Guten Tag, liebe Mitmacherinnen und Besucherinnen des MeMadeMittwoch!
Heute präsentiere ich - wie letztens angekündigt - meine vielgetrennte und endlich fertige grüne Hose, die x-te Hose nach dem Burdaschnitt NR. 403APLUSHW2013-DL. Ich habe den Reißverschluss innen an den Beinen weggelassen und dafür die Hosenbeine etwas weiter zugeschnitte, so dass ich auch ohne auskomme.
Die Hosensäume habe ich leicht gekrempelt, weil es mir gefällt, die andersfarbige Abseite sehen zu lassen.
Vom gleichen Material habe ich noch einen Coupon in Taubenblau/Grau bekommen.
Es handelt sich um einen Funktionsstoff für Regenmäntel. (Der Dealer meines Vertrauens ist ganz groß darin, Mustercoupons auch aktueller Kollektionen aufzutreiben "Es sind Mustercoupons aus der laufenden
Kollektion einer führenden, deutschen Marke. Es ist so viel, dass Sie davon bei uns in den
nächsten Wochen immer wieder aufs Neue, tolle Sommerstoffe entdecken
werden." ) Wenn sich die grüne Hose bewährt, gibt es demnächst die gleiche nochmal in Blau.
Als Hundehalter kann man regendichte Kleidung einfach gut gebrauchen...
Wie man sehen kann, liegt bei uns noch Schnee. Deshalb aktuell mit langer Unterhose bzw. neudeutsch: Leggins. Ein erster Blick auf die MMM-Fotos zeigt, mir, dass schon manch eine ziemlich frühlingshaft unterwegs ist. Sollte es irgendwo eine Abstimmung dafür geben, dass bitte schleunigst Frühling werde - bitte informiert mich, ich unterschreibe sofort!
seitenweise...
Dieses Blog durchsuchen
Mittwoch, 9. März 2016
Samstag, 6. September 2014
Das Gute liegt so nah.
Ich liebe afrikanische Wax-Prints. Deshalb habe ich mich mit großer Freude (und leider nur mäßigem Erfolg - Ausverkauf...) an einer Sammelbestellung in Großbritannien beteiligt. Was ich aber nicht wusste: auch hier liegt das Gute wieder mal so nah. In Köln-Kalk, Steprath Str. 18. Gestern war ich da und habe alles ansehen und fühlen können. Leider haben sie keine Website.
Was eine Farbenfreude! Und was für Motive: pinkfarbene Stöckelschuhe - ich bin wieder mal hin und weg.
Das war für mich wieder mal wie Weihnachten. Bei einem Stoff habe ich Schnappatmung bekommen und zugeschlagen. Den zeig ich später mal, denn bei mir zumindest werden diese Stoffe in Sommerkleider umgesetzt und dürfen erst noch ein bisschen ablagern...
Ein schönes Wochenende!
Was eine Farbenfreude! Und was für Motive: pinkfarbene Stöckelschuhe - ich bin wieder mal hin und weg.
Das war für mich wieder mal wie Weihnachten. Bei einem Stoff habe ich Schnappatmung bekommen und zugeschlagen. Den zeig ich später mal, denn bei mir zumindest werden diese Stoffe in Sommerkleider umgesetzt und dürfen erst noch ein bisschen ablagern...
Ein schönes Wochenende!
Mittwoch, 4. Juni 2014
Allzweck-Jacke
Heute ist es wieder mal kühl genug, dass ich meine schon mehrfach angekündigte Allzweck-Jacke einmal vorführen kann. Zusammen mit meiner aktuellen Favorit-Hose und einem uralten Seidenhemd meines vor 20 Jahren verstorbenen Vaters, das ich immer noch gern trage, weil Seide so angenehm auf der Haut ist...
Für die Jacke habe ich einen ungeliebten Kaschmirmantel zerlegt. Den habe ich wirlich nur im Dunklen getragen oder bei ganz schlimmem Wetter - weil ich ihn so spießig fand. Aber das Material ist einfach toll. Ebenfalls aufgegeben habe ich eine gern getragene Jacke aus schwerem Baumwollsamt, die abgeliebt war und farblich teilweise von der Sonne verschossen. Daraus habe ich die Ärmelaufschläge bzw. -verlängerung gearbeitet. Die vorderen Belege sind aus einem Rest von dem Hosenstoff, zu der die Jacke damit auch perfekt passt.
