Mein neuer Mantel - nach bewährtem Burdaschnitt ist seit drei Tagen fertig und hat mir schon witzige Kommentare und nette Begegnungen beschert. Eine alte Dame fragte mich, ob ich das Fräulein vom Amt sei. Wissen heutzutage eigentlich die jungen Leute noch, wer oder was das sein könnte? Vielleicht aus alten schwarz-weiß-Filmen? Ich selbst habe als Schülerin in London noch Telefonvermittlungsstellen gesehen, wo von lauter "Fräuleins vom Amt" die Verbindungen hergestellt wurden.*
Das Motiv auf dem Waxprint sind nämlich Telefonapparate! Von einem Kind habe ich nämlich auch die Frage gestellt bekommen, was das eigentlich sei, da auf meinem Mantel. Und dann war die Enttäuschung groß, dass man mit diesen Telefonen gar nicht fotografieren konnte...
So viel fröhliche Resonanz habe ich - außer beim MeMadeMittwoch natürlich - noch nie auf ein Kleidungsstück bekommen, sogar von jungen und alten Männern, was eher die Ausnahme ist bei Klamotten...
Heute bin ich völlig me made eingekleidet. Deshalb reihe ich mich auch beim MMM ein...
Die Hose kennt ihr schon von hier und das Shirt von hier. Das ist übrigens aus einer grob gewebten Seide und das Material trägt sich einfach wunderbar.
Bis zur nächsten Woche beim Kofferpacken!
______________
* Nachtrag
Jetzt weiß ich es wieder: bevor es Selbstwähl-Telefone gab, funktionierte Telefonieren so: Man nahm den Hörer von der Gabel und hatte dadurch automatisch die Verbindung "zum Amt". (Vielleicht musste man auch das Amt anwählen? Ich glaube nicht.) Dann sagte man der Person am anderen Ende der Leitung - und in der Regel waren das meinem Kenntnisstand nach Frauen - mit wem man verbunden werden wollte. In diesem (Fernsprech-)Amt saßen ähnlich wie in heutigen Callcentern die Vermittlerinnen nebeneinander an riesigen Schalttafeln, wo sie durch das Umstecken von Leitungen manuell eine Verbindung von Anrufer zu Adressaten herstellten. So jedenfalls sah es noch vor knapp 50 Jahren in einem Londoner Fernsprechamt aus...
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Mittwoch, 28. Juni 2017
Mittwoch, 21. Juni 2017
Wir Schwestern
Ich: Kannst du bitte mal ein Foto für den MeMadeMittwoch von mir machen?
Lieblingsschwester (=LS): Gern. Kaffee oder Wasser?
Ich: Wasser bitte.
LS: Gelbes oder lila Glas?
Ich: Hmmm.
LS: Sag schon!
Ich: Gelb.
LS: Das Gelb passt nicht. Du bekommst ein lila Glas.
Ich: Hmmm.
LS: Mit Zitrone. das wird dann ein schönes Foto...
Lieblingsschwester (=LS): Gern. Kaffee oder Wasser?
Ich: Wasser bitte.
LS: Gelbes oder lila Glas?
Ich: Hmmm.
LS: Sag schon!
Ich: Gelb.
LS: Das Gelb passt nicht. Du bekommst ein lila Glas.
Ich: Hmmm.
LS: Mit Zitrone. das wird dann ein schönes Foto...
Schönes Foto also vom (alten) Kleid mit passendem Getränk...
Heute mit Ärmeln, weil ich von letzter Woche noch einen leichten Sonnenbrand habe...
Einen passenden Unterteller gab es auch noch.
Und tschüss - bis nächste Woche beim MMM!
Mittwoch, 31. Mai 2017
Immer noch weit...
Immer noch (zu) weit. In meinem letzten Post vor zwei Wochen habe ich von meinem jüngsten Nähabenteuer berichtet. Danke für die hilfreichen Hinweise und Tipps. Fazit: Dieser Schnitt ist es leider auch nicht, aber die neue Hose trage ich jetzt zum eigenen Erstaunen ganz gern ich wollte mal ein schmaleres Teil unter längeren Oberteilen. (Üblicherweise trage ich meist weitere Hosen und kurze, kastenförmige Shirts.)
Gefallen haben mir die Taschen und die kleinen Schlitze in der Seitennaht.
