Welches Modell wird mein Cap?
So also soll mein Hut im Prinzip aussehen:
Dieses Modell habe ich schon im letzten Winter gern getragen. Besonders gern, wenn ich bewundernde Blicke anderer Frauen sehen konnte - ich bin ja doch etwas eitel! Der Hut passt perfekt zu mir. Anthrazit ist mein Schwarz, die breite Krempe ist gut gegen Schneeflocken oder Regentropfen auf der Brille und das Design gefällt mir, weil es gradlinig und etwas ausgefallen ist - jedenfalls habe ich einen solchen Hut sonst noch nie gesehen. So was mag ich einfach.
Material beschaffe ich bei Frau Z. in unserem Städtchen. Die steckt gerade in der Produktion der entzückendsten Deko-Teile aus Filz, ich denke mal, schon fürs Weihnachtsgeschäft. In ihre Kurse reinkommen zu wollen ist im Prinzip simpel, in der Praxis aber gar nicht so einfach, weil die im Januar fürs ganze Jahr schon ausgebucht sind...
Bei ihr habe ich auch nochmal Tipps für die praktische Umsetzung meines Vorhabens bekommen. Und sie hat mir angeboten, falls ich nicht weiterkomme, mit meinem guten Stück "vorzusprechen", denn Ferndiagnosen seien bei Schwierigkeiten nicht so einfach. Ich finde es immer wunderbar, wenn jemand mit eigenen Kenntnissen und Fertigkeiten einer Anfängerin hilfreich zur Seite steht. (Weshalb ich auch den Austausch über die Blogs inzwischen so liebe - danke dafür!)
Ihre Info: bei "feiner Wolle" brauche ich für einen Hut mit Krempe 120 Gramm. Der Einlauffaktor liegt dabei bei 40%. Also solle ich mir eine Schablone machen, die 40% größer ist als der fertige Hut, dann komme das schon hin. Sorgfältiges Auslegen der Wolle dauere etwa eine Stunde, das Nassfilzen und Walken anschließend etwa 11/2 Stunden - das muss man dann in einem Rutsch machen, bis der Hut die gewünschte Größe erreicht hat. Dann wird die Seife ausgewaschen und der Stumpen getrocknet. Und last but not least erfordere die Ausarbeitung durch Ziehen und Bügeln etc. auch noch seine Zeit. Sollte das klappen, geht das viel schneller, als ich bisher gedanklich veranschlagt habe - wär ja nicht schlecht.
Farblich passen soll der Hut zu diesen Matsch-Stiefeln, die ich auf meinen Hundespaziergängen bei nassem Herbst- und Winterwetter meist trage. Also mal braun. Zu diesen Schuhen passt nämlich sonst bisher fast gar nichts von meiner Garderobe. (Ich hätte sie damals gern in schwarz mit schwarzweiß gemustertem Schaft und rotem Futter gekauft, was für mich perfekt gewesen wäre, allein die gab es nicht in meiner Größe - also muss jetzt ein passender Hut her!) Ich werde mal probieren, die Unterseite der Krempe aus heller Wolle zu machen. Ob grau oder rosa ist noch nicht ganz entschieden. Eher wohl grau.
Jetzt bastel ich mir erst mal eine Schablone nach dieser Konstruktionszeichnung von Frau Z.:
Wichtigstes Maß ist der Kopfumfang, bei mir 56cm, Breite der Schablone an der Stelle, wo der Hut aufsitzt, also 28cm + 40% = 39,2cm.
Von diesem Punkt gemessen bis zur Mitte des Hutes sollen 18 cm sein, das Maß für die Schablone also 25,2cm.
Und für die Krempe rechne ich mit 11,2 cm, weil die fertig 8 cm breit werden soll.
Die Schablone habe ich ausgeschnitten aus einer Folie, die ein großes schwedisches Möbelhaus zum Auslegen von Küchenschubladen anbietet. Die ist ausreichend stabil und ganz leicht genoppt, was beim Filzen hilft...
Und das ist die Wolle, die ich letztendlich mitgebracht habe: 100 g in braun und 20 g in hellgrau für die Innenseite der Krempe. (Das eine rosa war mir etwas zu lieblich, das andere zu pink. Also grau, wie ich es mir fast gedacht habe...)
Und ehe ich mir jetzt überlege, wann ich mich an die eigentliche Arbeit mache, sehe ich mal hier bei Miss Margerite nach, wie weit die anderen so sind...
Wow... da bin ich ja mal gespannt wies weiter geht. Das hört sich ja schon mal na was ganz besonderem an!
AntwortenLöschenGrüße Kaddaa
ich schau dir interessiert zu - so etwas hab ich noch nie probiert.... bin gespannt!!!
AntwortenLöschenlg numinala
Hui, ein hehres Vorhaben! Da ziehe ich doch glatt Deinen noch nicht fertig gestellten Hut! ;-)
AntwortenLöschenNee, mal ohne Quatsch! Ich finde die Idee genial und mit der akribischen Vorbereitung und der Unterstützung vor Ort kann doch nix mehr schief gehen.
Du schreibst, dass Du Hut bei Wind und Wetter trägst (nebenbei: der Hinweis, dass die Brille dann geschützt ist, ist klasse! Danke!). Wie ist das denn mit den Ohren? Sind die ausreichend vor Kälte geschützt? Grundsätzlich fände ich Hut nämlich ganz reizvoll, brauche aber warme Öhrchen. ;-)
Liebe Grüße
Claudia
Dann kann es ja losgehen!
AntwortenLöschenIch fänd Fotos von dem Prozess ganz spannend, da ich noch nie nassgefilzt habe.
LG
Natascha
Ich guck´ dir auch gerne über die Schulter. Ich habe "früher" mal Hüte für die Kinder gefilzt. So Glückspilz-Style.
AntwortenLöschenLG, Bronte
Ooh! Das wird bestimmt ganz ganz toll! Deine Schablone sieht schon mal vielversprechend aus, und ich kann mir den fertigen Hut schon fast vorstellen! Und schön herbstliche Farben hast Du Dir ausgesucht. Ich freu´ mich schon darauf, Dein Endergebnis zu sehen!
AntwortenLöschenLG, Lexie
Hallo, wow einen Hut.
AntwortenLöschenDas finde ich besonders spannend.
Wäre wirklich toll wenn du ein paar Fotos von der Herstellung machen würdest.
LG Levje
Hast Du schon mal gefilzt/gewalkt? Ich bin sehr gespannt, was Du noch an Erfahrung mit uns teilst. LG
AntwortenLöschenDas wird bestimmt was ... an Entstehungsfotos wär ich auch interessiert :)
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Andrea
WOW! An so ein Experiment würde ich mich ja nie drantrauen.... Da bleibe ich lieber bei meiner Wolle & den Stricknadeln. Respekt, respekt!
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AntwortenLöschen♥♥♥...du bist wirklich genial!!!!
Machst deine Hüte selber!!!!
Riesiges Kompliment!!!!
...und deine Matschstiefel...
die würden mir ganz toll gefallen!!!!
die sind echt genial!!!
Viel Erfolg beim Hut machen,
bin schon total gespannt!
Herzlichst Nathalie
Du hast mich drauf gebracht, die Hüte, die ich bei Behauptungen angefangen habe, zum Fertigmachen aus dem Keller zu holen. In diesem Kurs werden allerdings fertige Wollstumpen benutzt, die mit Dampf behandelt und dann über Hutformen geformt werden. LGs, Petra
AntwortenLöschenIch sage es nochmal, tiefe Verehrung für dein Projekt. Danke,dass ich zuschauen darf.
AntwortenLöschenLG, Claudia