Montag, 30. September 2013

Schokoladen-Onkel


(Fast) ohne Worte:



Ich war wirklich versucht, Schokolade zu kaufen. Das Argument hatte mich überzeugt. Es bleibt bloß in Ermangelung von Nichten und Neffen die Frage: Für wen?

Sonntag, 29. September 2013

Klöppeln

Was bewundere ich immer die Kunstfertigkeit, die Sorgfalt und die Ordnungsliebe von Klöpplerinnen! Und die Geduld natürlich. Ich bin wirklich immer fasziniert, wenn ich beim Klöppeln zuschauen kann.






Aber was fängt man bloß mit einer Spitzentorte an?


Mittwoch, 25. September 2013

Leibchen

Neulich in Belgien musste ich mir die Zeit vertreiben, weil mein Liebster einem befreundeten Motorradfahrer die Daumen beim Rennen drücken wollte. Und Motorradrennen interessieren mich nun mal überhaupt nicht. Also schlenderte ich im benachbarten Hasselt (oder so ähnlich) über einen Trödelmarkt wo ich mich sehr beherrscht habe. 3 ganze Euros habe ich ausgegeben: einen für einen Stoffhund, der mindestens so alt ist wie ich und je einen Euro für zwei Stoffcoupons.  Ich komme gerade nicht auf die richtige Bezeichnung - es waren solche Demoproben, mit denen in Deko-Läden gezeigt wird, in welchen Farben ein Stoff alles zu haben ist. Da kann ich häufig nicht widerstehen.


Diese Farbkombination war der Hauptstoff von ca. 120cm x 120cm. Das Changieren wird hervorgerufen durch zwei verschiedene Kettfäden und einen Schussfaden in einer dritten Farbe. Das gefiel mir schon mal gut.


Und wie üblich zeigten kleinere Stoffproben, in welchen Farben und Schattierungen der Stoff noch zu haben gewesen wäre. Im Laden, natürlich nicht auf dem Trödelmarkt.

Als ich zu Hause war und die einzelnen Proben auseinanderfummelte, ergriff mich leichtes Grausen: Eigentlich waren die Proben falsch rum zusammengeheftet und zeigten die linke Seite. Die rechte Seite ist ein in meinen Augen ziemlich gruseliger Möbelstoff - so gar nicht mein Geschmack:


Keine Ahnung, wie man das nennt - es ist so eine Art samtiger Flor mit schräg stehenden Fäden, also mit Strich. Ich glaube, das kann auf den Fotos gar nicht so schrecklich rüberkommen, wie es aussieht. Und dabei sind die Rückseiten SOOO schön!

Also habe ich die Abseite zur rechten Seite erklärt und mir ein Leibchen geschneidert. Ich habe schon so ein Teil, das ich gerne trage und mir immer schon mal nachschneidern wollte. Hier habe ich es also erst einmal ausprobiert und festgestellt, dass ich nur am Ausschnitt noch etwas ändern sollte.


Wer hier schon mal öfter stöbert, der weiß, dass ich gerne taillenkurze Oberteile trage. so auch hier. Nicht ganz quadratische Vorder- und Rückteile (an der Schulter ab geschrägt), die mit je einem Riegel in Taillenhöhe verbunden sind.

Hier sieht man innen die Polsterstoff-Seite blitzen. Meine Vorlage war verstürzt, was ich auch bei weiteren Exemplaren vorhabe. Bei diesem Teil hat sich das Füttern erübrigt - als Abseite finde ich die hässliche "gute Seite" ganz ok.

Hinten habe ich funktionslose Rechtecke als Dekoration aufgesteppt. Vielleicht spendiere ich mir vorne noch eine kleine Tasche - die kann man ja immer gebrauchen.


Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Leibchen, eins will ich mir noch aus einem gelben Cord nähen, der als Rest einmal übrig geblieben ist. Als Farbklecks bei sonst so leicht tristem Grau oder Schwarz würde mir das gut gefallen.

Wieder etwas überhaupt nicht Figurnahes genäht - viel kompliziertere Schnitte und gänzlich andere Designs sind heute wieder beim MMM zu bewundern. Viel Spaß dabei!

Dienstag, 10. September 2013

Sommer ade

So, hiermit ist auch für mich der Sommer vorbei!


Ganz so schlimm ist es noch nicht - das Foto ist vom letzten Jahr. Aber usselig kalt ist es heute auch bei uns. Das habe ich zum Anlass genommen, meine hochsommerliche Garderobe fortzupacken. Und siehe da - ich habe fast optimal gearbeitet. Nur zwei Afrika-Kleider sind gebügelt, aber ungetragen und werden so weggefaltet. Dank des genialen "Schnittes" überhaupt kein Problem - weder das Bügeln, noch das Zusammenfalten.





Ich mag diese wunderbaren Baumwolldrucke nach wie vor sehr und bei großer Hitze sind diese Gewänder (fast) unübertroffen luftig.
Aber dank MMM und freundlicher Ermutigung wohlgesonnener Leserinnen dieser Seite hier trage ich inzwischen in den heißen Sommermonaten eher europäisch anmutende Modelle. Hier noch einmal das Modell dieses Sommers 2013 (das heute auch in die Wäsche und anschließend  in die Tiefen des Kleiderschrankes verschwindet).


