, weil es farblich nicht passt, aber ich nutze die Gelegenheit für eine eine Frage an erfahrene Näherinnen, die sich mit Strickstoffen auskennen, denn ich habe da bisher keine Erfahrung und bei meinen bisherigen Versuchen leider wenig Erfolg:

Gibt es Tipps zum Vernähen eines solchen Rippenstrickstoffs? (2-rechts-2-links, Wolle)
Wie bekomme ich das besser hin? Ohne Wellen?
Und: Ich hatte die Idee, den Saum etwas aufzuribbeln und mit den erhaltenen Fäden mit feinen Stricknadeln abzustricken. Aber wie ich es auch anstelle - ich KANN das nicht aufribbeln. Kann das sein? Was mache ich falsch?

Ich habe diesen Wollstoff in einem tollen Rot geschenkt bekommen, habe auch einen schönen einfachen Schnitt dafür, aber er sollte in der Ausführung auch ordentlich werden, sonst wäre es schade um das gute Material...
Hier mein Versuch mit der Overlockmaschine - nicht so gelungen.

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Mittwoch, 23. September 2015

Egg-Shape-Mantel

Selten so geschwitzt beim Nähen. Eigentlich sollte der Mantel schon zwei Wochen fertig sein, aber da ging so unerwartet viel schief. Nicht wirklich, sondern einfach nur nicht so einfach, wie ich mir das gedacht hatte. Mehrfach habe ich gedacht "Hätte ich doch auf den Winterjacken-Sew-Along gewartet!"
Dreimal war ich drauf und dran, ein Jammer-Post zu schreiben, um mir Trost und Rat zu erbitten. Aber dann habe ich es doch geschafft - hurra!

Als ich jung und schön war, hatte ich mal einen heiß geliebten eiförmig geschnittenen Mantel, nur hieß das damals nicht egg shape. In der Burda hatte ich zwei Schnitte entdeckt, die mir beide gut gefallen haben, nämlich diesen, bei dem ich allerdings auf den Kragen verzichtet hätte. (Diesen Schnitt dagegen fand ich ganz blöd - solch einen Kragen wollte ich auf keinen Fall, die Rückenpartie fand ich nicht harmonisch - nur die Taschenlösung hat mir gut gefallen.)

Entschieden habe ich mich dann für diesen gemäßigten Schnitt, weil mir die Linienführung mit dem leicht eingestellten Saum und die angeschnittene Schulterpasse gut gefiel. Und weil er diese in der Quernaht untergebrachten Taschen hat. Kragenlos ist prima für mich, weil dann meine Liebe zu Tüchern und Schals nicht mit einem Kragen kollidiert.  Et voilá:















Leider bin ich nicht ganz so zufrieden. Ich war mir lange unschlüssig, welche Größe ich überhaupt zuschneiden soll. Ich habe mich für 44 entschieden, weil ich dachte, dass der Mantel, wenn schon weit geschnitten,  oben um die Schultern gut sitzen muss. Um die Mitte ist es ja schön figurumspielend (für mich und meine Negativ-Taille) und ein erstes Ausmessen am Schnitt hat ergeben: Da pass ich rein.
Nicht so schön finde ich die Ärmel. Das Foto in der Burda hätte mich ja schon belehren können, dass sie überlang sind, aber zusätzlich fallen sie auch noch so bollerig. Kürzen allein wird den Mangel nicht beheben. Hm, muss wohl so sein.
Und beim Tragen zeigt sich, dass die Taschen etwas zu tief konstruiert sind, um bequem zu sein. Optisch noch ok, aber Hände-in-die-Tasche geht kaum. Schade, denn das mach ich eigentlich gern. Das ist zwar nicht ladylike, aber das bin ich ja auch nicht...

Trotz einiger Mäkeleien bin ich schon stolz auf meinen ersten richtigen, gefütterten Mantel. (Was habe ich über die flutschige Viskose geflucht!). Jedenfalls macht er mir Mut, mich nochmal an ein solches Projekt zu wagen. Das ist ja doch eine andere Nummer als meine simplen Kleider- und Shirtschnitte.

