Mittwoch, 11. März 2015

Taschenproblem gelöst

Mein heutiges Mittwochs-Outfit - ganz ähnlich wie letzte Woche.


ABER: Inzwischen habe ich mir eine Tasche gebastelt. Und zwar nicht die Seitennaht geöffnet und eine Nahttasche eingefügt, keine Tasche aufgesetzt - ein weiterer Beutel löst das Problem:


Gefüttert mit einem Reststoff dieser Hose, aber da brauche ich den Beutel nicht wirklich, da gibt es zwei wunderbare, tiefe Taschen... Würde aber gut passen. Seht selbst:


Fast noch besser gefallen mir meine farblich gut passenden Socken - gar nicht so einfach zu finden...


Und jetzt mache ich mich (in meinem Kleiderschrank oder bei den Stoffvorräten) auf die Suche nach einer schönen Kombi-Farbe. Damit meine ich Farbe außerhalb der Farbfamilie. Im Kopf habe ich ein kräftiges Blau und ein Flaschengrün. Mal sehen, ob ich das richtig erinnere. Welche Farbe passt wohl sonst noch außer Schwarz, Beige oder Braun?
Vielleicht sehe ich ja was Inspirierendes bei der Fotosammlung gut gekleideter Frauen beim MMM.

Edit: Das Täschchen ist natürlich selbst konstruiert: Esstellergroßer (eher noch größer) Kreis cognagfarbener Stoff, darin im Abstand von 1,5 cm vom Rand zwei Knopflöcher (gegenüberliegend), durch die später die Kordeln nach außen geführt werden. Diesen Stoffkreis verstürzen mit esstellergroßem Futterstoff. Einen knapp 2cm breiten Tunnel absteppen. Für die "Inneneinrichtung" einen zweiten Futterstoff-Kreis verstürzen und so aufsteppen, wie es das erste Foto zeigt. In den Tunnel durch das eine Knopfloch eine Kordel fädeln und durch das gleiche Knopfloch wieder rausführen. Eine zweite Kordel durch das andere Knopfloch-Tunnel-Knopfloch, die Kordeln verknoten. So lassen sich diese Beutel leicht durch Ziehen an den Kordeln schließen und durch Ziehen am Stoff öffnen.

Donnerstag, 25. April 2013

It Bag vs. Furoshiki

Intro

Eine It-Bag ist ja, wenn ich es richtig verstehe, eine Handtasche, die jedeR (sofort) (auch) haben will, und die in der nächsten Saison garantiert wieder out ist - was  ja unsere Wegwerf-Wirtschaft am Laufen hält. Nicht so mein Ding.
Aber im Sinne von "must have" hab ich das auch manchmal - zum Beispiel, als ich diese meine Lieblingstaschen bei einem Schuster im Laden gesehen hatte. Die schwarze hohe war meine erste und schon beim Kauf konnte ich mich nicht zwischen ihr und der braunen entscheiden.


Die Taschen sind also vom Schuster meines Vertrauens handgefertigt, haben einen hochgezogenenen Lederboden und es gibt sie in diesen beiden Formen: die schwarze ist in der Grundfläche kleiner, dafür ist sie höher, die braune ist breiter, aber nicht so hoch und die Henkel sind kürzer. Der Aufdruck auf dem Boden der braunen Tasche stammt, wenn ich es recht erinnere, vom Kürschner, der die ganzen Häute bearbeitet hat.
Das sind zwei Taschen, die ich sicherlich bis an mein Lebensende mit mir rumschleppen werde und ich bin sicher, dass die Nachkommenschaft sich drüber freuen wird. Ich liebe einfach schöne, langlebige Produkte von hoher Funktionalität.

Die Neuigkeit

Aber dieses Teil hier hätte das Zeug für eine It-Bag - bei mir aber auch wohl für länger als nur eine Saison. Neugierig?


Ja, genau das Teil IN der Tasche - ich packe mal kurz aus:

Und weiter auspacken...

und auffalten

und mal auf dem Boden ausbreiten,
denn es ist 1m x 1m groß...

und jetzt mal was* zur Demo einpacken
*der Schuhkarton sollte nur zur Illustration dienen und nicht vom Thema ablenken

vorher noch ein kurzer Blick ins Innere
mit drei Reißverschlusstaschen

einen Knoten machen

und nochmal knoten

die anderen beiden Ecken hochnehmen

und über die Schulter hängen
zur Demo ans Fenster hängen

Und jetzt wieder zusammenfalten und in die Tasche stecken...

Heute war ich mit diesem Tuch, das man zu einem Beutel falten kann, erfolgreich einkaufen. Hat sich echt bewährt, nichts ist rausgefallen. Allerdings haben einige an der Kasse gestaunt, als ich mein Bündel geschnürt habe...
Bei den Japanern heißen diese Tücher Forushiki (=Badetuch *hihi*) und dienen der stilvollen Verpackung von Geschenken oder eben dem Transport von allem möglichen. Hier ist mal ein Link zur Google-Suche zum Thema Furoshiki, wo man weiterführende Infos finden kann, u.a. diese Anleitung des Japanischen Umweltministeriums, wie man mit quadratischen Tüchern Geschenke einpacken kann:
Ursprüngliche Furoshiki sind ganz schlicht quadratische Tücher, bei denen alles nur gewickelt und geknotet wird. Aber diese fortgeschrittene Variante mit den Schlitzen an zwei Ecken musste ich einfach mal ausprobieren. Zur Not wüsste ich inzwischen aber auch, wie ich mit meinem Halstuch zwei Weinflaschen nach Hause tragen könnte (untere Reihe, zweite Spalte von rechts).

