Mittwoch, 29. März 2017

Den Frühling gestreift


Es wird Frühling - und ich bin mal wieder beim MMM dabei. Irgendwie schaffe ich es immer seltener - und dabei finde ich den MMM nach wie vor eine wunderbare Einrichtung. Ein dickes Dankeschön an das ganze Orga-Team - und an all die LeserInnen, die trotz meiner Unstetigkeit stets freundliche Kommentare und liebe Grüße hinterlassen. Ich freu mich immer...




Hier präsentiere ich mein neuestes Shirt aus Webware (Baumwolle), auch wenn es vielleicht nach Jersey aussieht. Im Solinger Stoffdschungel haben mich die Farben angelacht und der Coupon sollte für eine Tunika reichen. Ich hatte im Hinterkopf ein französisches Modell, das ich aber heftig abgewandelt habe. Kräusel statt Falten, tief eingesetzte Ärmel... Aber die Anmutung stimmt.
Nur den Ausschnitt werde ich noch etwas vertiefen, weil mir die Vorderfront etwas zu großflächig erscheint. Oder ich bastel noch eine Paspeltasche rein - irgend etwas muss da noch passieren.

Der "Kopfschmuck" ist dem heutigen bad-hair-day geschuldet. Die Hose ist aus schlammfarbenem Nicki nach diesem Burdaschnitt mit den gleichen Änderungen wie die lilafarbene.


Und die Schönheit, mit der ich neckische Schattenspielereien auf der Hauswand betreibe, ist meine Lieblingsschwester und -fotografin.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Erbschaftskleid

Inzwischen habe ich so viele Kleider, dass ich ihnen zur Unterscheidung Namen gebe. Ihr kennt schon mein Stoßdämpferkleid, mein Windmühlenkleid, das kleine Schwarze - und hier mein neuestes: Das Erbschaftskleid. "Oh, was für tolle Farben! Kann ich das haben, wenn du mal stirbst?" Das ist der harte, aber herzliche Umgangston unter uns Schwestern. Aber gerne, liebe A.!



Der Schnitt ist wie immer der gleiche - mit Ärmeln fühle ich mich doch wohler also ohne. Diesmal habe ich den Stoff quer genommen, damit ich die Webkante als Saum und als Zierblende verwenden konnte. Die Farben erinnerten mich im Laden an tropisches Meer und Palmen - also genau das Richtige für ein Sommerkleid. das Gelb passt zu meinen Brillenbügeln (nicht umgekehrt!). Genäht habe ich (fast) im Dunklen. Das heißt Rollos weitgehend runtergelassen, um die Hitze des Tages draußen zu halten. Das näh ich doch blind, habe ich gedacht, schließlich ist es das xte Kleid nach gleichem Schnitt. Man sieht: blind nähen ist nicht ganz so schön. Zwar passen die Seitenteile mustermäßig mustergültig zusammen, aber die Ärmel sind leicht faltig eingenäht. Ich glaub jetzt einfach, "das muss so".



Jetzt Abgang und Zuflucht unter dem Sonnenschirm gesucht! Und im Internet gestöbert, was der MeMadeMittwoch sonst so zu bieten hat! Fröhliches Schwitzen allerseits!
(So jedenfalls habe ich mir den Abgang gestern vorgestellt, als ich die Fotos machte und den Post vorbereitete - heute gibt es bei uns erstmalig wieder erträglichere Temperaturen zum Durchatmen. Und ein erster Blick auf den MMM zeigt zahlreiche Hochsommerkleider. Also fühl ich mich trotz des Wetterumschwungs in guter Gesellschaft...)

Mittwoch, 8. August 2012

Islamisierung der Mode






 Lange habe ich mich gewehrt - jetzt endlich auch bei mir angekommen: frau kann Kleider über Hosen tragen.

Als ich Kind war, "trug man" als Mädchen keine Hosen. Mädchen trugen Röcke und Kleider. Was bei Kälte furchtbar war, denn es gab noch keine Strumpfhosen. Also trug ein Mädchen dann lange Wollstrümpfe, die an einem Strumpfhalter - so einer Art Gummimieder - mittels Strapsen befestigt wurden. Schrecklich. Ich habe diesen Gummischlauch mit den Strümpfen gehasst.
 Und in ganz strengen Wintern trugen Mädchen unter den Röcken so eine Art Trainingshose aus dunkelblauer, schwerer Baumwolle mit Gummizug in der Taille und an den Knöcheln.

Gott sei Dank konnte meine Mutter nähen und war so fortschrittlich, für ihre Tochter lange Hosen zu nähen. Im ersten Schuljahr war ich im Winter die einzige in der Klasse in langen Hosen! Seit Kindesbeinen hieß es fürderhin für mich: Hosen ODER Röcke.
Aber jetzt: Nachdem ich bei so vielen MMM-Beiträgen Frauen mit Leggins unter Röcken und Kleidern sehen konnte, habe auch ich mich schließlich an den Look gewöhnt. Und so taste ich bekennende Hosenträgerin mich an Röcke und Kleider ran: über einer Hose getragen...

