Gefallen haben mir die Taschen und die kleinen Schlitze in der Seitennaht.
Die kleinen Seitenschlitze sind mir nur suboptimal gelungen, weil ich lange nicht geahnt habe, wie lang die Hosenbeine zu arbeiten sind, weil mir bei diversen Anproben nicht deutlich wurde, ob der Bund in der Taille sitzt oder eher hüftig. Jetzt sind die Hosenbeine zu lang und ich grüble noch, ob ich lieber Schlitze habe (rechtes Hosenbein) oder die Hose noch kürze und auf die Schlitze verzichte. So viel Arbeit würde ich gerade noch reinstecken...Die hübschen Reißverschluss-Taschen sieht man nur, wenn ich ein Buch vom obersten Regalboden hole oder eine Birne in die Deckenlampe einschraube. (Oder wenn ich extra für euch den Hemdsaum anhebe...)
Hier kann man gut erkennen, dass noch viel Luft drin steckt. Ich will ja gar keine knallenge Hose, dafür ist die Figur nicht mehr so toll. Aber gut sitzen ist anders. Ich habe schon jede Menge Anleitungen gefunden, wie man in einem Schnitt Platz schafft für einen großen Busen. Ich kann das aber gedanklich nicht einfach übertragen auf unproportional viel Bauch in einer Hose - tja, und wenn ich etwas nicht verstehe, kann Rumprobieren ziemlich in die Hose gehen. Jedenfalls bei mir. In solchen Situationen sehne ich mich immer nach nähkundigen Schwestern oder Freundinnen, die an den richtigen Stellen abstecken können. Ach, oder nach meiner Mutter, die auch so etwas perfekt konnte...
Aber ich will nicht jammern, denn ich trage die Hose jetzt so wie sie ist und orientiere mich bei weiteren Hosennäharbeiten wieder an gut sitzenden, altbekannten Exemplaren. Dieser Schnitt jedenfalls ist schon wieder entsorgt, denn der notwendigen Anpassungen wären zu viele.
Außerdem stehen als nächstes erst einmal Kleider an, denn die Temperaturen machen Lust auf Sommergarderobe UND ich habe bei Waxprints zugeschlagen und bin voller Vorfreude... Wenn ich nicht auf einen bewährten Schnitt zurückgreife, schwebt mir auch so ein Mantelkleid vor, wie Sybille es trägt, die heute den MeMadeMittwoch moderiert.