Beim ziellosen Rumstöbern im Netz stoße ich immer wieder auf  interessante Problemlösungen, die ich dann gern mal ausprobiere. Infos über die it-bags 2013 dagegen lassen mich völlig kalt. Hab ich nur mal kurz gegoogelt um zu wissen: was meint das eigentlich? Muss ich aber gar nicht behalten - echt nicht so wichtig...

Nachtrag, weil nachgefragt wurde: Wenn ihr " "furoshiki bag 2" googelt, seht ihr genau den/die/das Furoshiki, den/die/das ich nachkonstruiert habe. In den Maßen und in der Ausgestaltung (Innentaschen etc.) ist man ja eigentlich ziemlich frei - braucht es da wirklich eine Anleitung? Soll ich mal Konstruktionszeichnungen anfertigen? Interessiert das näher?
(Und den Schuhkarton habe ich mal anonymisiert...)

Mittwoch, 13. Februar 2013

AscherMMMittwoch




Heute nicht aus dem Boxring - wie mir dieses Foto in der Verkleinerung im Übersichtsbild erschien - sondern aus unserer Stadtbücherei, wo ich bei einer Tasse Kaffee gern einen Stopp vor dem Marktgang einlege. Der Kaffee kann durchaus mit dem vom Italiener mithalten und die Lektüre der lokalen Nachrichten gibt die nötige Info für Klatsch und Tratsch auf dem Markt.


Aschermittwoch in Sack und Asche - viele halten meine Kleider sicherlich für viel zu sackförmig - ich mags genau so. Den Walkpullover habe ich schon in mehreren Farben vorgeführt - in aschefarbenem Anthrazit und in Rot trage ich ihn am liebsten. Nichts Neues oder Aufregendes also - aber ich mag gern mittwochs ein Foto einstellen, weil ich mich über eure netten Kommentare immer aufrichtig freue. (Über die lieben Grüße der einen oder anderen ganz besonders.)

Außer dem Pullover trage ich heute als DIY-Produkte die Lederstulpen, die ich mir vor ziemlich genau einem Jahr fabriziert habe und eine ziemlich neue Beuteltasche aus geblümtem (!) festem Baumwollstoff (aus einem schwedischen Möbelhaus), die sehr vorausschauend in einem Grün *hüstel* gefüttert ist, das sich vor zwei Jahren in mein Herz geschlichen hat...


Heute präsentiert Kirschenkind hier, was die anderen MMM-Mädels heute so tragen, viel Spaß beim Stöbern!


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Pfand-Tasche


Einkaufstüten aus Plastik sind die Pest - das ist ja keine neue Erkenntnis. Jedes Schulkind kann inzwischen herbeten, dass das Material in 100 Jahren nicht verrottet und dass unsere Weltmeere voller Plastikmüll sind, der über die Fische in unsere Nahrungskette gelangt...

Außerdem finde ich es nicht so prickelnd, für irgendwelche Geschäfte unbezahlt Reklame zu laufen. Für die meisten würde ich das nicht mal für Geld machen.
Auch die Stofftaschen mit Werbeaufdrucken sind ja nicht wirklich angenehm. Gut, wenn man nähen kann. Dann kann man sich ja Einkaufstaschen individuell herstellen, beispielsweise die wunderschönen "Picasso-Beutel", die man bei Siebensachen zum Selbermachen finden kann und die ich so bewundere.


Aber neulich hatte meine Freundin S., die gar nicht näht, einen Einkaufsbeutel aus Stoff in Pink dabei und machte mich darauf aufmerksam, dass es die auch in MEINEM Grün gäbe.

Die Drogeriekette meines Vertrauens hat unter der Kasse neben Plastiktüten auch grüne und pinkfarbene PFAND-Beutel im Angebot! Die hätte ich ohne Hinweis nie entdeckt, weil ich ja stets ein Netz oder so was dabei habe. Pfandbeutel heißt: Ist das Teil schmuddelig, kann ich es in einen funkelnagelneuen, properen Beutel umtauschen! Oder mir das Geld zurückerstatten lassen. Ist das eine Idee?

Ich finde die Idee so gut, dass ich glatt Reklame laufe - auf dem Henkel, der eine günstige Länge hat, ist farblich passend und nicht furchtbar aufdringlich aufgedruckt, wo ich bisweilen einkaufe. Einkaufsbeutel in meinem Lieblingsfarbton - das macht mir den Laden noch sympathischer... (In Pink habe ich sie mir vorsichtshalber gleich auch mal mitgenommen, könnte ja sein, dass Pink mal besser zur Garderobe passt.)

Nachtrag: Seht doch mal, was Susanne/Januarkleider im Kommentar noch dazu schreibt - spannende Info!

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