Sonntag, 27. Oktober 2013

Zwietracht

Zwietracht  ist der Titel dieser Skulptur in der Düsseldorfer Altstadt. Hören konnte man selbstverständlich nichts von der Zankerei.





Der kleine Knirps hat bei dieser nonverbalen Auseinandersetzung kräftig mitgemischt mit kräftigen Fußtritten. Was die beiden Streithansel eiskalt bronzekalt ignorierten...

Trotz der leptosomen Haltung erinnerte mich der linke Mann in einer Hinsicht an den David von Michelangelo: der rechte Fuß ist ähnlich abgewetzt von den Nicht-nur-Betrachtern.

Einen friedlichen Start in die Woche euch allen!

Samstag, 26. Oktober 2013

Spielemesse 2013

Einmal im Jahr ist in Essen eine große Spielemesse, wo Spieler aus Nah und Fern stöbern und kaufen, was große und kleine Spieleverlage auf den Markt bringen. Für Interessenten: noch bis Sonntag gibt es die großartige Gelegenheit, nach Herzenslust Neuheiten auszuprobieren.!

Für mich die Spielemesse einer der fixen Termine im Jahr, auf die ich mich immer freue. Ich treffe Spieler, die ich nur sehr selten sehe - manche nur zur Spielemesse - und lerne immer wieder neue, interessante Menschen kennen. Und Spiele natürlich.


 Diesmal fiel mir die Orientierung schwer, weil die Veranstaltung in neuen Messehallen stattfand - da habe ich einige Zeit mit  Such- und Umwegen vergeudet. (Die alte Messe wird abgerissen - das habe ich auch heute erst erfahren.)
 Wenn man einen freien Platz an einem Tisch findet, kann man sich die Neuheiten erklären lassen und auch praktisch spielen. Das finde ich super, denn die Beratung in den meisten Spiele-Geschäften ist nicht so super kompetent (Ich kenne da natürlich auch Ausnahmen...)
 Ich konnte mich heute sehr beherrschen beim Shoppen, denn ich habe fast alle meine Spielefreunde getroffen und da festgestellt, welche Spiele in unserer Runde demnächst auftauchen werden.
Die meisten verlassen abends die Hallen schwerbepackt und hochzufrieden.

Eine einzige Entdeckung unter den  zahlreichen guten Spielen möchte ich gern einmal vorstellen:

"Hanabi" ist ein kleines Kartenspiel, das etwa seit 2 Jahren auf dem deutschen Markt zu haben ist und das dieses Jahr zu meinem großen Erstaunen den Kritikerpreis des Jahres erhalten hat. Es ist nämlich nicht so ein "normales" Familienspiel, das sich dank des Labels "Spiel des Jahres" dann gut verkauft UND das dann die Erwartungen durchschnittlicher "Wenigspieler" erfüllen wird. Hanabi ist ein kooperatives Deduktionsspiel und hat damit einen seltenen, neuartigen und hochinteressanten Spielmechanismus.

Es ist eins der ganz wenigen kooperativen Spiele - eigentlich das einzige - das mir SUPER GUT gefällt.


Und ich habe zu meiner großen Freude einen kleinen Stand entdeckt, wo Hanabi-Enthusiasten das Spiel erklärt haben und  auch wertvolle Tipps gegeben haben. Für Interessenten: es gibt einen Hanabi-Blog, wo diese Tipps nachzulesen sind.
Bridgespieler werden ihr Freude an dem Spiel haben. Hanabi ist jetzt nicht so komplex wie Bridge, aber man sollte schon konzentriert sein und spielt es sicherlich nicht als Absacker. Deshalb bin ich etwas ambivalent, was die Preisvergabe angeht: Sicherlich ein supergutes Spiel, aber bestimmt nicht für jedermann.

Ich persönlich hätte darauf getippt, dass dieses Jahr der Preis an das Spiel "Brügge" von  Stefan Feld verliehen wird - das ist ein sehr empfehlenswertes, rundum gut gelungenes Strategiespiel, an dem sowohl Gern- als auch Vielspieler ihren Spaß haben werden.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Wie man sieht -

- man sieht nix.

Weit und breit niemand da, dem ich die Kamera in die Hand drücken könnte. Nach einem gestrigen "Goldener-Oktober-Tag" heute Eisesglätte Blätterglätte auf allen Wegen - gut, wenn die Schuhsohlen  Profil haben.


Heute trage ich meinen grauen Pullover, den ich schon öfter in verschiedenen Farben vorgestellt habe. Der graue ist mir der liebste. Dazu die Rüschen-Cordhose, die ich vor 14 Tagen vorgestellt habe.

In Ermangelung eines Fotografen habe ich einen Abstecher in einen Textilladen am Wege gemacht.
Wie man sieht - man sieht nix. Grau und schwarz ist für mich zu schwierig zu fotografieren.


