Montag, 5. November 2012

Cap Craft Along (4)


Voilà, hier isser


Erst mochte ich ihn ja nicht so recht, irgendwie erschien er mir zu hoch.


Orientiert hatte ich mich nämlich an meinem geliebten gestreiften Hut. Aber beim Filzen habe ich festgestellt: Die Streifen sind wahrscheinlich trocken aufgefilzt worden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so regelmäßige Streifen nass gefilzt wurden. Also hab ich erst mal uni gefilzt, nur die Krempeninnenseite ist hellgraue Wolle. Die schlägt an der Krempe auch ganz leicht durch, was mich optisch aber nicht stört. Zurerst habe ich analog zum roten Filzband des schwarzen Hutes eine grüne Filzrolle für den braunen gefertigt - hat mir aber nicht so gut gefallen.


Dann habe ich bei einem Handwerkerstand auf der Spielemesse in Essen eine ganze Reihe hoher Hüte entdeckt und festgestellt, dass die schon ihren Charme haben. Zwar sind das alles Herrenhüte im Stil der frühen Industriealisierung - aber ich seh ja auch nicht aus wie ein Mädchen...


 Also habe ich mich dran gemacht, aus der Unfall-Lederjacke meines Liebsten, aus der ich schon diese Stulpen hergestellt habe, ein breites Lederband herzustellen.  Ich finde, dieses wunderbar weiche Leder passt vom Stil her gut. Das Hutband besteht aus dem abgetrennten Bündchen des Blouson, so dass es leicht zu nähen war (per Hand in den vorgegebenen Steppnähten).


Und dann wurde ich übermütig und habe mich auf Federschmuck gespitzt. Die Federn in meinem Fundus von Dingen, die man bestimmt noch mal brauchen kann, habe ich zusammengebunden und mit einer Sicherheitsnadel versehen. So kann ich den Federschmuck auch wieder entfernen oder wechseln.


Und weil ich das mit der eigentlich missglückten Höhe nicht so auf sich beruhen lassen wollte, habe ich gleich noch einen zweiten Hut gefilzt: Ich habe von der Schablone oben 7 cm abgeschnitten und einen uni grauen Hut gefertigt, der in der Kopfform jetzt schön rund geworden ist, wie ich es ursprünglich haben wollte. Beim Aufschneiden der Hohlform habe ich etwas viel abgeschnitten. Die Form ist ganz ok so, aber eigentlich mag ich eine etwas breitere Krempe lieber. Die Farbe ist in echt ungefähr tirolerhutgrau, der seltsame Braunton kommt vom Kunstlicht. Für diesen Hut habe ich nur 100 g Wolle genutzt.
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich nassfilzen besser finde als strickfilzen. Beim Strickfilzen braucht man meiner (schlechten) Erfahrung nach deutlich mehr Gramm an Wolle, was den Hut einfach zu schwer macht. Mein erster Strickfilz-Hut fühlte sich an wie ein Helm und landetet in der Tonne. Außerdem ließ die Form sich nicht so gut ausarbeiten, so dass ich einen etwas unförmigen Topfhut als Resultat hatte. (Aber möglicherweise sind andere da geschickter...)



So, jetzt weiß ich, wie es geht. Ich mach mir bestimmt noch welche, denn ich trage gerne Hüte.

Ich fasse noch einmal zusammen, was man meiner Erfahrung nach dafür braucht:


  • Einen stabilen Tisch (Arbeitsplatte), den man z.B. mit einem Wachstuch vor Feuchtigkeit schützen kann.
  • 100 bis 120 g Filzwolle (als Vlies oder kardiert=gekämmt)
  • Schablone, z.B. aus Noppenfolie oder Folie zum Auslegen von Küchenschubladen
  • Wasser (warm ist angenehmer, muss aber nicht sein) gern aus einer Sprühflasche - mit Seife versetzt
  • Seife, z.B. Olivenseife oder auch Kernseife, Schmierseife soll auch funktionieren (muss auf jeden Fall nach dem Filzen ausgewaschen werden)
  • Nylongewebe (Fliegengitter, dichte Gardine o.ä.), damit die Wolle nicht an das Handtuch filzt
  • Schere zum Aufschneiden an der Hutkrempe, wenn die Wolle angefilzt ist und über der Schablone zu spannen beginnt
  • Frotteehandtuch zum Walken
  • Bügeleisen zum Ausformen
  • Kopfmodell, Schüssel oder irgendetwas Geeignetes, um den Stumpen darüber auszuformen (da werde ich mir noch was basteln...)
  • ggf. Hutband oder Schmuck zur Zierde, ggf. Schweißband - das habe ich aber nicht eingenäht, lässt sich aber gut aus Ripsband fertigen und mit der Hand einnähen, wenn gewünscht.
Im Grunde geht es ziemlich flott, so einen Hut herzustellen. Am aufregendsten waren für mich die ganzen Vorüberlegungen und die Überwindung, wirklich mal anzufangen. Deshalb bin ich Miss Margerite echt dankbar - ich weiß nicht, ob ich mich ohne diese Cap-Craft-Along-Aktion überhaupt drangemacht hätte. Wolle hatte ich nämlich schon letztes Jahr gekauft. Die muss ich jetzt mal suchen für einen dritten Hut...

