Sonntag, 2. April 2017

Recycling-Projekt

Heute bei uns im Städtchen entdeckt:


Ob die Jeans zu eng geworden waren? 
Ob der Look nicht mehr gefiel? 
Wer weiß...

Mittwoch, 8. August 2012

Islamisierung der Mode






 Lange habe ich mich gewehrt - jetzt endlich auch bei mir angekommen: frau kann Kleider über Hosen tragen.

Als ich Kind war, "trug man" als Mädchen keine Hosen. Mädchen trugen Röcke und Kleider. Was bei Kälte furchtbar war, denn es gab noch keine Strumpfhosen. Also trug ein Mädchen dann lange Wollstrümpfe, die an einem Strumpfhalter - so einer Art Gummimieder - mittels Strapsen befestigt wurden. Schrecklich. Ich habe diesen Gummischlauch mit den Strümpfen gehasst.
 Und in ganz strengen Wintern trugen Mädchen unter den Röcken so eine Art Trainingshose aus dunkelblauer, schwerer Baumwolle mit Gummizug in der Taille und an den Knöcheln.

Gott sei Dank konnte meine Mutter nähen und war so fortschrittlich, für ihre Tochter lange Hosen zu nähen. Im ersten Schuljahr war ich im Winter die einzige in der Klasse in langen Hosen! Seit Kindesbeinen hieß es fürderhin für mich: Hosen ODER Röcke.
Aber jetzt: Nachdem ich bei so vielen MMM-Beiträgen Frauen mit Leggins unter Röcken und Kleidern sehen konnte, habe auch ich mich schließlich an den Look gewöhnt. Und so taste ich bekennende Hosenträgerin mich an Röcke und Kleider ran: über einer Hose getragen...

Über meinem "durchsichtigen" Streifenkleid, das ich schon auf dem Bügel hängend vorgestellt habe und das so hübsch A-förmig schwingt, trage ich ein seidenes O-förmiges Trägerkleid und drunter eine Hose aus Bouretteseide.
Die habe ich zu den Knöcheln hin mit Abnähern enger gemacht - und der Look erinnert mich ein ganz klein bissken an meine Kindergartenzeit. Und das im Sommer, und nicht im Winter!
Die Hose stammt übrigens von einem Safari-Anzug aus Bouretteseide, den ich ganz auseinander genommen habe. Gefällt mir für mich überhaupt nicht mehr. Aber das Material liebe ich. Also ist Recycling angesagt.
Unter anderem als Ärmel für ein neues rot-weißes Shirt nach meinem Standard-Kastenschnitt. Das passt auch prima unter den Trägerrock.
Das Rote ist eine grob gewebte Wildseide von K*stadt, die bei der ersten Wäsche enorm eingelaufen ist. Dies nur als Warnung. Angenehm, aber schrumpft!!!

Mittwoch, 25. April 2012

Ersatz-Windbreaker



Letztes Jahr hatte ich mir einen gelben Windbreaker genäht, den mir meine Schwester abgeschmeichelt hat. Jetzt wollte ich mir nicht genau den gleichen nähen, denn Partnerlook muss in unserem Alter ja  nimmer sein. Aber Ersatz sollte schon her, denn ich habe das Teil gern übergeworfen. Da fiel ihr beim Schrank-Ausmisten eine schlecht sitzende Hose entgegen und mir zu. Denn das Material hat mir gefallen: leicht und doch wind- und vielleicht auch wasserdicht. Also flugs getrennt und ausprobiert, wie groß die zusammenhängende Fläche wohl ist.



Und dann gebastelt: Ein Hosenbein war am Saum gut schulterbreit. Also wurde je ein umgedrehtes Hosenbein Vorder- bzw. Rückenteil. Ich habe die Taschen abgetrennt, weil sie ja sonst auf dem Kopf stünden, und eine separate kleine Beuteltasche für die vordere Mitte genäht. Denn diese Tasche hatte sich bei dem gelben Modell sehr bewährt. Durch ein Knopfloch aus rotem Garn ist ein rotes Band zum Regulieren der Öffnung gezogen - ohne diese wunderbaren Feststeller, weil ich gerade keine farblich passenden im Haus hatte. Dafür ist zur Deko eine grüne Perle aufgezogen. Nur so.