Die kleinen Seitenschlitze sind mir nur suboptimal gelungen, weil ich lange nicht geahnt habe, wie lang die Hosenbeine zu arbeiten sind, weil mir bei diversen Anproben nicht deutlich wurde, ob der Bund in der Taille sitzt oder eher hüftig. Jetzt sind die Hosenbeine zu lang und ich grüble noch, ob ich lieber Schlitze habe (rechtes Hosenbein) oder die Hose noch kürze und auf die Schlitze verzichte. So viel Arbeit würde ich gerade noch reinstecken...
Die hübschen Reißverschluss-Taschen sieht man nur, wenn ich ein Buch vom obersten Regalboden hole oder eine Birne in die Deckenlampe einschraube. (Oder wenn ich extra für euch den Hemdsaum anhebe...)
Hier kann man gut erkennen, dass noch viel Luft drin steckt. Ich will ja gar keine knallenge Hose, dafür ist die Figur nicht mehr so toll. Aber gut sitzen ist anders. Ich habe schon jede Menge Anleitungen gefunden, wie man in einem Schnitt Platz schafft für einen großen Busen. Ich kann das aber gedanklich nicht einfach übertragen auf unproportional viel Bauch in einer Hose - tja, und wenn ich etwas nicht verstehe, kann Rumprobieren ziemlich in die Hose gehen. Jedenfalls bei mir. In solchen Situationen sehne ich mich immer nach nähkundigen Schwestern oder Freundinnen, die an den richtigen Stellen abstecken können. Ach, oder nach meiner Mutter, die auch so etwas perfekt konnte...
Aber ich will nicht jammern, denn ich trage die Hose jetzt so wie sie ist und orientiere mich bei weiteren Hosennäharbeiten wieder an gut sitzenden, altbekannten Exemplaren. Dieser Schnitt jedenfalls ist schon wieder entsorgt, denn der notwendigen Anpassungen wären zu viele.
Gefallen haben mir die Taschen und die kleinen Schlitze in der Seitennaht.
Die kleinen Seitenschlitze sind mir nur suboptimal gelungen, weil ich lange nicht geahnt habe, wie lang die Hosenbeine zu arbeiten sind, weil mir bei diversen Anproben nicht deutlich wurde, ob der Bund in der Taille sitzt oder eher hüftig. Jetzt sind die Hosenbeine zu lang und ich grüble noch, ob ich lieber Schlitze habe (rechtes Hosenbein) oder die Hose noch kürze und auf die Schlitze verzichte. So viel Arbeit würde ich gerade noch reinstecken...Die hübschen Reißverschluss-Taschen sieht man nur, wenn ich ein Buch vom obersten Regalboden hole oder eine Birne in die Deckenlampe einschraube. (Oder wenn ich extra für euch den Hemdsaum anhebe...)
Hier kann man gut erkennen, dass noch viel Luft drin steckt. Ich will ja gar keine knallenge Hose, dafür ist die Figur nicht mehr so toll. Aber gut sitzen ist anders. Ich habe schon jede Menge Anleitungen gefunden, wie man in einem Schnitt Platz schafft für einen großen Busen. Ich kann das aber gedanklich nicht einfach übertragen auf unproportional viel Bauch in einer Hose - tja, und wenn ich etwas nicht verstehe, kann Rumprobieren ziemlich in die Hose gehen. Jedenfalls bei mir. In solchen Situationen sehne ich mich immer nach nähkundigen Schwestern oder Freundinnen, die an den richtigen Stellen abstecken können. Ach, oder nach meiner Mutter, die auch so etwas perfekt konnte...
Aber ich will nicht jammern, denn ich trage die Hose jetzt so wie sie ist und orientiere mich bei weiteren Hosennäharbeiten wieder an gut sitzenden, altbekannten Exemplaren. Dieser Schnitt jedenfalls ist schon wieder entsorgt, denn der notwendigen Anpassungen wären zu viele.
Außerdem stehen als nächstes erst einmal Kleider an, denn die Temperaturen machen Lust auf Sommergarderobe UND ich habe bei Waxprints zugeschlagen und bin voller Vorfreude... Wenn ich nicht auf einen bewährten Schnitt zurückgreife, schwebt mir auch so ein Mantelkleid vor, wie Sybille es trägt, die heute den MeMadeMittwoch moderiert.