Wichtig ist sorgfältiges Auslegen der Wolle und sauberes Arbeiten am Rand der Schablone. Sobald man mit Wasser zu arbeiten beginnt, kann man die Arbeit nicht mehr unterbrechen. Dann muss man durchhalten bis die Form einigermaßen stimmt. Dann nur noch die Seife auswaschen und trocknen lassen. 
Bei mir hat das Filzen und Walken ungefähr 3 Stunden gedauert, aber ich denke, mit etwas Routine wird es schneller gehen.
Jedenfalls hat mir die Aktion Spaß gemacht und von dem Ergebnis bin ich ganz angetan. Die Regenprobe haben beide Hüte schon bestanden - und ich mag die Blicke der Frauen auf der Straße! 

Kein großes Ding - also nur Mut, wenn jemand auch gern einen selbst gefilzten Hut haben möchte. Falls jemand konkrete Fragen zur Herstellung hat, beantworte ich die gerne noch... Und hier  bei Hella gibt es heute die übrigen fertigen Caps zu bewundern - und natürlich Hellas coole blaue Schiebermütze... 


Dienstag, 23. Oktober 2012

Cap Craft Along (3)


Der nächste Termin zum Cap Craft Along ist übermorgen, aber dann werde ich keine  Zeit haben zu posten und zu verlinken. Das werde ich nachholen - aber vielleicht findet die eine oder andere ja trotzdem schon mal her...

Heute also ein Bericht, wie ich meinen Western-Bestatter-Hut fabriziert habe. Und so sieht's gerade aus:

Fast fertig - nächste Woche gibt es hoffentlich ein Bild mit Garnitur...

Vorab: Einen Hut zu filzen ("nass filzen") ist einerseits leichter als befürchtet, andererseits schwerer als erhofft.
Und nochmal vorab: Es hat so viel Spaß gemacht, dass das nicht mein letztes selbst gefertigtes Modell war! Ich habe schon Pläne für einen weiteren Hut...

Zur Erinnerung: (im Cap Craft Along 2 beschrieben...)


Man fertigt sich nach den eigenen Kopfmaßen eine Schablone, beispielsweise aus der Plastikfolie vom Schweden, die zum Auslegen von Küchenschubladen gedacht ist. Die ist gut geeignet, weil sie eine ausreichende Festigkeit hat.

So sah meine aus - und ich weise direkt mal auf einen zwei Fehler hin, den die ich gemacht habe und den die ich beim nächsten Mal vermeiden werde: Ich habe so einen Knick an der Stelle, wo der Hut aufsitzen wird. Diesen Übergang vom Hutkörper zur Krempe kann man bei der Schablone besser begradigen.
Zweitens war falsch, dass die Schablone oben nicht abgerundet war. Sie sollte definitiv NICHT solche Ecken haben wie bei mir.


 Dann belegt man die Schablone schön gleichmäßig mit Filzwolle. Für einen Hut mit breiter Krempe braucht man etwa 120 Gramm, eher weniger. Der fertige Hut soll ja nicht zu schwer werden - Helme filzen wäre eine andere Aufgabe...

Für meinen ersten Hut habe ich die Wolle als Vlies gewählt. Das ist vielleicht etwas leichter als kardierte Wolle im Strang. Hat jedenfalls ganz gut geklappt. (Für den nächsten Hut nehme ich aber noch feinere Merinowolle im Strang. DIE Wolle wird dann in 4 ganz dünnen Lagen ausgelegt, die jeweils senkrecht zueinander orientiert sind.)

 Jetzt kommen ein paar Fotos zur Illustration der aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte.

Links sieht man gleichmäßig ausgelegte Wolle, im rechten Bereich muss die Wolle noch etwas auseinander gezogen werden, damit es gleichmäßiger wird.

Zum Filzen braucht man später ein Kunststoff-Netz, an dem die Wolle nicht haften bleibt. Ich habe Fliegengitter für Fenster benutzt, das hatte ich noch im Haus - eignet sich prima. Man könnte auch Gardine nehmen, habe ich gehört.