Der Schnitt ist der gleiche wie bei meiner rot-grünen Waschwolljacke, der sich sehr bewährt hat.
Ich freue mich, dass ich jetzt eine unaufgeregte Allzweckjacke habe, in der alte Teile weiterleben können. So was mag ich einfach...
Farblich bin ich zur Zeit auf einem Un-Farben-Trip. Braun "geht" eigentlich bei mir "gar nicht". Und jetzt liebe ich beige und braun und grau und nude. Klingt für mich irgendwie depressiv - und dabei bin ich bester Laune. Komisches Phänomen...
Ob es beim MMM farblos oder eher bunt zugeht, seht ihr HIER
Für die Jacke habe ich einen ungeliebten Kaschmirmantel zerlegt. Den habe ich wirlich nur im Dunklen getragen oder bei ganz schlimmem Wetter - weil ich ihn so spießig fand. Aber das Material ist einfach toll. Ebenfalls aufgegeben habe ich eine gern getragene Jacke aus schwerem Baumwollsamt, die abgeliebt war und farblich teilweise von der Sonne verschossen. Daraus habe ich die Ärmelaufschläge bzw. -verlängerung gearbeitet. Die vorderen Belege sind aus einem Rest von dem Hosenstoff, zu der die Jacke damit auch perfekt passt.
Der Schnitt ist der gleiche wie bei meiner rot-grünen Waschwolljacke, der sich sehr bewährt hat.
Ich freue mich, dass ich jetzt eine unaufgeregte Allzweckjacke habe, in der alte Teile weiterleben können. So was mag ich einfach...
Farblich bin ich zur Zeit auf einem Un-Farben-Trip. Braun "geht" eigentlich bei mir "gar nicht". Und jetzt liebe ich beige und braun und grau und nude. Klingt für mich irgendwie depressiv - und dabei bin ich bester Laune. Komisches Phänomen...
Ob es beim MMM farblos oder eher bunt zugeht, seht ihr HIER
Mittwoch, 14. Mai 2014
MMN Mama-made-Nähutensilien
Heute habe ich es nicht geschafft, beim MMM mitzumachen, obwohl ich dran gedacht hatte. Nächste Woche sollte es klappen, etwas Neues vorzustellen, denn ich säume gerade meine neue Jacke, die ich aus einem uralten, ungeliebten. spießigen Cashmere-Mantel nähe. Gruseliger Schnitt, aber tolles Material. Unverwüstlich und immer noch schön.
Und beim Säumen fällt mir etwas ebenso "Antikes" ins Auge, was ich immer schon mal vorführen wollte:
Und beim Säumen fällt mir etwas ebenso "Antikes" ins Auge, was ich immer schon mal vorführen wollte:
Meine Näh- und Stecknadeln steche ich in Nadelkissen, die schon meine Mutter benutz hat. Sie hat sie aus Hemdenstoffresten genäht und mit Sand aus unserem Kinder-Sandkasten gefüllt. Sie sind einfach genial im Gebrauch. Schön schwer, so dass sie beim Zuschneiden auch zum Beschweren des Stoffes dienen können. Stabil beim Einstecken der Nadeln. Und nahezu unendlich haltbar: an das rote kann ich mich noch aus meiner Kindheit erinnern, denn aus diesem Stoff hatte ich ein Blüschen. Ich glaube nicht, dass schaumstoffgefüllte Nadelkissen so lange funktionsfähig bleiben. Oder gibt es da andere Erfahrungen?
Hier gibt es schon einen kleinen Ausblick auf nächste Woche: die Belege des anthrazitfarbenen Mantels bestanden aus einem kackbraunen Wollstoff, der bei den aufgeschlagenen Ärmelabschlüssen und am Kragen stets hervorblitzte. Das gab dem ganzen so einen waidmännischen Look - einen Stil, den ich noch nie gemocht habe. Als Beleg für meine Jacke habe ich einen Rest von meinen Nadelstreifenhosen genommen. Die neuen Ärmelabschlüsse sind aus dickem Baumwollsamt. Hach, jetzt freu ich mich auf die Jacke!
Nächste Woche mehr...
Samstag, 8. März 2014
Guter Rat ist...
