Mittwoch, 10. Juni 2015

nur 26 Grad...

... und nicht 30, wie angekündigt. Und erst am Freitag, und nicht schon am Mittwoch, wie angekündigt.
Deshalb gibt es ein Trage-Foto von meinem neuen Sommerkleid erst heute. Denn zu diesem Kleid muss die Sonne scheinen - bei bedecktem Himmel ist der Stoff einfach zu krass.

Als ich den Stoff auf dem Ladentisch im Köln-Kalker Afrikashop sah, hatte ich sofort genau das vor Augen: Passend zu meinen Brillenbügeln ein Windmühlenkleid!



Mein schon mehrfach genähtes Ballonkleid - bequem wie eine Hose, ich kann damit sogar Rad fahren, ohne in Gefahr zu laufen, dass der Rock in die Speichen kommt - einfach unübertroffen bei hohen Temperaturen.


Gern auch mit Ärmeln, damit ich mir nicht die alabasternen Schultern in der Sonne verbrenne. Na gut, das ist jetzt schöngeredet. Diese Farben sehen bei schwarzen Frauen zugegebenermaßen besser aus. Und trotzdem fühle ich Bleichgesicht mich in solchen Kleidern einfach gut!


Zweck erfüllt. (Ein Zweck unter mehreren: Witterungsschutz und so weiter - aber eben auch Wohlfühl- und Schönfühlfaktor.)

Den heutigen MMM eröffnet Karin - ebenfalls in einem Waxprint-Kleid. Toll, dass diese wunderbaren Stoffe Einzug in unser Stadtbild erhalten!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Striptease im Kaufhaus

Bei dem Wetter und diesen Lichtverhältnissen bekomme ich zuhause einfach keine ansehnliche Fotos hin. Deshalb ein kleiner Strip in der Umkleidekabine unseres kleinen Kaufhauses:


Oben dick eingepackt in sechs Lagen zum Warmhalten - meine Erkältung ist immer noch nicht ganz überstanden. In der Mitte meine geliebte Allzweckjacke mit den Samtaufschlägen und unten eine noch nie vorgeführte Bluse, nach einem Vogue-Schnitt, den ich ebenfalls  bei Mema gefunden habe und ganz toll finde.


Aus einem gut abgelagerten Jersey, denn ich muss einfach mal Jersey-Nähen üben. Ich hab häufig Ideen, die mir gut gefallen, aber ich tu mich doch recht schwer mit der Umsetzung. Übung macht die Meisterin. (Auch wenn ich es nicht zur Meister-Näherin bringen werden - die Praxis bringt es!) Hier verweise ich mal stolz auf die Stelle, wo sich 5 Nähte wirklich in einem Punkt treffen. Ich bin ein kleines bisschen stolz. Bei meiner ersten Bluse nach dem Schnitt ist das nämlich noch nicht so gut gelungen. Die ist aus schwarzer Seide, total fluddelig beim Nähen - und ich kann eine schwarze Bluse mit raffinierter Schnittführung überhaupt nicht fotografieren... Aber sie ist natürlich toll zu tragen. Beim nächsten Vernähen von fluddeliger Seide werde ich mal einen Tipp von Frau Buntekleider ausprobieren: ein Gelatinebad des Stoffes. Das anschließende Bügeln soll den Stoff steif und gut handhabbar machen. Bei der Wäsche soll die Gelatine rückstandsfrei entfernt werden können - das wäre bestimmt eine große Hilfe.

Sowohl die Jacke als auch die Bluse sind jeweils die zweite Umsetzung des jeweiligen Schnittes und die werden bestimmt nochmal genäht werden. Beide Inspirationen und Schnitte verdanke ich Mema - danke noch einmal dafür!

Wo sammle ich außerdem Ideen für schöne Kleidung? Natürlich beim MeMadeMittwoch, wo FrauCrafteln heute mit ihrer Steh-Hose etwas hadert. (PS: Meine schwarze Kordhose ist übrigens auch selbst genäht - aber bei Schwarz von mir einfach nicht darstellbar...)