 Dieses Fliegengitter habe ich provisorisch mit riesigen Büroklammern befestigt, um die ausgelegte Woll-Fläche zu wenden. (Das muss man nicht so machen, war für mich nur eine Erleichterung.)
 Die Menge an Wolle für eine Seite habe ich übrigens genau abgewogen: 50 Gramm braune Wolle und für den inneren Krempenrand 10 Gramm in grau. Dies hier ist die eine Seite des künftigen Hutes, auf den die Schablone draufgelegt wird und dann noch einmal spiegelbildlich die gleiche Menge Wolle.
 Beim Auflegen der Wolle muss man besonders drauf achten, dass am Rand der Schablone jeweils eine Lage schön = stramm um den Rand gelegt wird. Es darf nicht zu viel Material werden, weil es sonst eine Wulst gibt. Von außen nach innen  mit den Händen feststreichen.
Zwischendurch habe ich mir geholfen, indem ich alles mal mit dem Fliegengitter und Klammern fixiert habe. Eigentlich ist es nämlich ein richtiger Berg Wolle und es wird sonst etwas unübersichtlich.
Das wird gleich besser, wenn das Material leicht angefeuchtet wird.



 Jetzt wird es spannend: Die Wolle wird (durch das Netz) mit Seifenwasser angesprüht. Ich habe etwas Olivenseife (Schmierseife geht auch, aber Olivenseife ist bessere Pflege für die Hände...) in einen Wäsche- oder Blumensprüher mit warmem Wasser gegeben. Das Wasser dürfte aber auch kalt sein.
 Die Seife ist eigentlich nur ein Gleitmittel für die Hände und erleichtert das Filzen. Sie wird später ausgewaschen. Man benetzt die Wolle und drückt sie mit den Händen zusammen. Dabei macht man leichte, kreisende Bewegungen und hofft inständig, dass die Wolle doch bitte anfangen möge, aneinander zu haften.
 Tut sie irgendwann.
Am Rand der Schablone streicht man nach innen. Und drückt die Fasern durch das Netz hindurch mit streichenden, kreisenden Bewegungen zusammen. Dann wendet man das in Netz eingeschlagene Wollpaket und bearbeitet die andere Seite genauso. Mit Seifenwasser benetzen
 und immer wieder drüberstreichen. Irgendwann macht es "klick" - natürlich im übertragenen Sinne, und die Wolle bekommt Griff. Glücksgefühl!!!
Dann sieht es etwa so aus wie rechts. Jetzt kann man das Teil auch schon ohne Netz wenden und mit den Händen bearbeiten.
 Dann hat man auch schon bald den Eindruck, das Teil wird immer kleiner und der Schablone "wird es bald zu eng". Dann wird unten an der Krempe das Paket aufgeschnitten und man kann die Folie rausnehmen.
Hier sieht man, dass die Innenseite noch nicht verfilzt ist und die graue
Wolle noch kaum verbunden mit der braunen Außenseite.
Man kann den Hut jetzt wenden und die Innenseite genau so bearbeiten: mit Seifenwasser besprühen und mit den Händen drüberstreichen, bis die Wolle "packt". Danach kann man beherzter zupacken und das Teil richtig durchkneten.




 Wenn es so weit ist, hat der Filz eine hinreichende Festigkeit, dass man das Teil mal anprobieren kann.

UND DAS SOLL EIN HUT WERDEN???
Jetzt ist aber noch einige Arbeit notwendig, um das Teil "klein zu kriegen". Und das ist jetzt etwas Knochenarbeit. 
Walken geht so: Leicht anfeuchten, in Netz einschlagen, in Handtuch einschlagen und zusammenrollen. Feuchtigkeit rausdrücken.
Und das in jede Richtung!!! Mehrfach.

Dabei schrumpft die Wolle immer weiter zusammen und der Filz wird fester und fester. Und der Stumpen schrumpft und schrumpft - bis zu einer natürlichen Grenze. Man hört mit diesem Walken erst dann auf, wenn kein "Eingehen" mehr festzustellen ist - oder wenn eine Anprobe zeigt, dass bei weiterem Walken der Hut zu eng würde. Auch wenn die Arme lahm werden bei der ungewohnten Arbeit - diesen Bearbeitungsschritt kann man nicht groß unterbrechen. Sobald man nass arbeitet, muss man bis zum Ende durchhalten. (Frau Z. hat vorausgesagt, das dauere etwa 1 1/2 Stunden - bei mir hat es länger gedauert.)