... teuer? ... wohlfeil zu haben?
Ich werde sehen.
Ich habe ein Faible für Seide. Als mein Mann voriges Jahr eine Einladung nach China hatte, habe ich ihn beauftragt, mir als typisch chinesisches Mitbringsel 2 Meter Seide mitzubringen. Er hatte eine chinesisch-deutsche Dolmetscherin dabei. Ich wollte einen Stoff, "den die Chinesin trägt"...
So sieht der aus:
Oder so:
Hm. Also... hm. Ich habe dann einen Unterkleid-/Nachthemdschnitt gefunden, der konvenieren würde. Und jetzt brauche ich einen guten Rat: Als Stoffempfehlung ist angegeben: quer- oder bielsastische Stoffe. Die Teile werden diagonal zugeschnitten. Geht da auch ein unelastisch gewebter Seidenstoff? Hat da jemand Erfahrung? Soll ich lieber die Finger davon lassen?
Noch habe ich etwas Zeit, denn ich habe gerade festgestellt, dass der Stoff noch gar nicht in der Wäsche war...
Diesen hier hat die Chinesin übrigens für einen Pyjama für meinen Mann geplant - da wird aber nichts draus, denn DEN reservier ich mal lieber für mich, weil er mir gut gefällt. (Tauschen wollte mein Liebster übrigens nicht...)
Allen ein sonniges Wochenende (es soll sommerlich werden!) - und ich hoffe drauf, dass bis die Stoffe getrocknet und gebügelt sind, mich hilfreiche Hinweise auf Verarbeitungsmöglichkeiten erreichen.
Nachtrag:
Ich habe an solch einen Schnitt gedacht:
Ich werde sehen.
Ich habe ein Faible für Seide. Als mein Mann voriges Jahr eine Einladung nach China hatte, habe ich ihn beauftragt, mir als typisch chinesisches Mitbringsel 2 Meter Seide mitzubringen. Er hatte eine chinesisch-deutsche Dolmetscherin dabei. Ich wollte einen Stoff, "den die Chinesin trägt"...
So sieht der aus:
Oder so:
Hm. Also... hm. Ich habe dann einen Unterkleid-/Nachthemdschnitt gefunden, der konvenieren würde. Und jetzt brauche ich einen guten Rat: Als Stoffempfehlung ist angegeben: quer- oder bielsastische Stoffe. Die Teile werden diagonal zugeschnitten. Geht da auch ein unelastisch gewebter Seidenstoff? Hat da jemand Erfahrung? Soll ich lieber die Finger davon lassen?
Noch habe ich etwas Zeit, denn ich habe gerade festgestellt, dass der Stoff noch gar nicht in der Wäsche war...
Diesen hier hat die Chinesin übrigens für einen Pyjama für meinen Mann geplant - da wird aber nichts draus, denn DEN reservier ich mal lieber für mich, weil er mir gut gefällt. (Tauschen wollte mein Liebster übrigens nicht...)
Allen ein sonniges Wochenende (es soll sommerlich werden!) - und ich hoffe drauf, dass bis die Stoffe getrocknet und gebügelt sind, mich hilfreiche Hinweise auf Verarbeitungsmöglichkeiten erreichen.
Nachtrag:
Ich habe an solch einen Schnitt gedacht:
Mittwoch, 25. September 2013
Leibchen
Neulich in Belgien musste ich mir die Zeit vertreiben, weil mein Liebster einem befreundeten Motorradfahrer die Daumen beim Rennen drücken wollte. Und Motorradrennen interessieren mich nun mal überhaupt nicht. Also schlenderte ich im benachbarten Hasselt (oder so ähnlich) über einen Trödelmarkt wo ich mich sehr beherrscht habe. 3 ganze Euros habe ich ausgegeben: einen für einen Stoffhund, der mindestens so alt ist wie ich und je einen Euro für zwei Stoffcoupons. Ich komme gerade nicht auf die richtige Bezeichnung - es waren solche Demoproben, mit denen in Deko-Läden gezeigt wird, in welchen Farben ein Stoff alles zu haben ist. Da kann ich häufig nicht widerstehen.
Diese Farbkombination war der Hauptstoff von ca. 120cm x 120cm. Das Changieren wird hervorgerufen durch zwei verschiedene Kettfäden und einen Schussfaden in einer dritten Farbe. Das gefiel mir schon mal gut.