Mal sehen, wie inspirierend die anderen Frauen heute beim MeMadeMittwoch gekleidet sind. Auf den ersten Blick habe ich schon zwei Mäntel gesehen, die mir gefallen könnten...

Mittwoch, 28. Januar 2015

Wo bleibt die Farbe, Frau Prinzenrolle?

Das hat mich heute auf dem Markt tatsächlich eine Dame gefragt. Recht hat sie! Ich bewege mich mal wieder ziemlich "farblos" durch die Welt. Der Pulloverschnitt ist selbst erstellt, der Hosenschnitt Burda NR. 403APLUSHW2013-DL. 


Dazu eine Anmerkung: empfohlen sind "Hosenstoffe". Ich empfehle dringend leicht elastische Stoffe. Ich habe die Hosen nämlich inzwischen auch zweimal aus unelastischen Stoffen genäht. Die eine wird mir als Schlafanzughose dienen. Sie ist aus Cupro mit einem tollen Druck, aber das Material knittert so sehr, dass sich sofort nach kurzem Sitzen solche Falten zeigen, dass ich so nicht rumlaufen möchte. Schade. Die andere ist noch nicht ganz fertig, aber ich habe schon den Verdacht, dass sie nicht wirklich bequem ist. Beim Hinsetzten spannt die Hose erstaunlicherweise. Ich müsste sie, wie Herren das bisweilen machen, um ihre Bügelfalten zu schonen, beim Hinsetzen anlupfen. Hm. Das gefällt mir nicht so ganz. Dabei ist der Schnitt eigentlich nirgends zu eng.

Das Oberteil ist mein Allzeit-Favorit was Pullover angeht. Geschuldet ist das farblose Outfit meinen neuen Brillenbügeln. UND meinem Farbempfinden, das sehr stark von der Bewölkung abhängt. Bedeckter Himmel, so habe ich es an mir beobachtet, lässt mich eher zu gedeckten Farbkombinationen greifen. Strahlend blauer Himmel dagegen, der so wunderbar jedes kleinste Fältchen beleuchtet, ruft eher Farbenfreude bei mir hervor. Ich finde, es braucht auch einfach das richtige Licht, um Farben leuchten zu lassen. Das fällt mir bei den farbenprächtigen südländischen  Kleidern und Wohnsituationen auf - Indien, Mexiko, Kenia etc. Gedeckte Farben sind in meiner Vorstellung eher "britisch".


Und wo bleibt nun die Farbe? Auf dem Zuschneidetisch liegen schon mal zwei Afrikanische Stoffe, die ich als nächstes vernähen möchte. Ich bin noch nicht ganz sicher, mit welchem ich anfangen werde.



Die Schere ist übrigens ein Erbstück von meiner Mutter. Von ihr stammt auch noch das angeknotete Band,
dass allen in der Familie signalisieren sollte: DAS IST MEINE STOFFSCHERE UND WENN IRGEND JEMAND DAMIT PAPIER ODER IRGEND ETWAS ANDERES SCHNEIDET, GIBT ES ÄRGER!


Das Band hängt immer noch dran - und auch in meinem Haushalt wird dieser Hinweis akzeptiert.

So, und jetzt verwende ich meine Mittagspause, um mal zu stöbern, was heute beim MeMadeMittwoch zu sehen ist.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Refashion

Auch wenn ich im Grunde meiner Seele farbenfroh eingestellt bin - im Herbst/Winter ist mir doch häufig nach Grau in Grau. Ob das Mimikri ist und ich nur nicht auffallen will? Wenn es zu gräulich wird, greife ich dann doch gern mal zu Knallrot, Pink, Neongrün oder Maisgelb - so richtig wohltemperiert bin ich wohl selten.

So trage ich seit Jahren gerne einen taillenkurzen Wollpullover, aus dem ich aber leider im Laufe der letzten Jahre rausgewachsen bin.