Den Ausschnitt musste ich leider zweimal machen, weil er mir beim ersten Mal zu eng geraten ist. Ich hatte für den Beleg einen ganz entzückenden Stoffrest gewählt, der jetzt in der Tonne gelandet ist. Ein ganz klein bisschen trauer ich noch drum. Der neue Beleg ist aus dem Stoff meiner roten Hose und blitzt ein wenig raus - was er auch soll...
Ich habe dieses Mal das Teil etwas länger gelassen, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich günstiger ist von den  Proportionen. Ich habe sogar noch einen Tunnel aus einem anderen Stoff angesetzt, damit es nicht so langweilig daherkommt. (Und ich hoffe sehr, dass mir später mal nicht gerade diese 10cm fehlen werden.)

Die Seitennähte sind wie bei der gelben Weste nicht geschlossen und die beiden Teile werden nur durch ein Band zusammengehalten und ggf. in der Weite reguliert. Ganz hübsch finde ich das Teil auch mit einem roten Shirt drunter - und Pipa schätzt es sehr, dass der Beutel bisweilen Leckerchen birgt.


Diese mildtätige Handlung "Leckerchen an Hund" verpasst mir einen veritablen Heiligenschein - schon gesehen?

Selbst genähte Mode und Models mit und ohne Heiligenschein findet ihr wie jeden Mittwoch bei CAT - und die heute im Kreisellook (mit virtuellem Heiligenschein).

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wiederauferstehung...

... aus Ruinen. Als mein Liebster einen Verkehrsunfall mit dem Rad hatte, trug er seine Lieblingslederjacke, und die war danach teils zerrissen, teils blutgetränkt. Das war für ihn fast genau so schlimm wie ein Knochenbruch. (Wir haben eine wunderschöne Wildlederjacke als Ersatz gefunden, aber ach, die ist nicht die alte...)
Als ich folgendes Foto in einer Burda entdeckte, war mein Ehrgeiz geweckt:

Ich habe zwischen den Blutflecken hin- und hergemessen und siehe da, zwei 24cmx28cm große Lederstücke ließen sich noch finden, die nicht vom Asphalt verschrammt waren. Auf die vorgeschlagenen Goldösen und -knöpfe habe ich verzichtet, weil das nicht so meins ist. (Stattdessen habe ich zwei Troddel mit Lederfransen gebastelt, aber ohne Schnickschnack hat es mir letzten Endes doch besser gefallen.)

Ich war verblüfft, wie leicht sich das Leder nähen ließ (Nach dieser Erfahrung werde ich mich wohl wieder an Leder trauen - wenn ich so wunderbar weiches mal zu kaufen finde.)  Herausgekommen ist das hier:



Netter Nebeneffekt: wenn ich die Stulpen trage, möchte jemand gerne bei mir Händchen halten...

Ansonsten trage ich an selbst Genähtem passend zur Brille meinen Lieblingspullover in Anthrazit, den ihr HIER schon einmal in hellgrau oder  HIER in rot ansehen konntet.

Ob bei den anderen Damen schon der Frühling angezogen eingezogen ist, könnt ihr bei der guten Cat sehen, die ihren petrolfarbenen Pulli "endlich" fertiggestellt hat.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

glänzende, duftende Weihnachtssterne

Weil ich eben gefragt wurde, wie ich meine Weihnachtssterne fertige, hier eine kleine Anleitung...


Vorgeschichte: Ich habe eine Kaffeemaschine für Pads geschenkt bekommen. Also habe ich alle möglichen Pad-Sorten ausprobiert, um herauszufinden, welches wohl meine Sorte werden möge. Unter anderem diese:

* Komisch, die Fotos, die der Illustration dienen sollten, sind alle verschwunden. Aber es reicht vielleicht auch so...
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