Und das ist solche Knochenarbeit, dass ich keine Fotos davon schießen konnte. Deshalb hier etwas mehr Prosa...

Dann kommt der vorletzte Schritt: Die Seife wird gründlich ausgewaschen. Gründlich. (Sonst gibt es weiße Ränder von der Seife und sonst schäumt es irgendwann, wenn man in den Regen kommt.) Anschließend wird der Stumpen getrocknet. Darf man sogar auf der Heizung. Bei mir war noch keine Heizung an, deshalb habe ich erst mal einen Spaziergang mit dem Hund gemacht. 
Und danach das Bügeleisen angeheizt. Und die Krempe plattgebügelt. Und dabei breiter und breiter gezogen. Das ging ganz leicht und hat Spaß gemacht! (Die Höhe war leider nicht mehr zu reduzieren. Hab ich halt eine Art Zylinder.) Et voilà -

In Ermangelung eines Holzkopfs, den eine Modistin jetzt nutzen würde, habe ich die Form über dem Porzellantopf (links hinter dem Hut) ausgearbeitet. Den oberen Rand habe ich mit den Fingern gekniffelt. und die Krempe gebügelt. (Rechts hinter dem Hut der Rest Seifenwasser im Sprüher) . 
In der nächsten Ausgabe zeige ich noch, wie ich eine "Garnitur" zufüge um die Höhe optisch etwas zu reduzieren, ob ich evtl. noch ein Schweißband einnähen muss/will - und wie ich die Schablone für die kommenden Hüte abändere...

Und hier bei Miss Margerite könnt ihr die anderen Kopfbedeckungen  bewundern... ähem, das kommt, wie eingangs gesagt, erst später... das habe ich auch aus der Ferne geschafft zu verlinken - ich lern dazu *freu*

Montag, 15. Oktober 2012

Cap Craft Along (2)

Welches Modell wird mein Cap?
So also soll mein Hut im Prinzip aussehen:


Dieses Modell habe ich schon im letzten Winter gern getragen. Besonders gern, wenn ich bewundernde Blicke anderer Frauen sehen konnte - ich bin ja doch etwas eitel! Der Hut passt perfekt zu mir. Anthrazit ist mein Schwarz, die breite Krempe ist gut gegen Schneeflocken oder Regentropfen auf der Brille und das Design gefällt mir, weil es gradlinig und etwas ausgefallen ist - jedenfalls habe ich einen solchen Hut sonst noch nie gesehen. So was mag ich einfach.

Material beschaffe ich bei Frau Z. in unserem Städtchen. Die steckt gerade in der Produktion der entzückendsten Deko-Teile aus Filz, ich denke mal, schon fürs Weihnachtsgeschäft.  In ihre Kurse reinkommen zu wollen ist im Prinzip simpel, in der Praxis aber gar nicht so einfach, weil die im Januar fürs ganze Jahr schon ausgebucht sind...
Bei ihr habe ich auch nochmal Tipps für die praktische Umsetzung meines Vorhabens bekommen. Und sie hat mir angeboten, falls ich nicht weiterkomme, mit meinem guten Stück "vorzusprechen", denn Ferndiagnosen seien bei Schwierigkeiten nicht so einfach. Ich finde es immer wunderbar, wenn jemand mit eigenen Kenntnissen und Fertigkeiten einer Anfängerin hilfreich zur Seite steht. (Weshalb ich auch den Austausch über die Blogs inzwischen so liebe - danke dafür!)

Ihre Info: bei "feiner Wolle" brauche ich für einen Hut mit Krempe 120 Gramm. Der Einlauffaktor liegt dabei bei 40%. Also solle ich mir eine Schablone machen, die 40% größer ist als der fertige Hut, dann komme das schon hin. Sorgfältiges Auslegen der Wolle dauere etwa eine Stunde, das Nassfilzen und Walken anschließend etwa 11/2 Stunden - das muss man dann in einem Rutsch machen, bis der Hut die gewünschte Größe erreicht hat. Dann wird die Seife ausgewaschen und der Stumpen getrocknet. Und last but not least erfordere die Ausarbeitung durch Ziehen und Bügeln etc. auch noch seine Zeit. Sollte das klappen, geht das viel schneller, als ich bisher gedanklich veranschlagt habe - wär ja nicht schlecht.