Und wie üblich zeigten kleinere Stoffproben, in welchen Farben und Schattierungen der Stoff noch zu haben gewesen wäre. Im Laden, natürlich nicht auf dem Trödelmarkt.
Als ich zu Hause war und die einzelnen Proben auseinanderfummelte, ergriff mich leichtes Grausen: Eigentlich waren die Proben falsch rum zusammengeheftet und zeigten die linke Seite. Die rechte Seite ist ein in meinen Augen ziemlich gruseliger Möbelstoff - so gar nicht mein Geschmack:
Keine Ahnung, wie man das nennt - es ist so eine Art samtiger Flor mit schräg stehenden Fäden, also mit Strich. Ich glaube, das kann auf den Fotos gar nicht so schrecklich rüberkommen, wie es aussieht. Und dabei sind die Rückseiten SOOO schön!
Also habe ich die Abseite zur rechten Seite erklärt und mir ein Leibchen geschneidert. Ich habe schon so ein Teil, das ich gerne trage und mir immer schon mal nachschneidern wollte. Hier habe ich es also erst einmal ausprobiert und festgestellt, dass ich nur am Ausschnitt noch etwas ändern sollte.
Wer hier schon mal öfter stöbert, der weiß, dass ich gerne taillenkurze Oberteile trage. so auch hier. Nicht ganz quadratische Vorder- und Rückteile (an der Schulter ab geschrägt), die mit je einem Riegel in Taillenhöhe verbunden sind.
Hier sieht man innen die Polsterstoff-Seite blitzen. Meine Vorlage war verstürzt, was ich auch bei weiteren Exemplaren vorhabe. Bei diesem Teil hat sich das Füttern erübrigt - als Abseite finde ich die hässliche "gute Seite" ganz ok.
Hinten habe ich funktionslose Rechtecke als Dekoration aufgesteppt. Vielleicht spendiere ich mir vorne noch eine kleine Tasche - die kann man ja immer gebrauchen.
Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Leibchen, eins will ich mir noch aus einem gelben Cord nähen, der als Rest einmal übrig geblieben ist. Als Farbklecks bei sonst so leicht tristem Grau oder Schwarz würde mir das gut gefallen.
Wieder etwas überhaupt nicht Figurnahes genäht - viel kompliziertere Schnitte und gänzlich andere Designs sind heute wieder beim MMM zu bewundern. Viel Spaß dabei!
Diese Farbkombination war der Hauptstoff von ca. 120cm x 120cm. Das Changieren wird hervorgerufen durch zwei verschiedene Kettfäden und einen Schussfaden in einer dritten Farbe. Das gefiel mir schon mal gut.
Und wie üblich zeigten kleinere Stoffproben, in welchen Farben und Schattierungen der Stoff noch zu haben gewesen wäre. Im Laden, natürlich nicht auf dem Trödelmarkt.
Als ich zu Hause war und die einzelnen Proben auseinanderfummelte, ergriff mich leichtes Grausen: Eigentlich waren die Proben falsch rum zusammengeheftet und zeigten die linke Seite. Die rechte Seite ist ein in meinen Augen ziemlich gruseliger Möbelstoff - so gar nicht mein Geschmack:
Keine Ahnung, wie man das nennt - es ist so eine Art samtiger Flor mit schräg stehenden Fäden, also mit Strich. Ich glaube, das kann auf den Fotos gar nicht so schrecklich rüberkommen, wie es aussieht. Und dabei sind die Rückseiten SOOO schön!
Also habe ich die Abseite zur rechten Seite erklärt und mir ein Leibchen geschneidert. Ich habe schon so ein Teil, das ich gerne trage und mir immer schon mal nachschneidern wollte. Hier habe ich es also erst einmal ausprobiert und festgestellt, dass ich nur am Ausschnitt noch etwas ändern sollte.
Wer hier schon mal öfter stöbert, der weiß, dass ich gerne taillenkurze Oberteile trage. so auch hier. Nicht ganz quadratische Vorder- und Rückteile (an der Schulter ab geschrägt), die mit je einem Riegel in Taillenhöhe verbunden sind.