Mittwoch, 25. September 2013

Leibchen

Neulich in Belgien musste ich mir die Zeit vertreiben, weil mein Liebster einem befreundeten Motorradfahrer die Daumen beim Rennen drücken wollte. Und Motorradrennen interessieren mich nun mal überhaupt nicht. Also schlenderte ich im benachbarten Hasselt (oder so ähnlich) über einen Trödelmarkt wo ich mich sehr beherrscht habe. 3 ganze Euros habe ich ausgegeben: einen für einen Stoffhund, der mindestens so alt ist wie ich und je einen Euro für zwei Stoffcoupons.  Ich komme gerade nicht auf die richtige Bezeichnung - es waren solche Demoproben, mit denen in Deko-Läden gezeigt wird, in welchen Farben ein Stoff alles zu haben ist. Da kann ich häufig nicht widerstehen.


Diese Farbkombination war der Hauptstoff von ca. 120cm x 120cm. Das Changieren wird hervorgerufen durch zwei verschiedene Kettfäden und einen Schussfaden in einer dritten Farbe. Das gefiel mir schon mal gut.


Und wie üblich zeigten kleinere Stoffproben, in welchen Farben und Schattierungen der Stoff noch zu haben gewesen wäre. Im Laden, natürlich nicht auf dem Trödelmarkt.

Als ich zu Hause war und die einzelnen Proben auseinanderfummelte, ergriff mich leichtes Grausen: Eigentlich waren die Proben falsch rum zusammengeheftet und zeigten die linke Seite. Die rechte Seite ist ein in meinen Augen ziemlich gruseliger Möbelstoff - so gar nicht mein Geschmack:


Keine Ahnung, wie man das nennt - es ist so eine Art samtiger Flor mit schräg stehenden Fäden, also mit Strich. Ich glaube, das kann auf den Fotos gar nicht so schrecklich rüberkommen, wie es aussieht. Und dabei sind die Rückseiten SOOO schön!

Also habe ich die Abseite zur rechten Seite erklärt und mir ein Leibchen geschneidert. Ich habe schon so ein Teil, das ich gerne trage und mir immer schon mal nachschneidern wollte. Hier habe ich es also erst einmal ausprobiert und festgestellt, dass ich nur am Ausschnitt noch etwas ändern sollte.


Wer hier schon mal öfter stöbert, der weiß, dass ich gerne taillenkurze Oberteile trage. so auch hier. Nicht ganz quadratische Vorder- und Rückteile (an der Schulter ab geschrägt), die mit je einem Riegel in Taillenhöhe verbunden sind.

Hier sieht man innen die Polsterstoff-Seite blitzen. Meine Vorlage war verstürzt, was ich auch bei weiteren Exemplaren vorhabe. Bei diesem Teil hat sich das Füttern erübrigt - als Abseite finde ich die hässliche "gute Seite" ganz ok.

Hinten habe ich funktionslose Rechtecke als Dekoration aufgesteppt. Vielleicht spendiere ich mir vorne noch eine kleine Tasche - die kann man ja immer gebrauchen.


Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Leibchen, eins will ich mir noch aus einem gelben Cord nähen, der als Rest einmal übrig geblieben ist. Als Farbklecks bei sonst so leicht tristem Grau oder Schwarz würde mir das gut gefallen.

Wieder etwas überhaupt nicht Figurnahes genäht - viel kompliziertere Schnitte und gänzlich andere Designs sind heute wieder beim MMM zu bewundern. Viel Spaß dabei!

Sonntag, 7. Juli 2013

Seidenkleid - wie angekündigt


Mein buntes Sommerkleid hat mir so gut gefallen, dass es schon mehrere Folgekleider gibt - dieses hier aus kühler Seide, die etwas steht und bei Hitze sehr angenehm zu tragen ist. Zur Entstehung habe ich schon unter dem Stichwort Geburtstagskleid  geschrieben.