Farblich passen soll der Hut zu diesen Matsch-Stiefeln, die ich auf meinen Hundespaziergängen bei nassem Herbst- und Winterwetter meist trage. Also mal braun. Zu diesen Schuhen passt nämlich sonst bisher fast gar nichts von meiner Garderobe.  (Ich hätte sie damals gern in schwarz mit schwarzweiß gemustertem Schaft und rotem Futter gekauft, was für mich perfekt gewesen wäre, allein die gab es nicht in meiner Größe - also muss jetzt ein passender Hut her!) Ich werde mal probieren, die Unterseite der Krempe aus heller Wolle zu machen. Ob grau oder rosa ist noch nicht ganz entschieden. Eher wohl grau.


Jetzt bastel ich mir erst mal eine Schablone nach dieser Konstruktionszeichnung von Frau Z.:



Wichtigstes Maß ist der Kopfumfang, bei mir 56cm, Breite der Schablone an der Stelle, wo der Hut aufsitzt, also 28cm + 40% = 39,2cm. 
Von diesem Punkt gemessen bis zur Mitte des Hutes sollen 18 cm sein, das Maß für die Schablone also 25,2cm.
Und für die Krempe rechne ich mit 11,2 cm, weil die fertig 8 cm breit werden soll.



Die Schablone habe ich ausgeschnitten aus einer Folie, die ein großes schwedisches Möbelhaus zum Auslegen von Küchenschubladen anbietet. Die ist ausreichend stabil und ganz leicht genoppt, was beim Filzen hilft...

Und das ist die Wolle, die ich letztendlich mitgebracht habe: 100 g in braun und 20 g in hellgrau für die Innenseite der Krempe. (Das eine rosa war mir etwas zu lieblich, das andere zu pink. Also grau, wie ich es mir fast gedacht habe...)

Und ehe ich mir jetzt überlege, wann ich mich an die eigentliche Arbeit mache, sehe ich mal hier bei Miss Margerite nach, wie weit die anderen so sind...


Montag, 8. Oktober 2012

Cap-Craft-Along (1)




Miss Margerites   cap-craft-alongwar für mich DIE gute Idee des Monats, denn ich möchte seit letztem Winter schon einen Hut machen. Und vielleicht klappt es ja mit dem Zeitdruck im Nacken, mal sehen.


Nein, nicht diesen wollte ich machen - das kann ich gar nicht, denn das ist schon hohe Putzmacher-Kunst! Aber den hätte ich FAST gekauft, aber es ist eigentlich nicht so mein Stil. Allerdings war ich überrascht, dass er mir steht - hätte ich gar nicht gedacht. Ich zeige ihn nur, weil ich ihn so schön finde weil ich ein Foto zum Verlinken haben wollte...


Heute sind Wünsche und Anregungen gefragt. Also:

Wie soll mein Cap aussehen?
Natürlich GUT! Rundes Kopfteil, breitere Krempe. Cleanes Design, viel maskuliner als oben. Passende Farben - vielleicht passend zu meinen Hunde-Spaziergang-Matsch-Stiefeln. Mützen oder Kappen o.ä. haben sich bei mir im Laufe der Jahre in allen möglichen Farben und Formen angesammelt, da habe ich nicht so den dringenden Bedarf. Mich gelüstet es nach Hüten! Also definitive Entscheidung: es soll ein Hut sein.

Stricken, nähen, häkeln oder filzen? Tja, das ist die Frage. Strickfilzen wäre nicht dumm, weil ich ein Design im Auge habe, was sich mit dieser Technik leicht realisieren ließe. Naja, relativ leicht. Denn ich habe einen Strickfilz-Hut schon einmal probiert und bin damit gescheitert. Das ist irgendwie ein doofer Topf-Hut geworden. Da wollte ich mir bei der Ausarbeitung aber auch gar keine Mühe mehr geben, weil ich zu einer braunmelierten Filzwolle gegriffen hatte, die im Ergebnis sehr  unattraktiv wirkte. Schade, aber das war nur noch was für den Müll. Nach dieser Erfahrung habe ich also Nassfilzen ins Auge gefasst. Und zum Kennenlernen der Technik im letzten Winter bei befreundeten Filzerinnen schon mal erste Erfahrungen mit Blumen und Täschchen gemacht. (Wofür ich im Alltag aber wenig Verwendung habe...)

Ein Hut als erstes, wirkliches Filzobjekt ist schon sehr ambitioniert, das ist mir bewusst. Ich werde sicherlich nicht verzweifeln, wenn es daneben gehen sollte - aber ich tu jetzt alles dafür, dass ich meinen Wunschhut auch tragen kann. Drückt mir gerne die Daumen!
(Als Erstes mache ich mich mal an eine Filzprobe, um den Schrumpffaktor der Wolle zu ermitteln. Die Wolle liegt in der richtigen Qualität nämlich schon in einer Schublade. Ob es die richtige Farbe ist, muss ich erst noch entscheiden...)


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