Mittwoch, 3. Mai 2017
Veilchen und Rose
Eigentlich wollte ich heute gar nicht bloggen, weil ich heute vormittags eher gestreift rumgelaufen bin und heute beim MeMadeMittwoch Blumen das Motto sind.
An Rosen liebe ich vor allem den Duft. Blumen finde ich für klugscheißerische Lebensweisheiten ungeeignet. Ich mag beide - und bei den Menschen freue ich mich, dass wir nicht alle gleich sind...
Die Jacke habe ich hier schon mal beschrieben mit Burdaschnitt und Details. Und die Hose ist nach diesem Schnitt gearbeitet, allerdings bequemer Weise mit einem Elastikbund.
Und später gehe ich beim MMM nachsehen, ob wir heute in Blumen schwelgen können - oder doch eher in Streifen...
Aber dann ging mir die ganze Zeit ein Spruch im Kopf herum:
Blüh wie das Veilchen im Moose,
sittsam bescheiden und rein.
Nicht wie die stolze Rose,
die stets nur bewundert will sein.
(Oder so ähnlich.)
Und dann habe ich mir meine Rosen-Jacke geschnappt und Ausschau gehalten nach einem Veilchen. Nur um kundzutun, dass ich den Spruch schon seit alters her ziemlich doof finde. Weil man den nämlich vorwiegend (ausschließlich?) Mädchen vorgehalten hat. Für mich fand ich das nicht erstrebenswert.
An Veilchen mag ich die Farbe und mehr noch, dass sie mit die ersten sind, die im Frühjahr blühen.
An Rosen liebe ich vor allem den Duft. Blumen finde ich für klugscheißerische Lebensweisheiten ungeeignet. Ich mag beide - und bei den Menschen freue ich mich, dass wir nicht alle gleich sind...
Die Jacke habe ich hier schon mal beschrieben mit Burdaschnitt und Details. Und die Hose ist nach diesem Schnitt gearbeitet, allerdings bequemer Weise mit einem Elastikbund.
Und später gehe ich beim MMM nachsehen, ob wir heute in Blumen schwelgen können - oder doch eher in Streifen...
Mittwoch, 29. März 2017
Den Frühling gestreift
Es wird Frühling - und ich bin mal wieder beim MMM dabei. Irgendwie schaffe ich es immer seltener - und dabei finde ich den MMM nach wie vor eine wunderbare Einrichtung. Ein dickes Dankeschön an das ganze Orga-Team - und an all die LeserInnen, die trotz meiner Unstetigkeit stets freundliche Kommentare und liebe Grüße hinterlassen. Ich freu mich immer...
Hier präsentiere ich mein neuestes Shirt aus Webware (Baumwolle), auch wenn es vielleicht nach Jersey aussieht. Im Solinger Stoffdschungel haben mich die Farben angelacht und der Coupon sollte für eine Tunika reichen. Ich hatte im Hinterkopf ein französisches Modell, das ich aber heftig abgewandelt habe. Kräusel statt Falten, tief eingesetzte Ärmel... Aber die Anmutung stimmt.
Nur den Ausschnitt werde ich noch etwas vertiefen, weil mir die Vorderfront etwas zu großflächig erscheint. Oder ich bastel noch eine Paspeltasche rein - irgend etwas muss da noch passieren.
Der "Kopfschmuck" ist dem heutigen bad-hair-day geschuldet. Die Hose ist aus schlammfarbenem Nicki nach diesem Burdaschnitt mit den gleichen Änderungen wie die lilafarbene.
Und die Schönheit, mit der ich neckische Schattenspielereien auf der Hauswand betreibe, ist meine Lieblingsschwester und -fotografin.
Mittwoch, 1. März 2017
igittigitt!!!
Heute wollte ich einmal demonstieren, weshalb ein Schildkrötkragen so heißt, wie er heißt. Sieht es nicht wirklich aus wie eine Schildkröte, die den faltigen Hals aus dem Panzer reckt? Für einen Pullover ist diese Kragenform eine gute Lösung: schön warm im Nacken aber nicht so beengend wie ein Rollkragen - ich mag das. Ich kann sogar eine Bluse drunter tragen und wenn ich den Pullover ausziehe, ist der Blusenkragen nicht zerdrückt. Ich mag das. (Vorgestellt habe ich diesen "meinen" Pullover schon mehrfach - hier sogar in Bewegung...)
Etwas ist neu.
"Frau Prinzenrolle, was haben Sie denn da? Iiiiiihhhh" hörte ich neulich, als ich diesen Walkpullover trug.