Irgendwo habe ich schon mal gezeigt, dass ich den Pullover einfach vorne aufgeschnitten und die Kanten mit einem Overlockstich in Rot versäubert habe.
Allerdings hatte ich immer den Eindruck, dass die Jacke wie eingelaufen aussieht. Ich kann mich von so einem Teil aber nicht trennen, wenn mir etwas so gut gefällt wie die Farbe und das Material.

Also ist eine Erweiterung fällig...





Und etwas Abstand zu den folgenden Fotos (Sonst gibt es Augenkrebs...)

Und so sieht der Pullover/die Jacke jetzt aus:








Erst mal ein bisschen Faxen machen - und dann
Zwei Streifen farbiger Stoffe zusammengepatched und an die Schnittkante genäht. Voilà - ein Designerstück! Die Hose ist nach meinem derzeitigen Schnittfavoriten aus Nickistoff gearbeitet - und ich mag sie kaum mehr ausziehen. Den Verschluss habe ich mir zugungsten eines breiten Gummibundes gespart und bei diesem Exemplar habe ich die Hosenbeine extralang zugeschnitten. Die aufstupfenden Falten sind also gewollt...

Mehr alte und neue selbst entworfene und/oder genähte Kleidung findet sich wieder beim MMM, den heute die an Chic kaum zu übertreffende Dodo moderiert. Aber auch bei den übrigen Teilnehmerinnen an der Aktion habe ich heute schon einiges bewundert - ich geh jetzt nochmal gucken...

Mittwoch, 17. September 2014

Sommerpause vorbei - Sommer zurück

Wie wunderbar: Die MMM-Sommerpause ist vorbei - und der Sommer ist zurück. Bei uns jedenfalls. Ich bin schon voll damit beschäftigt, die Sommerklamotten für die nächste Saison einzumotten (na, das nicht gerade, aber wegzupacken. Mein Kleiderschrank ist nicht so groß für die gesamte Garderobe.) Und siehe da: hochsommerliche Temperaturen.

Ich habe noch einmal diese leichte Hose ausgekramt, die braucht nämlich nicht gebügelt zu werden. Sehr angenehm! Ich habe sie schon einmal vorgestellt, als sie frisch genäht war, und sie hat sich als sehr angenehm erwiesen.


1. bügelfrei 2. locker und luftig sitzend 3. ausgefallenes Muster (In Bielefeld hat neulich jemand eine Hose aus diesem Stoff in Grün getragen - auch nicht schlecht. Gestaunt haben wir beide, als wir jeweils die andere von oben bis unten gemustert haben...)


Den Schnitt habe ich nach einem alten Hosenschnitt abgewandelt: Reißverschlussschlitz und Bund weggelassen, die Schnittteile etwas üppiger in der Taille zugeschnitten und dann vor dem Spiegel am Körper die neue Mitte bestimmt: Das breite Gummiband zur Runde geschlossen und wie einen Gürtel über die Hose gezogen. Dann die Hose so zurechtgeruckelt, dass sie schön fiel und dann erst angezeichnet, wo der obere Rand sein soll. Dort mit der Overlockmaschine abgekettelt und das Gummi mit Zickzack aufgenäht. Passt.
Ich mag es, wenn Hosen genau in der Taille sitzen.  Die geschliffenen Glasknöpfe sind eine Spielerei und ich überprüf mal, ob sie wirklich so schief angenäht sind, wie es auf dem Foto aussieht.


Und jetzt geh ich voller Vorfreude nachsehen, ob all die anderen gut gelaunten und gut gekleideten MMM-Frauen wieder dabei sind. Ich freu mich drauf, euch wieder zu sehen!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Ostasiatische Jacke

Rote Chrysanthemen - ich konnte einfach nicht widerstehen. Diesen Coupon habe ich entdeckt und mich gleich verliebt, obwohl der Grundton des Stoffes Braun ist. Und Braun ist so gar nicht meine Farbe. Mir schwebte sofort eine "asiatische Jacke" vor Augen - wenn denn mal Zeit ist...


