Ich lese gerade ein wundervoll poetisches Buch: "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger. Das ist vor 2 Jahren schon als Film mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle in in den Kinos gewesen - und ich habe es gar nicht mitbekommen, obwohl der mir eigentlich immer auffällt...
Hier folgt jetzt keine Buchbesprechung, sondern nur ein kleiner Absatz von Seite 72, wo die 94jährige Margueritte (bibliophile Akademikerin) dem eher schlichten Analphabeten Germaine sein erstes Buch schenkt:
Ich habe mich bedankt und gesagt, dass es nett von ihr wäre. Und dass ich mich freute.
Sie hat gelächelt. "Die Freude ist ganz auf meiner Seite, Germain, glauben Sie mir! Man darf Bücher nicht egoistisch lieben, Bücher genauso wenig wie alles andere. Wir sind nur auf Erden, um Dinge weiterzugeben, wissen Sie... Zu lernen, seine Spielsachen zu teilen, ist wahrscheinlich die wichtigste Lektion, die man sich im Leben aneignen muss. ..."
Hach, ich habe heute eine wichtige Lektion gelernt. Und weil ich meine Spielsachen fürderhin teilen will, empfehle ich das Buch weiter...
seitenweise...
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Mittwoch, 21. November 2012
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Stick-Inspiration
Auf Wunsch von Immi zeige ich hier einmal gerne, wie und warum ich den am MMMittwoch gezeigten Schal bestickt habe.
Es geht hierum:
Rechts oben seht ihr meinen grau-grauen Schal mit Paisleymuster (bei Kunstlicht aufgenommen - das Hintergrundbild zeigt die echten Farben). Unten sind Vorder- und Rückseite vergrößert und man kann erkennen, dass ich ein Element in unterschiedlchen Farben nachgestickt habe.
Und zwar mit einem Kettelstich, das ist die Nummer 2 auf dem folgenden Foto:
Und wie ich drauf gekommen bin, muss ich auch noch kurz erzählen. Kennt ihr so was? Bisher nur aus der Presse und neulich in Wuppertal auf dem Laurentiusplatz entdeckt: ein offener Bücherschrank. Da musste ich gleich mal neugierig nachsehen, wie das so organisiert ist - und was entdecke ich unten links? Ein Handarbeitsbuch aus von 1970. Man sieht, Eulen waren schon mal modern - es kommt alles wieder, wie schon meine Mutter zu sagen pflegte.
Und das Buch fand ich so inspirierend, dass ich ein paar Fotos auch zeigen möchte - für mich sind es ganz witzige Erinnerungen an meine Jugend.
Unten die Kissenmotive sind ja schon nett, aber ist die Präsentation nicht der Knaller? Züchtig geschlossenen Mädchenbeine in roten Schuhen auf dem Fußboden ausgestreckt - neben einer Langspielplatte (das ist die große schwarze Vinylscheibe, die der übliche Tonträger vor CDs und MP3-Playern war.)
Tischläufer waren ganz aktuell und gerne auch Tischdecken im Dekor der damals üblichen Steingutt-Services. Es gab aber auch Ideen für "Teens und Twens", nämlich dem Zeitgeist entsprechend: bestickte Gitarrenbänder ! Wie gut, dass mein Liebster damals Schlagzeug und Keyboards spielte. Diese Instrumente benötigten so was nicht.
Jedenfalls hat mir das Buch so viel Spaß gemacht, dass ich mich daran gemacht habe, eine Idee umzusetzen, die mir immer wieder gekommen ist, wenn mir beim Aufräumen das Stickgarn in die Hände fiel. Der Himmel weiß, von wem ich das mal geerbt habe...
Mein Schal jedenfalls ist jetzt unverwechselbar.
Es geht hierum:
Rechts oben seht ihr meinen grau-grauen Schal mit Paisleymuster (bei Kunstlicht aufgenommen - das Hintergrundbild zeigt die echten Farben). Unten sind Vorder- und Rückseite vergrößert und man kann erkennen, dass ich ein Element in unterschiedlchen Farben nachgestickt habe.
Und zwar mit einem Kettelstich, das ist die Nummer 2 auf dem folgenden Foto:
Und das Buch fand ich so inspirierend, dass ich ein paar Fotos auch zeigen möchte - für mich sind es ganz witzige Erinnerungen an meine Jugend.Unten die Kissenmotive sind ja schon nett, aber ist die Präsentation nicht der Knaller? Züchtig geschlossenen Mädchenbeine in roten Schuhen auf dem Fußboden ausgestreckt - neben einer Langspielplatte (das ist die große schwarze Vinylscheibe, die der übliche Tonträger vor CDs und MP3-Playern war.)
Tischläufer waren ganz aktuell und gerne auch Tischdecken im Dekor der damals üblichen Steingutt-Services. Es gab aber auch Ideen für "Teens und Twens", nämlich dem Zeitgeist entsprechend: bestickte Gitarrenbänder ! Wie gut, dass mein Liebster damals Schlagzeug und Keyboards spielte. Diese Instrumente benötigten so was nicht.
Jedenfalls hat mir das Buch so viel Spaß gemacht, dass ich mich daran gemacht habe, eine Idee umzusetzen, die mir immer wieder gekommen ist, wenn mir beim Aufräumen das Stickgarn in die Hände fiel. Der Himmel weiß, von wem ich das mal geerbt habe...
Mein Schal jedenfalls ist jetzt unverwechselbar.
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