Achtung, arachnophobe Leserinnen und Leser, heute einfach mal nicht weiterlesen! Vorsicht, ich dreh mich jetzt um!
Die Inspiration kam aus den Tiefen des Netzes (genauer gesagt von hier) und als gelernte Biologin konnte ich solch einer Idee nicht lange widerstehen. Genauer gesagt: etwa zehn Minuten. Dann suchte ich mir einen seidenen Faden und eine Sticknadel, zog den Pulli aus, setzte mich vor den Bildschirm und kopierte die Vorlage. (Eine weiße Bluse hatte ich gerade nicht zur Hand...) Und ehe mir kalt werden konnte, war das Handwerk schon getan und ich konnte den Pullover wieder anziehen.
Untenrum trage ich übrigens diese Flanellhose, die ich wieder auf meine Standardlänge gekürzt habe. Jetzt trete ich mir auch nicht mehr auf den Saum...
Und ehe ich jetzt auf den MeMadeMittwoch verweise, den heute die wunderbare Mema moderiert und auf dem schöne Frauen selbst geschneiderte Kleider vorführen, möchte ich einmal ausdrücklich für all die freundlichen Grüße und hilfreichen Kommentare danken, mit denen ihr meine Posts bedenkt. Ich freue mich immer riesig! Danke. Und habt eine schöne Woche!
Mittwoch, 8. Februar 2017
Etwas Farbe bitte!
Für die heutigen Fotos meinte meine Fotografin: Wir brauchen etwas Farbe! Eigentlich hätte die Honigmelone, die ich eben gekauft habe, auch ausgereicht, aber daran haben wir in dem Moment gar nicht gedacht.
Aber für farbige Fotos ist mir ja nichts zu schwer, wie ihr sehen könnt.
Etwas wackelig das Ganze, aber...
... geht schon!
In voller Pracht meine neueste Hose
und mein ältester Pullover - beide Schnitte abgekupfert von gern getragenen Kleidungsstücken...
Und hier einmal der Stoff aus der Nähe, dem ich nicht widerstehen konnte: typisches Anzug- bzw. Hosenmuster, aber mit gestickten Blättern und applizierten Blüten. Die letzten 3 Meter erstanden auf einem Wühltisch zu einem sensationell niedrigen Preis. Auch so eine Freude...
Ich sonne mich wieder mal in dem Gefühl: Das trägt sonst keine *freu*
Und damit tauche ich nach längerer Paus wieder beim MeMadeMittwoch auf, den heute Meike letztmalig moderiert, über deren Statements zu Modefragen ich mich häufig wundere. Beispielsweise assoziiere ich mit "Oversized" eher Bequemlichkeit als "unterstrichene Hilfsbedürftigkeit". Aber wie gut, dass wir alle unterschiedlich ticken - auch das genieße ich immer wieder beim MMM.
Herzliche Grüße an alle Gleich- und Andersgesinnten!
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Gastbloggerin beim MMM
Willkommen zu einem neuen MeMadeMittwoch!
Heute bin ich stolze Gastbloggerin beim MMM und nutze die Gelegenheit an dieser prominenten Stelle für dreierlei.Erst einmal präsentiere ich meinen meist-getragenen-Pullover-ever, den ich für mindestens ein weiteres Jahr gerettet habe, indem ich Patches auf die inzwischen fadenscheinigen Ellenbogenbereiche appliziert habe. Dazu eine jogginghosen-bequeme Nadelstreifenhose, beides hier beschrieben. Um selbst geschneiderte Kleidung geht es beim MMM schließlich.
Dann hätte ich einen Tipp für einen schöneren Alltag.
Hier beim MMM sind wir es gewohnt, einander Komplimente zu machen. Ich habe das "für die Straße" übernommen und sage schon mal: "Oh, was ein fröhlich bunter Regenschirm" - "Was für eine wunderschöne Jacke!" oder auch nur "Schicker Hut". Das zaubert dem Gegenüber mindestens ein Lächeln ins Gesicht, wie man so schön sagt. Und es funktioniert in der großen Stadt und im kleinen Dorf.

Probiert das gerne mal aus - es macht einem selbst Spaß, anderen eine kleine Freude zu bereiten...

