Genau lauteten die Fragen:
Was bedeutet für euch der MMM?
- Warum macht ihr beim MMM mit und verlinkt euren Beitrag? Was bekommt ihr dafür? Wie geht es euch - insbesondere in der Rückschau über Tage/Wochen/Monate - damit?
- Warum schaut ihr euch die Beiträge der Teilnehmerinnen an?
- Hat sich durch den MMM etwas bei euch verändert?
Im Grunde bin ich durch den MMM zum Bloggen gekommen. Ich wollte anfangen, mit der geerbten Nähmaschine etwas zu nähen und hatte irgend ein technisches Problem mit der Maschine. Die hilfreichsten waren da Beiträge aus einem Forum der sicherlich bekannten Hobbyschneiderin. Allerdings kam ich da mit der Form der Kommunikation überhaupt nicht zurecht. Irgendwie war ich da als Forumsneuling nie "berechtigt" zu irgendwas, was mir gerade wichtig erschien. Aber da bin ich auf Nähblogs gestoßen! Vorher wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es so etwas überhaupt gibt. Der junge MMM war ja sehr überschaubar, so dass ich mittwochs alles ansah und las. Inspirierend für eine Nähanfängerin.
Anfangs habe ich also nur fasziniert "gesaugt", was mir nützlich und interessant erschien. Und mich gefreut, wie schnell und auf den Punkt Kommentare und Re-Kommentare funktionieren können. Und genau durch die hilfreichen Hinweise und Tipps ausgerechnet von MMM-Teilnehmerinnen wurde mir klar, dass das ganze nur funktioniert, wenn nicht nur Nutzer ihren Nutzen aus dem Netz ziehen, sondern es müssen auch Infos ins Netz gestellt werden... Also habe ich mir ein Blog gebastelt. Und mittwochs angefangen, meine selbst genähte und getragene Kleidung zu posten. Und einiges übers Bloggen gelernt. Und auch einiges übers Nähen. Und nette und interessante Frauen kennengelernt. Virtuell und RL. In meinem realen Umfeld gibt es nur eine nähende Freundin. Ich wohne halt nicht in Berlin (oder einer anderen Großstadt).
Mittwochs schaue ich mir die Beiträge von Teilnehmerinnen an, die mir sympathisch sind, von denen ich meine, etwas lernen zu können und solche, die interessante Fotos in der Übersicht haben. Meistens in der Reihenfolge. Nicht immer. Dabei amüsiere ich mich häufig über mich selbst: Ich sehe in mir meine Mutter, die häufig zu Moden oder Modellen sagte "Alles schon mal dagewesen!" Und ich erinnere mich voller Sentimentalität an die graue Bluse mit den unregelmäßigen Streifen und den Schulterklappen, die ich als junges Mädchen ganz gegen die gängige Modeströmung getragen habe, weil sie ein Nachkriegsmodell aus Mutters Kleiderschrank war. Oder ich staune über eine unerwartete Farbkombination oder ein besonderes Detail, das ich mir merken will...
Und anschließend sehe ich auf meinem Blog neugierig nach, ob sich jemand zu meinem aktuellen Outfit geäußert hat. Ich freue mich natürlich über Anerkennung und Lob, aber es sei auch ausdrücklich mal gesagt: Kritik an meinen Kleidern nehme ich nicht persönlich. Also nur Mut, wenn euch danach ist.
Durch den MMM habe ich mich auch verändert. Der neue Bildschirmhintergrund meines Rechners sieht aktuell so aus. Durch den MMM habe ich viele Anregungen bekommen. Ich werde nie eine Vielnäherin oder Vielstrickerin. Ich werde auch keine perfekte Schneiderin - allerdings werden meine Fertigkeiten durch Übung schon besser. Mein Ehrgeiz geht eher dahin, wenige, aber ausgesprochen schöne Kleider zu fertigen. Wie diese Strickjacke, die Alpenrose zu meiner großen Begeisterung gestrickt hat und die mir als Vorbild dient. Und als Bildschirmhintergrund.
Und ich habe in meinem fortgeschrittenen Alter noch etwas ganz Neues gelernt durch diese Mittwochsaktion - das Bloggen. Das finde ich klasse. (Für all die jungen Frauen wahrscheinlich nichts Besonderes. Für mich schon. Ich habe meine Diplomarbeit auf der Schreibmaschine geschrieben, weil es da noch keine PC gab - nur mal zur Erklärung.)
Ich habe also Spaß am MMM mit den selbst genähten Klamotten und Kleidern und allen möglichen Begleiterscheinungen und Nebenschauplätzen.
Grüße an alle, die hier regelmäßig lesen oder sich nur hierher verirren - und heute ganz besonders an die MMM-Crew!







