Mittwoch, 28. März 2012

es grünt so grün (2).

... hach, es ist Frühling! DAS ist jetzt die Farbe, die meine Stimmung am besten widerspiegelt.

Dieses Kastenshirt nach meinem bzw. ohne richtigen Schnitt wirkt durch den leichten, Ton in Ton mit Blumen bestickten Stoff ganz anders als das grüne Shirt aus grob gewebter Baumwolle, das ich euch neulich hier gezeigt habe. Trotz der gleichen Farbe. Viel fluffiger.

Hier habe ich den Ausschnitt nicht nur einfach knapp gesäumt (so eine Art Rollsaum, wie ich es meistens mache), sondern aus dem Stoff des anderen Shirts einen Beleg dagegengesetzt. So liegt der Ausschnitt schön.Und den Ausschnitt der Vorderseite diesmal geringfügig tiefer geschnitten als im Rückenteil, so dass das Anziehen ohne Grübeln vonstatten geht.  

Die Ärmel habe ich diesmal vollständig gedoppelt, so dass sie sich gut in jeder Höhe krempeln lassen. Und Krempeln muss sein, denn sonst bleibe ich gern an Türklinken hängen. Hm, eigentlich natürlich ungern. Also, optisch wäre das durchaus ok mit den "langen" Ärmeln, aber halt unpraktisch.

Die Farbe des Shirts liegt in Natura etwa zwischen diesen beiden Fotos - jedenfalls auf meinem Bildschirm.

Und ich habe jedesmal Spaß an den Brillenbügeln, die so gut passen... Genau so gut passen wird meine neue Hose, die ich aber noch nicht gesäumt habe. Vielleicht kann ich die nächste Woche mal vorführen...

Bei Cat  könnt ihr sehen, wie frühlingshaft die anderen heute gewandet sind. Bevor ich da stöbern gehe, will ich aber noch einen schönen Platz für die entzückende Darstellung einer "Beschwingten Dame in blauen Kleidern" finden. O-Ton der kleinen Künstlerin Z.: "Hellgrün ist leer."


Mittwoch, 21. März 2012

große Punkte

Meine liebe Freundin A. hat doch einen hervorragenden Blick für passende Hintergründe: "Dieses Top unbedingt vor der weißen Wand, wenn das Licht Kringel wirft!" Et voilà - Punkte im Lichtkegel

"Mein" (japanisches) Shirt, diesmal aus bedruckter Baumwolle. Ich liebe Punkte, falls das noch nicht aufgefallen ist... Sie dürfen auch groß sein. Bedruckte Baumwolle ist nicht ganz so ideal für den Schnitt, weil die linke Seite nicht herzeigbar ist. In einem solchen Fall schneide ich den gesamten Ärmel doppelt zu. Dann kann man die Ärmel auch hochkrempeln, ohne dass die linke Stoffseite sichtbar wird. (Bei durchgewebten Mustern ist das ja egal.)

Die Hose war mal ein Versuch, eine Bundfaltenhose und damit etwas Feineres zu probieren. Soll ja strecken, hab ich mir gedacht. Ist aber nicht so mein Ding - so lange kann ich gar nicht still stehen, dass das mal gut aussieht.

Zu Hund passt Bügelfalte auch gar nicht. Kehre ich also zu bollerigen Wohlfühlhosen zurück - ich habe gerade eine in der Mache, die auch zu diesem Shirt passen sollte. Und zwar aus diesem Stoff - der macht mich ganz wuschig beim Nähen, weil die Streifen immer flirren...

Ich mag also nicht nur Punkte, sondern auch Streifen. Was die anderen Schneiderinnen so mögen, könnt ihr wie immer bei der heute aus gegebenem Anlass wild entschlossenen Cat sehen. Viel Spaß beim Stöbern!

Mittwoch, 14. März 2012

japanisch?

So bin ich zum Nähen gekommen: Als ich das Rauchen aufgehört habe, hatte ich plötzlich so viel Geld übrig, dass ich gewagt habe, bei einer Designerin in den Laden zu gehen, die an ihre Modelle keine Preise geschrieben hat. Unter anderem habe ich mir da ein, zwei, drei Shirts aus Bouretteseide in wunderbaren Farben geleistet, die als Basics für mich perfekt sind. Und als ich mir die näher angesehen habe, dachte ich mir: DAS musst du eigentlich auch können - nur gerade Nähte.

Und das Design ist für mich ein Ideal: clean, konstrukivistisch und trotzdem wohl proportioniert.  Hat für mich so was Japanisches...



Als Stoff habe ich eine grob gewebte Baumwolle gewählt mit einem leichten Plissée- bzw. Knitter-Effekt. (Das Shirt IST gebügelt, die Falten sind im Stoff!). Für einen Anfänger war das ja eine gute Wahl - easy zu nähen. Vorder- und Rückenteil sind ein Rechteck, die Ärmel fallen aus dem Rest ab - es gibt keinen Verschnitt. Perfekt für die Müllvermeiderin aus Überzeugung.
Ein schönes Detail für mich sind die französischen Nähte - das sieht so wunderbar sauber aus, vor allem, wenn man die Ärmel krempelt... Allerdings hatte ich die ersten Male, wenn ich dieses Shirt nähte, IMMER Hemmungen, zuerst die "falsche" Seiten zusammenzunähen. Da musste ich mich IMMER zwingen...


Inzwischen näh ich diese Shirts blind. Ich liebe sie und ihr werdet bestimmt noch eine ganze Reihe weitere zu sehen bekommen, wenn es wärmer wird.
Dieses hier hat als einziges Dekor einen grün geringelten Knopf auf der linken Schulter. (Schade, Detailfoto vergessen)



Dieser Knopf ist draufgekommen, weil der Ausschnitt vorn nur minimal tiefer ist als hinten. Trotzdem hat es immer gestört, wenn ich das Shirt verkehrt rum angezogen habe. Jetzt weiß ich: da wo der Knopf ist, ist links.