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So, jetzt ein dicker Strich, weil es farblich nicht passt, aber ich nutze die Gelegenheit für eine eine Frage an erfahrene Näherinnen, die sich mit Strickstoffen auskennen, denn ich habe da bisher keine Erfahrung und bei meinen bisherigen Versuchen leider wenig Erfolg:
Gibt es Tipps zum Vernähen eines solchen Rippenstrickstoffs? (2-rechts-2-links, Wolle)
Wie bekomme ich das besser hin? Ohne Wellen?
Und: Ich hatte die Idee, den Saum etwas aufzuribbeln und mit den erhaltenen Fäden mit feinen Stricknadeln abzustricken. Aber wie ich es auch anstelle - ich KANN das nicht aufribbeln. Kann das sein? Was mache ich falsch?
Ich habe diesen Wollstoff in einem tollen Rot geschenkt bekommen, habe auch einen schönen einfachen Schnitt dafür, aber er sollte in der Ausführung auch ordentlich werden, sonst wäre es schade um das gute Material...Hier mein Versuch mit der Overlockmaschine - nicht so gelungen.
Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Mittwoch, 14. September 2016
zu allen Gelegenheiten
Noch kann ich lachen - zwischen Foto und Blogpost liegen drei Stunden und der Verlust eines Backenzahns. Fast elegant gewandet habe ich mich auf den Weg zum Zahnarzt gemacht. In diesem heiß geliebten Leinenkleid fühle ich mich einfach zu allen Gelegenheiten gut angezogen. Bei der aktuellen Hitze ganz besonders. Hier kann man es im Sonnenlicht fotografiert besser sehen...
Jetzt mach ich mich auf die Socken - oder wie sagt man barfuß im Sommer??? - und nehme den nächsten Termin wahr. Hoffentlich lässt die Wirkung der Spritze bald nach, sonst muss ich besser still schweigen...
Abends sehe ich mal nach, was die anderen Damen beim MeMadeMittwoch heute so vorführen.
Lieben Gruß an alle meine Leserinnen! Und tschüss Monika, die sich als Gastgeberin verabschiedet, wie ich kurz wahrnehme...
Mittwoch, 29. Juni 2016
Sommermantel 2
Bei der Recherche nach Waxprints bin ich einmal auf eine Erklärung gestoßen, dass die feiner gewebten und stärker gewachsten Stoffe - ganz unabhängig von Farben und Mustern - eher den Herren der Schöpfung vorbehalten seien, die sich nach einem Sandsturm einfach schüttelten und dann in ihrer vollen männlichen Pracht erstrahlen. *hüstel*. Das träfe so etwa auf diesen Kleiderstoff zu. Ich habe inzwischen verschiedene Qualitäten ausprobiert und bin sehr zufrieden mit den etwas grober gewebten Stoffen.
Aktuell habe ich mir aus einem solchen etwas groberen (und etwas preiswerteren) Waxprint einen zweiten Sommermantel genäht - denn der grüne muss ja auch mal in die Wäsche...
und einem "Vlieselineknopfloch" im Beleg. Einzig der Perlmuttknopf gefällt mir nicht so gut wie gedacht. Wahrscheinlich ersetze ich ihn doch durch einen schwarzen.
Das geniale Muster verzeiht vieles - oder stört sich jemand dran, dass der Taschenpaspel nicht 100%ig passt? Könnte doch sein, dass das so sein muss!?!?
... und ich bin immer noch ganz geflasht. Für den Mantel war es allerdings zu heiß. Ich hatte mein schwarzes Leinenkleid an. Das war erträglich, weil ich mir alle 500 m eine Flasche Wasser übers Haupt schütten konnte und die Verdunstungskälte genießen. Ich hatte - wie die meisten - gleich beim Betreten der floating piers die Schuhe ausgezogen. Das war aber auch nur kurz auszuhalten. Es lief sich ganz ähnlich wie am Sandstrand, aber auch da hätte ich schnell wieder Schuhe angezogen...
Den Mantel allerdings trage ich seit der Rückkehr nach Deutschland täglich. Das Wetter hat also doch auch etwas für sich...
Aktuell habe ich mir aus einem solchen etwas groberen (und etwas preiswerteren) Waxprint einen zweiten Sommermantel genäht - denn der grüne muss ja auch mal in die Wäsche...