Hier sieht man innen die Polsterstoff-Seite blitzen. Meine Vorlage war verstürzt, was ich auch bei weiteren Exemplaren vorhabe. Bei diesem Teil hat sich das Füttern erübrigt - als Abseite finde ich die hässliche "gute Seite" ganz ok.
Hinten habe ich funktionslose Rechtecke als Dekoration aufgesteppt. Vielleicht spendiere ich mir vorne noch eine kleine Tasche - die kann man ja immer gebrauchen.
Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Leibchen, eins will ich mir noch aus einem gelben Cord nähen, der als Rest einmal übrig geblieben ist. Als Farbklecks bei sonst so leicht tristem Grau oder Schwarz würde mir das gut gefallen.
Wieder etwas überhaupt nicht Figurnahes genäht - viel kompliziertere Schnitte und gänzlich andere Designs sind heute wieder beim MMM zu bewundern. Viel Spaß dabei!
Sonntag, 14. April 2013
Die Spatzen . . .
. . . pfeifen es von den Dächern:

Aus dieser Seide hier nähe ich mir (wahrscheinlich) mein Standard-Shirt oder eine ähnlich gerade geschnittene Weste. Der Gag daran wird ein Rand aus den Seidenstücken, die als Farbmuster beigeheftet waren. Ich war einfach hell entzückt, als ich das Potential da auf der Musterstange entdeckt habe und freue mich schon seit fast einem Jahr auf die Umsetzung.
Die Grundfarbe ist zwar nicht so ganz die meine, aber die Farborgel begeisterte mich immer aufs Neue, wenn ich das Teil in meinem Kleiderschrank hängen sah.
Rechts kann man erkennen, dass die Farbmuster auf der Rückseite mit leichter Pappe verstärkt sind, die sich leider nicht rückstandsfrei ablösen lässt. Deshalb bleibt ein maximal 11cm x 5cm kleines Stück Stoff übrig.
Also habe ich mich entschlossen, erst mal einen Streifen herzustellen, indem ich die Fitzel aneinander-overlocke.
Danke allen fürs Daumen-Drücken, es hat prima geholfen. Die OP (Orbitabodenfraktur gerichtet) ist gut verlaufen und ich bin zuversichtlich, dass alles wieder in Ordnung kommt. Bilder stell ich mal besser nicht ein - es sieht noch leicht gruselig aus. Der Bluterguss ist gerade gelb und das steht mir überhaupt nicht.
Wegen der heutigen Temperaturen bin hab ich schon mal ein neues Projekt angefangen, wofür ich gern einen guten Rat hätte.
Als letztes Jahr ein schicker Einrichtungs- und Innenarchitekturladen in unserem Städtchen dicht gemacht hat, habe ich zugeschlagen und vier ganz unterschiedliche Stoff-Coupons erstanden. Es waren Muster, nach denen Dekorationsstoffe bestellt werden konnten. (Hier habe ich schon mal ein Pfingstrosen-Stoff vernäht.)
Aus dieser Seide hier nähe ich mir (wahrscheinlich) mein Standard-Shirt oder eine ähnlich gerade geschnittene Weste. Der Gag daran wird ein Rand aus den Seidenstücken, die als Farbmuster beigeheftet waren. Ich war einfach hell entzückt, als ich das Potential da auf der Musterstange entdeckt habe und freue mich schon seit fast einem Jahr auf die Umsetzung.
Die Grundfarbe ist zwar nicht so ganz die meine, aber die Farborgel begeisterte mich immer aufs Neue, wenn ich das Teil in meinem Kleiderschrank hängen sah.
Rechts kann man erkennen, dass die Farbmuster auf der Rückseite mit leichter Pappe verstärkt sind, die sich leider nicht rückstandsfrei ablösen lässt. Deshalb bleibt ein maximal 11cm x 5cm kleines Stück Stoff übrig.
Also habe ich mich entschlossen, erst mal einen Streifen herzustellen, indem ich die Fitzel aneinander-overlocke.
Und jetzt kommt meine Frage: Ich möchte gerne einen etwas plastischen Eindruck erzielen. Also diese "Zierleiste" mit irgend einem (leichten!) Material unterfüttern und dann an den Nahtstellen absteppen, so dass die einzelnen Farbfelder ganz leicht erhaben sind.
Was nimmt man am besten dafür?
Leicht, flexibel, kompatibel zu Seide?