Die Kette war ein Geschenk und ich musste erst mal schlucken - aber jetzt lieeeebe ich sie. Aber man sollte sie nicht an einem Bitte-seht-an-mir-vorbei-Tag tragen, sie fällt schon auf...

Und so lange es eine MMM-Sommerpause gibt, kann die interessierte Schneiderin bei Anna und ihrem  sweet summer sewing Nähinspirationen finden...

Mittwoch, 8. Februar 2012

warm anziehen

Und schon wieder ist es Mittwoch - und weil es immer noch klirrend kalt ist, zeige ich euch heute meinen dicksten, selbst genähten Winterpulli - wie immer nach dem gleichen Schnitt - wie immer mit kleinen Änderungen: Es ist so wunderbar klar, dass ich gerne ein Foto draußen machen wollte. Außerdem flirren hier Eiskristalle durch die Luft und blitzen und blinken im Sonnenlicht, aber das ließ sich nicht so richtig einfangen. Keine Schneeflocken, sondern viel kleinere Mini-Brillanten. Wunderbar. Sie erinnern mich ein bisschen an diese kleinen Kreuze, die manche unter ihrem Cursor auf dem Rechner installiert haben und die dann bei jeder Bewegung hinter dem Curser hertanzen - wo bekommt man dieses Gadget eigentlich her *grübel*?

Aber erst mal rein in die warme Stube, denn sooo warm ist der Pullover auch nicht. Er ist zwar der wärmste aller meiner Walkpullis, aber draußen ist wirklich eisig. Ich mag diese Farben sehr und habe für diesen Doubleface bisher am meisten Geld ausgegeben - und ich ärgere mich ziemlich, weil die Wolle so pillt. Die anderen Qualitäten sind da weitaus besser. Die weitaus schönste Qualität ist ein ganz weicher, sehr leichter und gar nicht kratziger Walk - leider in dunkelgrün und in keiner anderen Farbe zu haben gewesen. Dunkelgrün ist nicht wirklich meine Farbe.
Weil es ein Doubleface ist, habe ich die Ärmel so lang geschnitten, dass ich sie krempeln kann. Den Kragenbereich habe ich etwas höher geschnitten und dafür vorn einen Schlitz eingeschnitten, so dass die Abseite hervorblitzen kann. Alle Nähte sind als Französische Nähte ausgeführt und der Saum und der Ausschnitt sind mit einem Zierstich leicht fixiert - ich mag es nicht so gern, wenn Walk nur geschnitten ist an den Rändern. Durch diese Art des Zusammennähens kann ich diesen Pullover wirklich wenden und mit der bordeauxroten Seite nach außen tragen - was ich aber nur ganz selten mache, weil mir das helle Violett gut gefällt. Moment, ich nehme mal kurz den me made Schal ab, damit ihr den Kragen besser sehen könnt.

Bei diesem Foto hier, wo der Halsausschnitt ganz gut zu erkennen ist, habe ich die Assoziation zu so kleinen pausbackigen Käthe-Kruse-Porzellanengeln, die Weihnachtslieder singen...
Also sehet, ich verkünde euch große Freude, nämlich wenn ihr HIER klickt, könnt ihr dank Cats Initiative und Beständigkeit sehen, ob die anderen heute in Schönheit frieren oder schön warm gewandet sind.(Cat sieht schon mal gut aus in diversen Schichten...)

Und noch ein kleiner Nachtrag:  Eben versicherten sich zwei junge Männer - ich schätze sie so auf Mitte 30 - an der Bushaltestelle, dass sie NIEEEE lange Unterhosen anziehen würden, wie sähe das denn aus! Ich hätte sie am liebsten darüber aufgeklärt, dass ihre bibbernden, von einem auf den anderen Fuß wippenden und vor Kälte leicht zusammengekrümmten Gestalten auch nicht sehr sexy wirken. Hab ich mir verkniffen. - Unter meine Kleidung passt noch einiges an Wärmendem drunter - und das tut heute ja wirklich gut *freu*
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...