Über meinem "durchsichtigen" Streifenkleid, das ich schon auf dem Bügel hängend vorgestellt habe und das so hübsch A-förmig schwingt, trage ich ein seidenes O-förmiges Trägerkleid und drunter eine Hose aus Bouretteseide.
Die habe ich zu den Knöcheln hin mit Abnähern enger gemacht - und der Look erinnert mich ein ganz klein bissken an meine Kindergartenzeit. Und das im Sommer, und nicht im Winter!
Die Hose stammt übrigens von einem Safari-Anzug aus Bouretteseide, den ich ganz auseinander genommen habe. Gefällt mir für mich überhaupt nicht mehr. Aber das Material liebe ich. Also ist Recycling angesagt.
Unter anderem als Ärmel für ein neues rot-weißes Shirt nach meinem Standard-Kastenschnitt. Das passt auch prima unter den Trägerrock.
Das Rote ist eine grob gewebte Wildseide von K*stadt, die bei der ersten Wäsche enorm eingelaufen ist. Dies nur als Warnung. Angenehm, aber schrumpft!!!

Montag, 30. Juli 2012

Hauskleid

Ein perfektes Hochsommerkleid ist, wie auch Meike kürzlich feststellte, in der Taille locker und bei Hitze etwas besser zu tragen als Röcke. Also habe ich mich auf Schnittsuche gemacht und bin auch fündig geworden:
A-Linie mag ich. Dieses Hängerchen erfüllte meine Vorstellungen und war auch laut Beschreibung "leicht zu nähen". Also habe ich mir vorgenommen, diesen Schnitt auszuprobieren und für mich anzupassen. Sah auch ganz einfach aus.
Als Stoff habe ich einen (furchtbar flutschigen) Viskose-Ringelstreifenjersey genommen. Vorgeschlagen war ein bedruckter Baumwollstoff, also etwas Gewebtes. Klar, dass mein Jersey ganz anders fällt, aber das hatte ich schon bedacht. Ist ja auch ein Probekleid.

Hier war ich noch ganz zuversichtlich:
Das Oberteil gedoppelt mit einem schwarz-weiß-gemusterten Jersey von einem verschossenen T-Shirt, das ich nicht mehr trage, weil das Schwarz so aufgehellt ist. Ich finde, bei diesem Foto lässt sich schon meine erste Schwierigkeit ahnen: diese schmalen Streifen flirren vor meinen Augen. Schon beim Zuschneiden, aber erst recht beim Nähen bin ich schier wuschig geworden.
Das wäre auch ganz hübsch geworden, wenn ich das Muster hätte nach außen nehmen können - ging aber leider nicht. Verfärbung an prominenter Stelle. Geht gar nicht.
Zugeschnitten hatte ich das Teil in der größten Größe, weil ich gedacht habe: enger geht immer. Erfreulicherweise konnte/musste ich das schon angenähte Rockteil noch einmal abtrennen und an den Seiten jeweils 6 cm abnähen. Rockteil wieder dran. (Diesmal nicht mehr so akkurat auf einem Streifen - ich sage nur: FLUTSCHIG)

Und jetzt ahnt ihr: warum es kein Tragefoto gibt:
Ich bin ja nicht prüde. Als ich noch jung und schön war, hätte ich das wahrscheinlich auch in der Öffentlichkeit getragen. Es trägt sich wunderbar angenehm. Es schwingt so schön. Es ist so wunderbar luftig. Aber ich trage es nur zu Hause. Meinen Mann freut es. Mich freut es auch. Aber jetzt grüble ich, was ich drüberziehe, wenn ich rausgehe...

Und noch ein technisches Problem. Ich habe für den Saum ein Paspelband gewählt, dieses 08/15-Paspelband, das einen farbigen, wulstigen Rand hat, der hervorblitzen soll, und einen schmalen weißen Baumwollstreifen, auf dem man steppen kann. Leider schlägt das Paspel nach außen.
Kann man das verhindern? Passen die beiden Materialien überhaupt nicht zueinander? Wie mache ich das mit dem Paspelband nächstesmal richtig? Für Ideen und Erklärungen bin ich dankbar.

Vorläufiges Fazit: Den Schnitt probier ich noch einmal mit gewebtem Baumwollstoff. Die richtige Größe weiß ich ja jetzt.
Ringelstreifen eher nicht mehr. Macht in der Totalen ja einen fast uni Eindruck. Dafür handelt man sich unnötigerweise Schwierigkeiten ein, wenn es nicht 100%ig passt mit den Streifen. Dann lieber direkt uni - oder Blockstreifen, die ich liebe.
Diesen angenehmen Jersey lieber zum Standard-Shirt vernähen - das geht inzwischen fast mit geschlossenen Augen - da macht es auch nichts, wenn die Streifen flirren beim Nähen. Angezogen ist es ok.

Weitere Überlegungen zu Streifen-Kleidern findet ihr im Juli und August hier bei Meike .
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...