Hach, was ist es schön, sich wieder um so was einen Kopf zu machen statt über die Gesundheit!
Allen einen guten Start in eine frühlingshafte Woche!
Dienstag, 23. Oktober 2012
Cap Craft Along (3)
Der nächste Termin zum Cap Craft Along ist übermorgen, aber dann werde ich keine Zeit haben zu posten und zu verlinken. Das werde ich nachholen - aber vielleicht findet die eine oder andere ja trotzdem schon mal her...
Heute also ein Bericht, wie ich meinen Western-Bestatter-Hut fabriziert habe. Und so sieht's gerade aus:
Fast fertig - nächste Woche gibt es hoffentlich ein Bild mit Garnitur...
Vorab: Einen Hut zu filzen ("nass filzen") ist einerseits leichter als befürchtet, andererseits schwerer als erhofft.
Und nochmal vorab: Es hat so viel Spaß gemacht, dass das nicht mein letztes selbst gefertigtes Modell war! Ich habe schon Pläne für einen weiteren Hut...
Zur Erinnerung: (im Cap Craft Along 2 beschrieben...)
Man fertigt sich nach den eigenen Kopfmaßen eine Schablone, beispielsweise aus der Plastikfolie vom Schweden, die zum Auslegen von Küchenschubladen gedacht ist. Die ist gut geeignet, weil sie eine ausreichende Festigkeit hat.
So sah meine aus - und ich weise direkt mal auf einen zwei Fehler hin, den die ich gemacht habe und den die ich beim nächsten Mal vermeiden werde: Ich habe so einen Knick an der Stelle, wo der Hut aufsitzen wird. Diesen Übergang vom Hutkörper zur Krempe kann man bei der Schablone besser begradigen.
Zweitens war falsch, dass die Schablone oben nicht abgerundet war. Sie sollte definitiv NICHT solche Ecken haben wie bei mir.
Für meinen ersten Hut habe ich die Wolle als Vlies gewählt. Das ist vielleicht etwas leichter als kardierte Wolle im Strang. Hat jedenfalls ganz gut geklappt. (Für den nächsten Hut nehme ich aber noch feinere Merinowolle im Strang. DIE Wolle wird dann in 4 ganz dünnen Lagen ausgelegt, die jeweils senkrecht zueinander orientiert sind.)
Links sieht man gleichmäßig ausgelegte Wolle, im rechten Bereich muss die Wolle noch etwas auseinander gezogen werden, damit es gleichmäßiger wird.
Zum Filzen braucht man später ein Kunststoff-Netz, an dem die Wolle nicht haften bleibt. Ich habe Fliegengitter für Fenster benutzt, das hatte ich noch im Haus - eignet sich prima. Man könnte auch Gardine nehmen, habe ich gehört.
Dieses Fliegengitter habe ich provisorisch mit riesigen Büroklammern befestigt, um die ausgelegte Woll-Fläche zu wenden. (Das muss man nicht so machen, war für mich nur eine Erleichterung.)
Die Menge an Wolle für eine Seite habe ich übrigens genau abgewogen: 50 Gramm braune Wolle und für den inneren Krempenrand 10 Gramm in grau. Dies hier ist die eine Seite des künftigen Hutes, auf den die Schablone draufgelegt wird und dann noch einmal spiegelbildlich die gleiche Menge Wolle.
Beim Auflegen der Wolle muss man besonders drauf achten, dass am Rand der Schablone jeweils eine Lage schön = stramm um den Rand gelegt wird. Es darf nicht zu viel Material werden, weil es sonst eine Wulst gibt. Von außen nach innen mit den Händen feststreichen.
Zwischendurch habe ich mir geholfen, indem ich alles mal mit dem Fliegengitter und Klammern fixiert habe. Eigentlich ist es nämlich ein richtiger Berg Wolle und es wird sonst etwas unübersichtlich.
Das wird gleich besser, wenn das Material leicht angefeuchtet wird.
Die Seife ist eigentlich nur ein Gleitmittel für die Hände und erleichtert das Filzen. Sie wird später ausgewaschen. Man benetzt die Wolle und drückt sie mit den Händen zusammen. Dabei macht man leichte, kreisende Bewegungen und hofft inständig, dass die Wolle doch bitte anfangen möge, aneinander zu haften.