...wieder der gleiche Schnitt, die Details siehe da... (allerdings etwas verlängert und die Ärmel gekürzt - die werden eh meist gekrempelt), schön weit, dass auch alles drunter passt, mit hohem Schlitz im Rücken und überhaupt Bewegungsfreiheit
und einem "Vlieselineknopfloch" im Beleg. Einzig der Perlmuttknopf gefällt mir nicht so gut wie gedacht. Wahrscheinlich ersetze ich ihn doch durch einen schwarzen.
Das geniale Muster verzeiht vieles - oder stört sich jemand dran, dass der Taschenpaspel nicht 100%ig passt? Könnte doch sein, dass das so sein muss!?!?
Das Muster habt ihr vielleicht letzte Woche schon an Mema bewundern können, die einen Rock aus dem Rest gezaubert hat.
Diesmal ist mir das Revers schneller von der Hand gegangen, wobei mir die Burda-Anleitung immer noch nicht so richtig klar ist. Allerdings übe ich das jetzt nicht weiter, weil mir solch ein Kragen eigentlich normalerweise zu spießig ist. Aber in Kombination mit Waxprint geht es...
Heute werde ich nicht sehen und kommentieren können, was die anderen schönen Frauen beim MMM so präsentieren, denn ich mache mich jetzt auf die Socken, um auf Christos Spuren übers Wasser zu wandeln. Vielleicht kann ich ja ein Foto im Sonnenschein nachreichen...
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Nachtrag:
Ich verlinke den Beitrag heute mal beim MeMadeMittwoch - das hat letzte Woche nicht mehr geklappt. Da bin ich in aller Frühe aufgebrochen und habe es irgendwie nicht hinbekommen. Wir waren hier:
... und ich bin immer noch ganz geflasht. Für den Mantel war es allerdings zu heiß. Ich hatte mein schwarzes Leinenkleid an. Das war erträglich, weil ich mir alle 500 m eine Flasche Wasser übers Haupt schütten konnte und die Verdunstungskälte genießen. Ich hatte - wie die meisten - gleich beim Betreten der floating piers die Schuhe ausgezogen. Das war aber auch nur kurz auszuhalten. Es lief sich ganz ähnlich wie am Sandstrand, aber auch da hätte ich schnell wieder Schuhe angezogen...
Den Mantel allerdings trage ich seit der Rückkehr nach Deutschland täglich. Das Wetter hat also doch auch etwas für sich...
Mittwoch, 23. September 2015
Egg-Shape-Mantel
Selten so geschwitzt beim Nähen. Eigentlich sollte der Mantel schon zwei Wochen fertig sein, aber da ging so unerwartet viel schief. Nicht wirklich, sondern einfach nur nicht so einfach, wie ich mir das gedacht hatte. Mehrfach habe ich gedacht "Hätte ich doch auf den Winterjacken-Sew-Along gewartet!"
Dreimal war ich drauf und dran, ein Jammer-Post zu schreiben, um mir Trost und Rat zu erbitten. Aber dann habe ich es doch geschafft - hurra!
Als ich jung und schön war, hatte ich mal einen heiß geliebten eiförmig geschnittenen Mantel, nur hieß das damals nicht egg shape. In der Burda hatte ich zwei Schnitte entdeckt, die mir beide gut gefallen haben, nämlich diesen, bei dem ich allerdings auf den Kragen verzichtet hätte. (Diesen Schnitt dagegen fand ich ganz blöd - solch einen Kragen wollte ich auf keinen Fall, die Rückenpartie fand ich nicht harmonisch - nur die Taschenlösung hat mir gut gefallen.)
Entschieden habe ich mich dann für diesen gemäßigten Schnitt, weil mir die Linienführung mit dem leicht eingestellten Saum und die angeschnittene Schulterpasse gut gefiel. Und weil er diese in der Quernaht untergebrachten Taschen hat. Kragenlos ist prima für mich, weil dann meine Liebe zu Tüchern und Schals nicht mit einem Kragen kollidiert. Et voilá:
Leider bin ich nicht ganz so zufrieden. Ich war mir lange unschlüssig, welche Größe ich überhaupt zuschneiden soll. Ich habe mich für 44 entschieden, weil ich dachte, dass der Mantel, wenn schon weit geschnitten, oben um die Schultern gut sitzen muss. Um die Mitte ist es ja schön figurumspielend (für mich und meine Negativ-Taille) und ein erstes Ausmessen am Schnitt hat ergeben: Da pass ich rein.