Ich habe sogar kurz überlegt, ob ich die linke, grüne Seite verarbeiten will, aber da sind die Blüten so fad. Also nein. Und bei genauerem Hinsehen sind es gar keine Chrysanthemen, was man gut an den Blättern erkennt: Rosen. Handtellergroße, üppige Rosen. Passt stilistisch trotzdem zum Plan, habe ich beschlossen.


Dann gab es zwei glückliche Fügungen in meinem Leben Alltag: Alex rief zu einer spannenden Aktion auf: Nix für Lemminge. Da gibt es inspirierende Recherchen zu koreanischen Jeogori und anderen koreanischen, chinesischen oder mongolischen Jacken. UND: in der vielgeschmähten Januarausgabe der Burda gab es einen einfachen Jackenschnitt in meiner ungefähren Größe, der mich ansprach wegen der Kragenlösung:


Blöd - das Bild bekomme ich jetzt  nicht mehr gedreht - bitte einfach einmal den Kopf nach rechts drehen.

Diese Jacke sollte es sein.  Beim Zuschnitt hatte ich leichtes Herzklopfen. Der Rapport ist schon beachtlich groß. Wo die Rosen platzieren? Wird der Stoff dann reichen? - Entwarnung: Alles easy geklappt. Und die Jacke war auch recht flott genäht. Nachdem ich kurzzeitig einen Knoten im Hirn hatte ("Welche Seite welchen Kragenteils jetzt an den Besatz? Welche an den Beleg? Hoffentlich muss ich nicht trennen..."). Fertig bis auf eine Kleinigkeit, für die ich gerne eure Tipps hätte:


Als ich so an mir runtersah, stellte ich mit Erschrecken fest, dass das rechte Vorderteil 1,5 cm zu lang ist! Wie konnte das denn passieren? Aber dann hat mich der Blick auf die Schemazeichung beruhigt: Ich habe akkurat gearbeitet. Wenn die Jacke so wie vorgesehen geschlossen wird, ist alles im Lot. Für den Verschluss suche ich noch eine Lösung. Die vorgeschlagenen Posamentenverschlüsse gefallen mir nicht so. Hat jemand eine bessere Idee?

Und noch ein Detail habe ich geändert - wie gut, dass wir individuell angepasst nähen können! Bei der Jacke waren keine Taschen vorgesehen. Und das geht bei mir gar nicht. Ich will die ja gar nicht vollstopfen. Aber wenigstens den Hausschlüssel und ein Taschentuch muss ich unterbringen können, ohne eine Handtasche mitnehmen zu müssen. Also habe ich mir vorne in den Saum eine Reißverschlusstasche reingebastelt:


Zum Abschluss der Präsentation noch eine gymnastische Übung, die mein Schwesterherz mir beim Fotografieren gern abverlangt und die mein Foto-Progamm automatisch zusammenstellt. Wie man sehen kann: Volle Beweglichkeit ist auch in dieser Jacke garantiert. Wichtig für mich!


Und natürlich der Hinweis darauf, dass man bei Catherine sehen kann, wer alles beim heutigen MeMadeMittwoch mitmacht. Sehr sehenswert, ihr Winterkostüm! Und all die anderen...

Mittwoch, 22. Januar 2014

nmmMt = no me made Mittwoch today

Jedenfalls für mich. Einen MMM gibt es heute natürlich schon. Da gehe ich gleich ein bisschen stöbern. Aber ich habe heute kein einziges selbst fabriziertes Kleidungsstück am Leib - und ich bin nicht nackt! Das ist mir in meinen Blogger-Jahren heute erst zum zweiten Mal passiert!