Auf in den Herbst - da habe ich auch schon hübsche Pläne, auch wenn es kein Kostüm geben wird...

Schönsten Herbst allerseits!

Mittwoch, 4. September 2013

lehrreich

Uff, was war das heute eine schwere Geburt. Meist drücke ich auf meinem Weg zum Mittwochsmarkt einer anderen Hundehalterin im Park die Kamera in die Hand und habe mein Foto. Diesmal war es in Ermangelung einer Bekannten, einer Hundehalterin oder einer anderen geeigneten Fotografin - heute waren nur gestresst wirkende Mütter unterwegs - ein netter alter Herr, den ich täglich auf der Parkbank sitzen sehe.

Eigentlich wollte ich ja nie mehr Fotos von Männern machen lassen, weil die so gern "von oben herab" fotografieren, und das ist einfach sehr unvorteilhaft für die Optik - muss ja nicht sein. Diesmal musste es sein und ich konnte den Herrn ja bitten, auf seiner Bank sitzen zu bleiben. Trotzdem:  dieses war das einzige überhaupt brauchbare Foto - seht selbst.



Ich hab die Sonne auf meinem Bauch nicht gesehen - und der Fotograf sagte nichts... Da habe ich im Kaufhaus und zu Hause noch ein paar Fotos selbst geschossen, aber das ist ja auch immer suboptimal. Zum Kleid:


Der Schnitt ist aus einer Burda vom April 2000. So lange habe ich schon im Kopf, dieses Kleid einmal zu schneidern - da sieht man, was ich manchmal für eine lange Leitung habe. Wie gut, dass ich nie mit der Mode gehe... Ich habe mir notiert, dass es eine Nummer 136 von S. 46 ist, aber ich konnte bei Burdastyle das Modell nicht mehr finden, um es hier vorzustellen. (Edit: Dank hilfreicher Unterstützung könnt ihr, wenn ihr mögt, hier links unten oder hier rechts in der Mitte das Modell im Original und Schnittmuster ansehen.)
Dieses ist ein ausgesprochenes Probeteil mit noch mehreren Mängeln, aber jetzt weiß ich, was ich demnächst besser mache. Der Schnitt ist nämlich toll für mich.
Das Rockteil wird im Vorderteil durch 4 Abnäher auf eine leichte O-Form gebracht. (s. Foto links unten). Ab etwa Kniehöhe ist ein Streifen angebracht, der sich weiter zum Saum hin verjüngt. Im Rücken besteht dieser Streifen aus zwei Teilen, das Kleid ist also bis in die Kniekehlen hoch geschlitzt. Gehen - auch mit großen Schritten - ist also gar kein Problem.
Was ich nächsens anders mache?
1. keinen Hosenstoff nehmen! Diese gecrachte Baumwolle war ursprünglich von mir als Stoff für eine Sommerhose geplant. Als Hose wär auch alles gut gegangen - so ist es mir leicht unangenehm auf der Haut, weil - da hätte ich ja auch vorher drauf kommen können - natürlich wegen der Crach-Optik ein Kunstfaden enthalten ist. Das ist mir auch bei nur geringen Anteilen nie so richtig angenehm. (Als ich 40 wurde, habe ich mir geschworen: Neues nur noch aus Samt und Seide! Daran sollte ich mich mal wieder erinnern!)
2. An die Nahtzugaben denken! Hier habe ich die Vorder- und Rückenteile ohne zugeschnitten. Das fiel mir natürlich SOFORT auf, NACHDEM die Teile zugeschnitten vor mir lagen. DAS sollte passen??? Also habe ich beidseitig einen 3 cm breiten Streifen erst mit Biesen versehen (damit es wie ein Design-Element wirken möge) und seitlich eingesetzt (s. mittleres Foto unten). Beim verwendeten Stoff fällt es kaum auf.
3. Das Oberteil 2 Nummern kleiner zuschneiden, damit der Ärmel richtig sitzt. Wenn ich das Oberteil in der Schulter passend zuschneide und zur nicht mehr vorhandenen Taille hin auf 2 Größen größer fortlaufend erweitere, sollten mir solche Kleider fürderhin passen. Hab ich mir jetzt so ausgerechnet.

Mit den geplanten Änderungen werde ich mir dieses Kleid sicherlich noch einmal machen, und zwar aus einem uni Leinen. Dann kommen die Steppnähte auch als Designelement besser zu Geltung. Dieses Kleid könnte ich mir sogar für die kalte Jahreszeit vorstellen, obwohl ich da eigentlich ungern Röcke und Kleider trage: Ich hasse Nylonstrümpfe und Schuhe mit Absätzen. Das heißt, sobald die Temperaturen zu niedrig für nackte Beine sind, sind bei mir (bisher) Hosen angesagt. Aber wie man an der Klammer sieht, bin ich schon ins Grübeln gekommen.

Beim heutigen MMM kann man beobachten, wer noch hochsommerlich gekleidet ist - bei uns sind es heute gefühlte 30 Grad - oder wer, wie die Gastgeberin Catherine schon herbstlich gestimmt ist. Aber ehrlich: kniehohe Bikerstiefel finde ich bei den hier herrschenden Temperaturen eher fehl am Platz. Und zu meinem Kleid bräuchte ich auch andere Schuhe/Stiefel. Hach, immer dieses Schuh-Problem!!!
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