Nicht so schön finde ich die Ärmel. Das Foto in der Burda hätte mich ja schon belehren können, dass sie überlang sind, aber zusätzlich fallen sie auch noch so bollerig. Kürzen allein wird den Mangel nicht beheben. Hm, muss wohl so sein.
Und beim Tragen zeigt sich, dass die Taschen etwas zu tief konstruiert sind, um bequem zu sein. Optisch noch ok, aber Hände-in-die-Tasche geht kaum. Schade, denn das mach ich eigentlich gern. Das ist zwar nicht ladylike, aber das bin ich ja auch nicht...
Trotz einiger Mäkeleien bin ich schon stolz auf meinen ersten richtigen, gefütterten Mantel. (Was habe ich über die flutschige Viskose geflucht!). Jedenfalls macht er mir Mut, mich nochmal an ein solches Projekt zu wagen. Das ist ja doch eine andere Nummer als meine simplen Kleider- und Shirtschnitte.
Mal sehen, wie inspirierend die anderen Frauen heute beim MeMadeMittwoch gekleidet sind. Auf den ersten Blick habe ich schon zwei Mäntel gesehen, die mir gefallen könnten...
Dreimal war ich drauf und dran, ein Jammer-Post zu schreiben, um mir Trost und Rat zu erbitten. Aber dann habe ich es doch geschafft - hurra!
Als ich jung und schön war, hatte ich mal einen heiß geliebten eiförmig geschnittenen Mantel, nur hieß das damals nicht egg shape. In der Burda hatte ich zwei Schnitte entdeckt, die mir beide gut gefallen haben, nämlich diesen, bei dem ich allerdings auf den Kragen verzichtet hätte. (Diesen Schnitt dagegen fand ich ganz blöd - solch einen Kragen wollte ich auf keinen Fall, die Rückenpartie fand ich nicht harmonisch - nur die Taschenlösung hat mir gut gefallen.)
Entschieden habe ich mich dann für diesen gemäßigten Schnitt, weil mir die Linienführung mit dem leicht eingestellten Saum und die angeschnittene Schulterpasse gut gefiel. Und weil er diese in der Quernaht untergebrachten Taschen hat. Kragenlos ist prima für mich, weil dann meine Liebe zu Tüchern und Schals nicht mit einem Kragen kollidiert. Et voilá:
Leider bin ich nicht ganz so zufrieden. Ich war mir lange unschlüssig, welche Größe ich überhaupt zuschneiden soll. Ich habe mich für 44 entschieden, weil ich dachte, dass der Mantel, wenn schon weit geschnitten, oben um die Schultern gut sitzen muss. Um die Mitte ist es ja schön figurumspielend (für mich und meine Negativ-Taille) und ein erstes Ausmessen am Schnitt hat ergeben: Da pass ich rein.
Nicht so schön finde ich die Ärmel. Das Foto in der Burda hätte mich ja schon belehren können, dass sie überlang sind, aber zusätzlich fallen sie auch noch so bollerig. Kürzen allein wird den Mangel nicht beheben. Hm, muss wohl so sein.
Und beim Tragen zeigt sich, dass die Taschen etwas zu tief konstruiert sind, um bequem zu sein. Optisch noch ok, aber Hände-in-die-Tasche geht kaum. Schade, denn das mach ich eigentlich gern. Das ist zwar nicht ladylike, aber das bin ich ja auch nicht...
Trotz einiger Mäkeleien bin ich schon stolz auf meinen ersten richtigen, gefütterten Mantel. (Was habe ich über die flutschige Viskose geflucht!). Jedenfalls macht er mir Mut, mich nochmal an ein solches Projekt zu wagen. Das ist ja doch eine andere Nummer als meine simplen Kleider- und Shirtschnitte.
Mal sehen, wie inspirierend die anderen Frauen heute beim MeMadeMittwoch gekleidet sind. Auf den ersten Blick habe ich schon zwei Mäntel gesehen, die mir gefallen könnten...
Mittwoch, 28. Januar 2015
Wo bleibt die Farbe, Frau Prinzenrolle?
Das hat mich heute auf dem Markt tatsächlich eine Dame gefragt. Recht hat sie! Ich bewege mich mal wieder ziemlich "farblos" durch die Welt. Der Pulloverschnitt ist selbst erstellt, der Hosenschnitt Burda NR. 403APLUSHW2013-DL.