Dank Catherines Idee und der Arbeit von inzwischen einer ganzen Crew habe ich mit über 100 anderen Näherinnen und Schneiderinnen einen Spaß daran, einmal in der Woche selbst hergestellte Kleidung zu präsentieren. Da ist es an dem einen oder anderen Mittwoch schon mal passiert, dass ich keine Lust Zeit hatte. Oder ich habe keinen Fotografen gefunden. Oder die Batterien der Kamera waren leer.  Oder die Haare waren nicht schön. Aber dass ich gar nichts selbst genähtes getragen habe - das ist mir bisher erst einmal passiert.

Deshalb an dieser Stelle einfach nur ein Gruß an die lieben Leserinnen, die mich trotz fehlender MMM-Verlinkung finden - und ein Ausblick auf mein nächstes Projekt: eine gerade geschnittene Jacke aus diesem Stoff:



Jede Menge Anregungen hole ich mir aktuell bei der interessanten Nix-für-Lemmige-Aktion bei MamaMachtSachen. Ich habe ja schon lange ein Faible für einfache Schnitte und finde es spannend, wie sich die taillen- und abnäherfreundlichen jungen Frauen den "fremdartigen" Silhouetten annähern.

Bis nächste Woche, dann wieder in selbst genähter Hose oder vielleicht schon in der neuen Jacke!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

anziehen, ausziehen, anziehen...

Heute trage ich die gleichen  Kleider wie vor zwei Wochen, in denen man auch Frühsport machen könnte - siehe da. Ich bin überhaupt so eine, die nicht viele Kleider braucht, aber am liebsten nur schöne. Lieblingsklamotten eben. Die könnte ich dann auch täglich tragen. Jetzt nicht gerade zwei Wochen lang, aber doch fast ständig, wenn es den Temperaturen und der Stimmung entspricht. Und soviel sei verraten: Ich leide nicht unter Stimmungsschwankungen...#

Aber heute heißt es für mich: Rein in die Klamotten, raus aus den Klamotten. Ich säume nämlich gerade meine neue rote Jacke und schwitze dabei Blut und Wasser.

Und zu der gibt es eine kleine Geschichte: Vor Jahren, als ich noch jung und schön war und noch Kleidergröße 38/40 trug, leistete ich mir einmal einen knallroten Wollmantel, der fast bodenlang war und geschnitten wie ein Bademantel - verschlusslos, Bindegürtel, Riesenkapuze. Der Mantel war auch damals außergewöhnlich und deshalb allein fand ich ihn schon schick. Allerdings hatte ich nach einiger Zeit stets die Assoziation: Ringer oder Boxer auf dem Weg zur Kampfstätte. Geht also gar nicht. Außerdem war das Teil einfach zu warm um es zu Hause als Strickjackenersatz zu tragen. Und auch zu kratzig. Aber eben so wunderschön rot...

Weil ich also den Stoff so schön finde - und sich keine modebewusste Frau in meinem Umkreis findet, die einen kratzigen Mohair-/Wollmantel tragen würde, habe ich mich auf die Suche nach einem Jackenschnitt gemacht. Gesucht war eine kurze (!) Jacke, die gefüttert sein musste. Und in der Burda 2/2012 bin ich schließlich fündig geworden:

Mit Änderungen: den trompetenförmigen Ärmel mochte ich nicht, den habe ich gerade zugeschnitten. Auch der Kragen hat mir nicht gefallen, und weil ich doch meist irgend welche Tücher oder Schals trage, habe ich den Kragen einfach weggelassen. Was mich - neben dem Futter - so gereizt hat, ist die Kellerfalte im Rücken. Die mag ich bei kurzen Jacken ausgesprochen gern.

Dies ist also meine erste gefütterte Jacke. Ich hatte da manchen Knoten im Kopf und fand die Anleitung für eine nicht ganz so geübte Schneiderin jetzt nicht sooo eindeutig oder gut verständlich... aber es wird passen.

Dies ist zur Zeit der Stand der Dinge:



Damit es nicht kratzt, habeich die Ärmelsäume mit Samt verbrämt. Das gefällt mir schon mal sehr gut.