Tut sie irgendwann.
Am Rand der Schablone streicht man nach innen. Und drückt die Fasern durch das Netz hindurch mit streichenden, kreisenden Bewegungen zusammen. Dann wendet man das in Netz eingeschlagene Wollpaket und bearbeitet die andere Seite genauso. Mit Seifenwasser benetzen
und immer wieder drüberstreichen. Irgendwann macht es "klick" - natürlich im übertragenen Sinne, und die Wolle bekommt Griff. Glücksgefühl!!!
Dann sieht es etwa so aus wie rechts. Jetzt kann man das Teil auch schon ohne Netz wenden und mit den Händen bearbeiten.
Dann hat man auch schon bald den Eindruck, das Teil wird immer kleiner und der Schablone "wird es bald zu eng". Dann wird unten an der Krempe das Paket aufgeschnitten und man kann die Folie rausnehmen.
Hier sieht man, dass die Innenseite noch nicht verfilzt ist und die graue
Wolle noch kaum verbunden mit der braunen Außenseite.
Man kann den Hut jetzt wenden und die Innenseite genau so bearbeiten: mit Seifenwasser besprühen und mit den Händen drüberstreichen, bis die Wolle "packt". Danach kann man beherzter zupacken und das Teil richtig durchkneten.
UND DAS SOLL EIN HUT WERDEN???
Jetzt ist aber noch einige Arbeit notwendig, um das Teil "klein zu kriegen". Und das ist jetzt etwas Knochenarbeit.
Walken geht so: Leicht anfeuchten, in Netz einschlagen, in Handtuch einschlagen und zusammenrollen. Feuchtigkeit rausdrücken.
Und das in jede Richtung!!! Mehrfach.
Dabei schrumpft die Wolle immer weiter zusammen und der Filz wird fester und fester. Und der Stumpen schrumpft und schrumpft - bis zu einer natürlichen Grenze. Man hört mit diesem Walken erst dann auf, wenn kein "Eingehen" mehr festzustellen ist - oder wenn eine Anprobe zeigt, dass bei weiterem Walken der Hut zu eng würde. Auch wenn die Arme lahm werden bei der ungewohnten Arbeit - diesen Bearbeitungsschritt kann man nicht groß unterbrechen. Sobald man nass arbeitet, muss man bis zum Ende durchhalten. (Frau Z. hat vorausgesagt, das dauere etwa 1 1/2 Stunden - bei mir hat es länger gedauert.)
Und das ist solche Knochenarbeit, dass ich keine Fotos davon schießen konnte. Deshalb hier etwas mehr Prosa...
Dann kommt der vorletzte Schritt: Die Seife wird gründlich ausgewaschen. Gründlich. (Sonst gibt es weiße Ränder von der Seife und sonst schäumt es irgendwann, wenn man in den Regen kommt.) Anschließend wird der Stumpen getrocknet. Darf man sogar auf der Heizung. Bei mir war noch keine Heizung an, deshalb habe ich erst mal einen Spaziergang mit dem Hund gemacht.
Und danach das Bügeleisen angeheizt. Und die Krempe plattgebügelt. Und dabei breiter und breiter gezogen. Das ging ganz leicht und hat Spaß gemacht! (Die Höhe war leider nicht mehr zu reduzieren. Hab ich halt eine Art Zylinder.) Et voilà -
In Ermangelung eines Holzkopfs, den eine Modistin jetzt nutzen würde, habe ich die Form über dem Porzellantopf (links hinter dem Hut) ausgearbeitet. Den oberen Rand habe ich mit den Fingern gekniffelt. und die Krempe gebügelt. (Rechts hinter dem Hut der Rest Seifenwasser im Sprüher) .
In der nächsten Ausgabe zeige ich noch, wie ich eine "Garnitur" zufüge um die Höhe optisch etwas zu reduzieren, ob ich evtl. noch ein Schweißband einnähen muss/will - und wie ich die Schablone für die kommenden Hüte abändere...
Und hier bei Miss Margerite könnt ihr die anderen Kopfbedeckungen bewundern... ähem, das kommt, wie eingangs gesagt, erst später... das habe ich auch aus der Ferne geschafft zu verlinken - ich lern dazu *freu*
Abonnieren
Posts (Atom)


