Dazu eine Anmerkung: empfohlen sind "Hosenstoffe". Ich empfehle dringend leicht elastische Stoffe. Ich habe die Hosen nämlich inzwischen auch zweimal aus unelastischen Stoffen genäht. Die eine wird mir als Schlafanzughose dienen. Sie ist aus Cupro mit einem tollen Druck, aber das Material knittert so sehr, dass sich sofort nach kurzem Sitzen solche Falten zeigen, dass ich so nicht rumlaufen möchte. Schade. Die andere ist noch nicht ganz fertig, aber ich habe schon den Verdacht, dass sie nicht wirklich bequem ist. Beim Hinsetzten spannt die Hose erstaunlicherweise. Ich müsste sie, wie Herren das bisweilen machen, um ihre Bügelfalten zu schonen, beim Hinsetzen anlupfen. Hm. Das gefällt mir nicht so ganz. Dabei ist der Schnitt eigentlich nirgends zu eng.
Das Oberteil ist mein Allzeit-Favorit was Pullover angeht. Geschuldet ist das farblose Outfit meinen neuen Brillenbügeln. UND meinem Farbempfinden, das sehr stark von der Bewölkung abhängt. Bedeckter Himmel, so habe ich es an mir beobachtet, lässt mich eher zu gedeckten Farbkombinationen greifen. Strahlend blauer Himmel dagegen, der so wunderbar jedes kleinste Fältchen beleuchtet, ruft eher Farbenfreude bei mir hervor. Ich finde, es braucht auch einfach das richtige Licht, um Farben leuchten zu lassen. Das fällt mir bei den farbenprächtigen südländischen Kleidern und Wohnsituationen auf - Indien, Mexiko, Kenia etc. Gedeckte Farben sind in meiner Vorstellung eher "britisch".

Dazu eine Anmerkung: empfohlen sind "Hosenstoffe". Ich empfehle dringend leicht elastische Stoffe. Ich habe die Hosen nämlich inzwischen auch zweimal aus unelastischen Stoffen genäht. Die eine wird mir als Schlafanzughose dienen. Sie ist aus Cupro mit einem tollen Druck, aber das Material knittert so sehr, dass sich sofort nach kurzem Sitzen solche Falten zeigen, dass ich so nicht rumlaufen möchte. Schade. Die andere ist noch nicht ganz fertig, aber ich habe schon den Verdacht, dass sie nicht wirklich bequem ist. Beim Hinsetzten spannt die Hose erstaunlicherweise. Ich müsste sie, wie Herren das bisweilen machen, um ihre Bügelfalten zu schonen, beim Hinsetzen anlupfen. Hm. Das gefällt mir nicht so ganz. Dabei ist der Schnitt eigentlich nirgends zu eng.
Das Oberteil ist mein Allzeit-Favorit was Pullover angeht. Geschuldet ist das farblose Outfit meinen neuen Brillenbügeln. UND meinem Farbempfinden, das sehr stark von der Bewölkung abhängt. Bedeckter Himmel, so habe ich es an mir beobachtet, lässt mich eher zu gedeckten Farbkombinationen greifen. Strahlend blauer Himmel dagegen, der so wunderbar jedes kleinste Fältchen beleuchtet, ruft eher Farbenfreude bei mir hervor. Ich finde, es braucht auch einfach das richtige Licht, um Farben leuchten zu lassen. Das fällt mir bei den farbenprächtigen südländischen Kleidern und Wohnsituationen auf - Indien, Mexiko, Kenia etc. Gedeckte Farben sind in meiner Vorstellung eher "britisch".
Und wo bleibt nun die Farbe? Auf dem Zuschneidetisch liegen schon mal zwei Afrikanische Stoffe, die ich als nächstes vernähen möchte. Ich bin noch nicht ganz sicher, mit welchem ich anfangen werde.

Die Schere ist übrigens ein Erbstück von meiner Mutter. Von ihr stammt auch noch das angeknotete Band,
dass allen in der Familie signalisieren sollte: DAS IST MEINE STOFFSCHERE UND WENN IRGEND JEMAND DAMIT PAPIER ODER IRGEND ETWAS ANDERES SCHNEIDET, GIBT ES ÄRGER!
Das Band hängt immer noch dran - und auch in meinem Haushalt wird dieser Hinweis akzeptiert.
So, und jetzt verwende ich meine Mittagspause, um mal zu stöbern, was heute beim MeMadeMittwoch zu sehen ist.
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