Mittwoch, 26. Februar 2014

rot-grüne Jacke

Anregung für meine neue Walkjacke war die Schnittbesprechung vom Geburtstagskind der Woche. Auch auf dem Blog Siebensachen-zum-Selbermachen habe ich den Schnitt gesehen und die Jacke hat mir gut gefallen. Ich hätte mal besser besser aufgepasst: Da wurde doch beschrieben, dass die Ärmel eher etwas zu lang sind...


Gefallen hat mir am Schnitt besonders die Kragen-/Ausschnittlösung. Hinten schön hochgeschnitten, dass der Nacken gewärmt wird, vorn gefällig gerundet. Die Abnäher habe ich etwas höher gesetzt, als es im Schnitt vorgeschlagen wird. Das haben mir meine beiden Freundinnen, die mir die Biesen abgesteckt haben, so geraten.

Auf den Schnitt wurde ich natürlich erst aufmerksam, als es die Ottobre-Ausgabe (5/13?) im Handel nicht mehr gab. Oder nur auf Umwegen. Hiermit singe ich ein Lob auf die solidarische Näh-Gemeinschaft in nah und fern: Ich konnte unter mehreren Hilfsangeboten wählen! Danke euch allen! Besonders Bele, die gar nicht erst auf den Kölner Nähstammtisch wartete, sondern mir das Heft vorab schon zuschickte.



Genäht habe ich das gute Stück aus zwei Walkresten. Von diesem Pullover und von diesem Mantel. Meine Freundin näht aus solchen Reststücken ihren Töchtern Miniröcke. In Ermangelung von minirocktragenden Töchtern komme ich so zu einer winterwarmen Wolljacke. Farblich brutal Etwas unüblich geteilt in vorne grün, hinten rot. Ich überlege jeden Morgen, welche Brillenbügel ich wählen soll - ich habe nämlich auch grüne...


Heute finde ich schon den ganzen Tag niemanden, den ich um ein Foto bitten könnte/wollte. Dass es auch bessere Fotos gibt. Jetzt sind auch ein paar vorzeigbare Fotos bei Tageslicht gelungen. Die Jacke gefällt mir gut und ich werde noch eine leichtere Variante davon nähen. Etwas unschlüssig bin ich noch beim Verschluss. Vorgesehen sind Haken und Öse - aber vielleicht bleibt sie auch ganz ohne...

Anregungen hole ich mir - wie jeden Mittwoch - beim MMM, der heute von Lucy moderiert wird.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Ostasiatische Jacke

Rote Chrysanthemen - ich konnte einfach nicht widerstehen. Diesen Coupon habe ich entdeckt und mich gleich verliebt, obwohl der Grundton des Stoffes Braun ist. Und Braun ist so gar nicht meine Farbe. Mir schwebte sofort eine "asiatische Jacke" vor Augen - wenn denn mal Zeit ist...


Ich habe sogar kurz überlegt, ob ich die linke, grüne Seite verarbeiten will, aber da sind die Blüten so fad. Also nein. Und bei genauerem Hinsehen sind es gar keine Chrysanthemen, was man gut an den Blättern erkennt: Rosen. Handtellergroße, üppige Rosen. Passt stilistisch trotzdem zum Plan, habe ich beschlossen.


Dann gab es zwei glückliche Fügungen in meinem Leben Alltag: Alex rief zu einer spannenden Aktion auf: Nix für Lemminge. Da gibt es inspirierende Recherchen zu koreanischen Jeogori und anderen koreanischen, chinesischen oder mongolischen Jacken. UND: in der vielgeschmähten Januarausgabe der Burda gab es einen einfachen Jackenschnitt in meiner ungefähren Größe, der mich ansprach wegen der Kragenlösung:


Blöd - das Bild bekomme ich jetzt  nicht mehr gedreht - bitte einfach einmal den Kopf nach rechts drehen.

Diese Jacke sollte es sein.  Beim Zuschnitt hatte ich leichtes Herzklopfen. Der Rapport ist schon beachtlich groß. Wo die Rosen platzieren? Wird der Stoff dann reichen? - Entwarnung: Alles easy geklappt. Und die Jacke war auch recht flott genäht. Nachdem ich kurzzeitig einen Knoten im Hirn hatte ("Welche Seite welchen Kragenteils jetzt an den Besatz? Welche an den Beleg? Hoffentlich muss ich nicht trennen..."). Fertig bis auf eine Kleinigkeit, für die ich gerne eure Tipps hätte:


Als ich so an mir runtersah, stellte ich mit Erschrecken fest, dass das rechte Vorderteil 1,5 cm zu lang ist! Wie konnte das denn passieren? Aber dann hat mich der Blick auf die Schemazeichung beruhigt: Ich habe akkurat gearbeitet. Wenn die Jacke so wie vorgesehen geschlossen wird, ist alles im Lot. Für den Verschluss suche ich noch eine Lösung. Die vorgeschlagenen Posamentenverschlüsse gefallen mir nicht so. Hat jemand eine bessere Idee?

Und noch ein Detail habe ich geändert - wie gut, dass wir individuell angepasst nähen können! Bei der Jacke waren keine Taschen vorgesehen. Und das geht bei mir gar nicht. Ich will die ja gar nicht vollstopfen. Aber wenigstens den Hausschlüssel und ein Taschentuch muss ich unterbringen können, ohne eine Handtasche mitnehmen zu müssen. Also habe ich mir vorne in den Saum eine Reißverschlusstasche reingebastelt:


Zum Abschluss der Präsentation noch eine gymnastische Übung, die mein Schwesterherz mir beim Fotografieren gern abverlangt und die mein Foto-Progamm automatisch zusammenstellt. Wie man sehen kann: Volle Beweglichkeit ist auch in dieser Jacke garantiert. Wichtig für mich!


Und natürlich der Hinweis darauf, dass man bei Catherine sehen kann, wer alles beim heutigen MeMadeMittwoch mitmacht. Sehr sehenswert, ihr Winterkostüm! Und all die anderen...

Dienstag, 4. Februar 2014

Seidene Strümpfe?

Immer wenn ich an diesem "Vorgarten" vorbeigehe, habe ich den Eindruck, da hat jemand  eine Schachtel mit seidenen Strümpfen ausgeleert...



Sehen diese Pilze nicht wirklich wie zusammengeknüllte Strumpfhosen aus?  Ich muss immer zweimal hinschauen...
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