Und wenn ihr mal herzlich lachen wollt, lest mal meine Nähanleitung, die ich mir geschrieben habe, weil ich immer wieder ins Grübeln kam wegen der französischen Nähte:


Halsausschnitt
1.    Versäubern
2.    2x umbügeln
3.    Knapp feststeppen (Naht liegt innen, Unterfaden ist zu sehen)
Schulternähte
1.    Innen auf innen legen, knapp absteppen
2.    Außen auf außen legen, fußbreit absteppen
Saum
1.    2x umbügeln und entlang der Linie 2 absteppen
2.    Ärmelsäume ebenso
Ärmel annähen
1.    Die Ärmelmitten an den Schulternähten feststecken und zwar so, dass alle „guten Seiten“, also rechte Seiten nach außen zeigen. Das sieht falsch aus, ist aber richtig. In der Achsel nicht ganz schließen, um Knubbel zu vermeiden.
2.    Umbügeln und „schöne Naht“ schließen
Fertigstellen
1.    Seiten- und Ärmelnaht schließen und zwar: alles wenden und erst von rechts knapp absteppen
2.    Wenden und französische Naht schließen, abgeschnittene Fäden in den Achseln per Hand vernähen.


Wie gesagt, inzwischen kann ich das blind. Was die anderen Schneiderinnen und Designerinnen heute tragen, könnt ihr wie immer bei  Cat sehen. Fröhliches Stöbern!

MMM-Logo

Hilfe - wie bekomme ich eigentlich das Me-Made-Mittwoch-Logo von Cats Seite hier in mein Blog?

(Ich habe versucht, es als "eigenes Gatget" mit der URL einzufügen, was aber nicht geklappt hat.) Über eine Anleitung, wie das geht, würde ich mich sehr freuen. Cat mag ich nicht fragen, weil die einen neuen Job hat und sowieso schon so viel für uns alle tut...

Ich freu mich über jeden Hinweis!

Freitag, 9. März 2012

geht nach hinten los...

Seit Wochen ärgere ich mich über eine Plakat-Kampagne der Straßenverkehrswacht in NRW. Hier hängen neben Autobahnen und Landstraßen solche Kinderzeichnungen:


Jetzt ist es ja so, dass Werbung aufmerksam machen soll. Machen diese Plakate auch. Aber die Autofahrer gucken hin und versuchen während der Fahrt, das Bild zu entschlüsseln. Ich glaube nicht, dass jemand zuerst liest: ABGELENKT? RISIKO RAUS!
Ich jedenfalls und alle die ich befragt habe, gucken sich das Bild an und fragen sich, wen es jetzt wieder erwischt hat. Einmal ist es nämlich die Mama, einmal der Opa, einmal Lars...

Für mich ist das ein Beispiel für verfehlte Maßnahme: der Autofahrer WIRD abgelenkt durch die Art der Darstellung, und damit ist die gut gemeinte, aber schlecht gemachte Tafel ein ZUSÄTZLICHES RISIKO.

Wie seht ihr das?

Mittwoch, 7. März 2012

Jetzt hab ich es raus!

Hurra, ich hab es raus! Pünktlich zum Ende der "Saison der langärmligen Oberteile" habe ich endlich einen Schnitt raus, den ich als Basisschnitt für mehr oder weniger langweilige aber gut sitzende langärmlige Shirts nehmen kann. Genäht auf meiner neuen Ovi, mit der ich langsam vertrauter werde. Aber vorher zeige ich euch noch eine nette Kleinigkeit.

Ich habe schon mal die dicken Winterjacken zum Reinigen oder Übersommern weggehängt und was farblich Passendes für Drüber rausgesucht: meine blaue Jacke mit dem niedlichen Knopf.


Wenn ich für euch strippe, könnt ihr auch schon etwas mehr von dem grünen Nickistoff sehen, der seit meiner "Wasserfarben-Phase" gut verpackt in einer Kiste geruht hat. Wunderbarer Baumwoll-Nicki-Stoff, von dem ich noch eine Menge habe und von dem ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich damit einmal vorhatte. Mein neues Grün ist eher so birkenblätter-limone-brillenbügel-grün. Aber zum Probieren war es klasse. Außer, dass Nicki natürlich flust wie Teufel.

Geschlossen wird meine Jacke von dieser kleinen Dame, die ich nicht selbst gebastelt habe, sondern eine Kunsthandwerkerin aus der Nachbarschaft, die u.a. ihre Knöpfe über den heimischen Handarbeitsladen vertreibt. Und da sagt man mir, dass sie leider lange nichts mehr von der Dame gehört haben. Finde ich schade.

Und zum guten Schluss noch einmal den Nicki in voller Schönheit *g*
Ärmel da, wo sie hingehören. Nicht zu eng und nicht zu weit. Ein Schnitt, den ich als Basis für Jerseys nehmen kann. Bisher hab ich Jerseys nämlich  noch nie verarbeitet. Man tastet sich ran. Gerade übe ich es, einen Saum mit der Zwillingsnadel hinzubekommen. Das ist mir bisher nämlich noch nicht so gut gelungen. Deshalb habe ich den Saum an diesem Shirt hier mit der Hand gesäumt, damit ich es heute vorführen kann. Aber das bekomme ich auch noch hin...

Und was die anderen Schneiderinnen so gezaubert haben könnt ihr wie immer HIER bei Cat entdecken.
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