Und ausziehen werde ich die Jacke auch gern, weil man erst dann das hübsche Futter sehen kann, das hier noch unter der Jacke hervorblitzt: strahlendes Grau mit roten und weißen stilisierten Blumen.


Leider muss ich den Saum im Bereich der Falte noch einmal neu machen, weil er da zu lang geworden ist. Das ist jetzt auch nicht mehr die Welt. Aber ich war froh über die Hilfe meiner Freundin, denn allein habe ich das nicht sehen können.

Und den rückwärtigen Teil des Futters muss ich noch säumen. Ich habe die Anleitung so verstanden, dass im Bereich der Vorderteile das Futter auf der Hälfte des Jackensaumes angenäht wird, dass das Futter im Rückenteil aber nicht fixiert wird sondern separat gesäumt. Kann das sein?



Hier beim allwöchentlichen MeMadeMittwoch präsentiert heute Juli/Kirschenkind zum letzten Mal im Jahr 2013 große und kleine, dicke und dünne, alte und junge Frauen in selbstgenähten Kleidern.
Ihr sei stellvertretend für die ganze Crew gedankt, dass es diese wunderbare Einrichtung gibt, durch die ich eine Menge gelernt habe, einige ganz tolle Frauen kennengelernt habe und die mir (fast) jeden Mittwoch viel Vergnügen und Anregung bietet. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr!

Mittwoch, 13. November 2013

Frau mit Hut

Heute war es so nebelig, dass ich "Freilandfotos" nicht zumutbar fand.


Wenn ich meine Schwester um ein Foto bitte, haben wir immer Spaß, wie man sieht.


Ich präsentiere heute mal wieder mal nichts Neues, sondern meinen Standard-Pullover in Hellgrau, wie ich ihn schon letzte Woche trug. Diesmal in Bewegung und mit (gekaufter) Bäckerhose.

Diesen meinen Lieblingshut habe ich letzten Sonntag versucht nachzufilzen - in Schwarz mit Pink. Er ist leider gar nicht so geworden, wie ich es geplant hatte. Nicht wirklich schlecht, aber halt nicht so, wie er werden sollte in meiner Vorstellung. Den führe ich demnächst mal vor.

Zum Abschied noch ein Foto ohne Gezappel - und dann gehe ich auf der MMM-Seite gucken, was die anderen gut gekleideten Frauen Tragen. Lucy, die heute moderiert, einen wunderbaren Blumenrock. Dem trage ich Rechnung, indem ich mich vor einem Foto mit Blumenhintergrund niedergelassen habe...




Mittwoch, 6. November 2013

Turtleneck

Mein heutiges Outfit kennt ihr schon.
Meinen hellgrauen Pullover von hier (dieser Hut hätte ja auch gut gepasst, wo habe ich den bloß hingepackt???), den selbstgemachten Schnitt habe ich hier vorgestellt und die rote Hose ist auch schon bekannt. Diese Hose trage ich heute zum letzten Mal. Ich habe sie schon viermal nachgenäht (nach einer gut sitzenden Kaufhose), aber diese rote hier habe ich irgendwie vermurkst.
Das passiert schon mal, weil ich mich selten konsequent an Schnittmuster halte. Hier habe ich zuerst eine üppige Nahtzugabe zugegegeben. Dann war mir die Hose dann doch zu weit und ich habe zweimal an den Längsnähten etwas abgenäht - aber die Hose sitzt hinten und vorne nicht. Sie ist bei der Weite nicht einmal bequem - man sollte es nicht glauben! Genug der Verschlimmbesserung - das Teil wird aussortiert!
Ab jetzt halte ich Ausschau nach einem leuchtend roten hosentauglichen Stoff, denn eine knallrote Hose gehört einfach immer in meinen Kleiderschrank.