Statt Bluse trage ich darunter übrigens ein petrolfarbenes seidenes Oberhemd meines Liebsten. Das gute Stück hing immer gut gebügelt aber ungetragen zwischen seinen Hemden - bis ich es wegen der Farbe mal wieder angezogen habe. So geht das seit mehr als 30 Jahren. Das weiß ich wegen folgender Geschichte:

Zum 30. Geburtstag meines lieben Schwagers W. gab es eine Motto-Party. Als Musiker hätte er immer schon davon geträumt, einmal mit den Größen des Showgeschäfts zu feiern. Wir Gäste kamen also alle verkleidet als die Pop- und Rockgrößen der Zeit. (Ich habe übrigens einen dritten Platz bei der Prämierung der schönsten Kostüme mit meinem Auftritt als Grace Jones gemacht - kaum zu glauben, oder?) Und das petrolfarbene Seidenhemd war die Verkleidung meines Liebsten als Joe Cocker. Das hat damals jeder sofort erkannt, denn Joe Cocker trat immer in seidenen dunklen Hemden auf, die im Laufe des Abends immer dunkler wurden, wenn sich die Schweißflecken überall ausbreiteten von der Hitze der Scheinwerfer und der Anstrengung des Singens... Tja, und inzwischen ist auch der liebe W. über 60 und damit ist mein Hemd inzwischen auch ein Oldie...


Was Alt und Jung an Altem und Neuem heute so tragen sieht man wie immer beim MMM hier.

Freitag, 18. Oktober 2013

Verliebte Spinne

Spinnennetze sind ja immer kleine (bisweilen auch große) Kunstwerke Ganz wunderbar finde ich Spinnennetze mit Morgentautropfen benetzt.

Habt ihr schon mal ein Designer-Netz in Herzform gesehen? Ob da eine kleine Kopistin am Werk war???



Donnerstag, 17. Oktober 2013

Männer im Parkhaus

... haben mich heute zum Grübeln gebracht:

Waren die Shoppen? Sind Aktentaschen nicht mehr angesagt? Wollen die raus aus ihrem Einheitsgrau?


Eigentlich nett, dass mich Männer immer noch verblüffen können. Trotzdem hoffe ich, dass das nicht Mode wird. Sieht schon komisch aus. Andererseits: wenn die Herren jetzt anfangen, Beutel zu nähen... vielleicht doch gar nicht so falsch?!?

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Trends setzen

Man muss Trends ja nicht nachlaufen, man kann auch selbst welche setzen. Diesen Satz habe ich vor zig Jahren einmal gehört - und er hat mir gefallen. Und ist immer dann ein Ansporn gewesen, wenn ich ein bisschen Mut brauchte, etwas leicht Ungewöhnliches zu tragen.

Mit meiner schwarzen Kordhose setze ich in unserem kleinen Städtchen vielleicht einen Trend. Jedenfalls hat mich die Inhaberin des angesagtesten Modeladens ganz direkt drauf angesprochen und nach dem Label gefragt. Es hätten schon zwei Kundinnen nach einer Hose mit Rüschensaum gefragt. Hört, hört...

Für mich war die Inspiration die vielgeliebte Japanhose von Allerleirauh, die sie in diversen Varianten genäht hat. Also habe ich, als mir meine ganz gerade geschnittene Kordhose doch zu sehr Hochwasser hatte, den Entschluss gefasst, statt gefaktem Aufschlag zur Verlängerung lieber eine Rüsche anzunähen. Schließlich bin ich ja ein Mädchen, da geht Rüsche. (Ich glaube, das ist die einzige in meinem ganzen Kleiderschrank.)



Hm, Schwarz ist nicht so richtig gut zu erkennen.


Nicht mal freigestellt.


Nicht mal im Freien.


Nicht mal im Detail. Hund ist immer dabei, wenn eine Kamera gezückt wird, wie man sieht.


ABER HIER!

Ihr seht, es war eine schwere Geburt mit den Fotos. Deshalb nehme ich auch erst spät am Me Made Mittwoch teil, wo lauter selbst genähte Mode bewundert werden kann. Viel Vergnügen dabei!

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Am Montag ritt der König in den Park...

... so lautet eine Zeile aus einem meiner Lieblingsbücher von Mark Twain: "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus Hof".
Die fällt mir allwöchentlich ein, wenn ich nach einem Titel für den MMM-Post suche, der da lauten könnte: "Am Mittwoch ging die P... auf den Markt." So auch heute. Und wieder bitte ich in Ermangelung einer guten Freundin oder meiner lieben Schwester den freundlichen alten Herrn, der da immer auf der Parkbank sitzt, einmal drei Fotos von mir zu schießen.
Hier bitte draufdrücken, ... Voila:


O-Ton alter Mann: "Ich seh nur Füße!?!" (Na, ein bisschen mehr seh ich ja schon, es kommt ja auf die selbstgenähte Hose an, aber...)


Es gibt auch noch ein Foto mit Kopf. Auf den kommt es mittwochs gar nicht so sehr an, aber wenn ich wirklich mal kopflos bin, steh ich nicht so gelassen in der goldenen Oktobersonne rum, sondern wusele so hektisch durch die Gegend, dass mich niemand auf ein Foto bannen könnte. Ist auch besser so.



Und noch ein paar Gedanken zum Markttag. Inzwischen gibt es auch bei uns Billigklamotten, Schuhe, Batterien und Handytaschen etc. an den Ständen, wo früher ein reines Lebensmittelangebot zu verzeichnen war. Aber selbst der Obst- und Gemüsestand ist inzwischen auch ein mobiles Einzelhandelsgeschäft, das seine Waren vom Großmarkt bezieht. Wir haben nur einen einzigen Biobauern, der regionale Produkte anbietet, und der war heute leider nicht da. Der hätte heute sicherlich auch keine Erdbeeren im Angebot.

Muss das sein? Im Oktober? Erdbeeren kaufe ich im Juni.

Aber weil es alles so appetitlich aussah heute, teile ich den leckeren Anblick gerne:












Eine fröhliche Woche allen - und nutzt das wunderbare Wetter aus, dunkel und nass wird es noch lange genug!
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