Bei Frau Buntekleider habe ich neulich gelernt dass man die Kragenform heute gerne turtleneck nennt. Das erinnert mich daran, dass es früher gerne klassische Pullover mit V-Ausschnitt, mit Rollkragen oder eben auch mit "Schildkröt-Kragen" gab. Das habe ich an Pullovern nie gemocht so hoch geschlossen und eng anliegend, wie das meist war. Aber "meinen" Schildkröt-Kragen trage ich gern: schön warm im Nacken, denn da habe ich keine wärmende Speckschicht, und trotzdem leicht halsfern, wie ich es vom Tragegefühl schätze. Bei diesem Pulli hier habe ich eine Art Beleg aus anthrazitfarbenem Walk gegengenäht, so dass der Kragen mehr Stand hat als bei den übrigen Pullis nach dem gleichen Schnitt. (Bei großer Kälte passt auch noch ein Tuch rein...)


Zur Demo, WIE turtleneck-mäßig der Look des Pullovers ist, hier noch ein Foto des faltigen Halses, der den Kopf aus dem schützenden Panzer heraushebt. Wenn schon, denn schon!

Nach dem Hals sehe ich zum Beispiel immer, wenn ich das Alter meiner Mitmenschen schätzen möchte. Dieser Blickt erlaubt  höhere Trefferquoten als alles andere, so meine Erfahrung. Aber in der Regel frage ich nach, wenn es mich wirklich interessiert...


Noch eine kleine Beobachtung auf dem Weg durch den Park: Herrchen wirft seinem Hund zwecks Bewegungsförderung  oder Spaß einen Ball zum Apportieren. Und zwar gemeinerweise immer Richtung Apfelbaum, wo heute Nacht das Gros der Früchte abgefallen ist. Und der Hund muss unter all den Äpfeln seinen Ball durchaus länger suchen, obwohl der knallrot und für unsere Augen weit sichtbar da liegt. Sind Hunde farbenblind? Rot-grün-blind? Muss ich glatt mal nachschlagen... (Hinweise oder Erklärungen werden aber auch gern angenommen.)

Alte und neue - auf jeden Fall selbst geschneiderte - Kleidung sehe ich mir gleich beim heutigen MMM an, den Julia unter dem Motto "bonjour tristesse" - ein Motto, mit dem ich vor 5 Tagen auch in den November gestartet bin, was aber nicht lange vorgehalten hat. Gut so!

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Trends setzen

Man muss Trends ja nicht nachlaufen, man kann auch selbst welche setzen. Diesen Satz habe ich vor zig Jahren einmal gehört - und er hat mir gefallen. Und ist immer dann ein Ansporn gewesen, wenn ich ein bisschen Mut brauchte, etwas leicht Ungewöhnliches zu tragen.

Mit meiner schwarzen Kordhose setze ich in unserem kleinen Städtchen vielleicht einen Trend. Jedenfalls hat mich die Inhaberin des angesagtesten Modeladens ganz direkt drauf angesprochen und nach dem Label gefragt. Es hätten schon zwei Kundinnen nach einer Hose mit Rüschensaum gefragt. Hört, hört...

Für mich war die Inspiration die vielgeliebte Japanhose von Allerleirauh, die sie in diversen Varianten genäht hat. Also habe ich, als mir meine ganz gerade geschnittene Kordhose doch zu sehr Hochwasser hatte, den Entschluss gefasst, statt gefaktem Aufschlag zur Verlängerung lieber eine Rüsche anzunähen. Schließlich bin ich ja ein Mädchen, da geht Rüsche. (Ich glaube, das ist die einzige in meinem ganzen Kleiderschrank.)



Hm, Schwarz ist nicht so richtig gut zu erkennen.


Nicht mal freigestellt.


Nicht mal im Freien.


Nicht mal im Detail. Hund ist immer dabei, wenn eine Kamera gezückt wird, wie man sieht.


ABER HIER!

Ihr seht, es war eine schwere Geburt mit den Fotos. Deshalb nehme ich auch erst spät am Me Made Mittwoch teil, wo lauter selbst genähte Mode bewundert werden kann. Viel Vergnügen dabei!
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