Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rundum gute Laune

Einen wunderschönen MeMadeMittwoch wünsche ich allerseits!

Ich präsentiere heute noch einmal meinen aktuellen Mantel, weil ich den wegen der fallenden Temperaturen nicht mehr lange tragen kann. Sicherlich ist er wegen des Musters schon der einen oder anderen einmal aufgefallen. (Die Fotos sind von gestern - heute ist es bei uns total trist und es schüttet wie aus Kübeln - irgendwann muss ja mal Herbst werden...)





Ich habe diesen Burdaschnitt benutzt: 131-122013-DL. Da heißt es "Kurzmantel mit weit überschnittenen Schultern, langen Ärmeln und schrägen Paspeltaschen". Genau so einen Schnitt hatte ich gesucht für einen Übergangsmantel. Er hat mir schon viele Komplimente eingebracht, aber auch den Kommentar "viel zu weit und unförmig, schaut aus wie ein Zelt". Hm. Schon die technische Zeichnung zeigt, dass das Absicht ist. Aber seid versichert: Der Mantel ist nicht viel zu weit. Der passt!
Wenn ich - wie das Burdamodell - den Mantel mit einem Bindegürtel schließen und "auf Figur bringen" würde, ja dann sähe ich erst recht wie eine Prinzenrolle aus! Meine Kleider sind alle keine Schlankmacher. Wollte ich (wieder) schlank sein, müsste ich mehr Kalorien verbrennen als ich zu mir nehme. Ich nähe mir lieber schöne Kleider. Und Mäntel - ich habe nämlich noch so einen, weil er sich so angenehm trägt.

Ich habe schon ernsthaft überlegt, mir für den Winter ein wärmendes Futter zu konstruieren. Ich hätte da noch so einen alten, etwas zu engen Lammfellmantel, den ich dafür gerne auseinander nehmen würde. Ob das wohl geht? Oder ob man da auf jeden Fall noch eine flutschige Zwischenlage einbauen müsste? Aber wahrscheinlich lasse ich das doch. Es ist ja nicht so, als ob ich keinen Wintermantel hätte...



Also lasse ich die beiden afrikanischen Mäntel für den Sommer und jetzt, da es dafür etwas kühl ist, trage ich ein weites wollenes Tuch drunter. Schöner Vorteil eines solchen "Zeltes".










Mittwoch, 25. Mai 2016

VERITABLE WAX SUPREME HITBLOCK PRINTS 818501



Ich hab mal wieder etwas hübsches zu präsentieren. Die Fotos sind exakt eine Woche alt, denn als ich nach dem Fotoshooting nach Hause kam, wurde der Akku meines smarten Telefons heiß und es tat sich NICHTS mehr. Also auch keine Teilnahme am MeMadeMittwoch.
Letzte Woche also war mein neuer Mantel einfach nur neu, heute ist er schon viel getragen und hat sich bewährt. Sogar im Nieselregen. Inzwischen hat er auch einen Verschluss - einen großen Druckknopf. Und auch zum heutigen Motto passt er ein kleines bisschen - s.u.

Erst einmal zeige ich euch meine Inspirationsquelle:


In einer Modezeitschrift beim Tierarzt entdeckte ich diesen Parka aus einem afrikanischen Stoff - die ich sehr liebe - über einem gemusterten Oberteil. Vor Jahren hätte ich mich angesichts dieser Kombination noch milde entsetzt abgewendet, heute bin ich fasziniert. Ich habe vorsichtshalber mal getestet, ob es nicht die Schönheit der jungen Frau war, die mich so anmachte,


aber auch so hat mir die Idee gefallen, eine gemusterte Jacke oder einen gemusterten Mantel zu haben.
Fürs erste habe ich mal den dezentesten Druck ausgewählt, der bei mir lagert. Dezent in der Farbgebung, aber mit einem monstermäßig großen Rapport. Von dem zentralen runden Motiv der sich in den Schwanz beißenden Schlangen gehen strahlenförmig/tortenstückförmig bedruckte Flächen aus, so dass der Stoff insgesamt den Eindruck macht, als sei es eine Patchworkarbeit.
Gar nicht so einfach zuzuschneiden. Meine erste Idee war ein klassischer Trenchcoat, aber das wäre mir zu unruhig geworden. Ich habe mich also erst einmal auf die Suche nach einem Mantelschnitt gemacht, der ohne große Teilungsnähte auskommt.
Die Brustabnäher kommen aus der Schulternaht und sind bei meinem Muster überhaupt nicht zu entdecken.
Bei der Länge habe ich noch einiges dazugegeben, so dass ich die Webkante als Saum verwenden konnte. Das mag ich irgendwie. Und auf den vorgesehenen Bindegürtel verzichte ich, weil ich Mäntel vorwiegend einfach überwerfe und selten überhaupt schließe.


Hinten ist der Mantel hoch geschlitzt.  Hier kann man gut erkennen, dass die einzelnen Teile nicht symmetrisch zuzuschneiden waren. Es sei denn, ich hätte einmal die linke Seite, einmal die rechte Stoffseite verwendet, aber von links ist der Druck ein kleines bisschen unsauberer. Also nein. (Und irgendwo habe ich mal gelesen, Symmetrie sei die Ästhetik der Doofen - daran erinnerte ich mich und war ganz zufrieden mit der leichten Asymmetrie.)

Da der Mantel ungefüttert bleibt, habe ich alle Nähte als französische Nähte ausgeführt. Bloß für die Taschen muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Es sind einseitige Paspeltaschen, die ich auf der Innenseite natürlich mit Vlieseline verstärkt habe. Leider sieht man jetzt, wenn man sich das Innenleben ansieht, auch diese weißen Klebestreifen. Alleine das Wissen, dass man die sehen könnte, stört mich. Da muss also noch irgend etwas passieren.


Auf den Fotos sieht es aus, als ob mein wunderbar weicher, grüner Schal farblich gar nicht so gut passt, wie ich dachte. Schade. Das muss ich nochmal überprüfen...


Auf der Suche nach einem Namen für meinen neuen Mantel haben wir uns einzelne Elemente etwas genauer angesehen. In diesem Motiv erkenne ich die Sonne, die die Augen schließt. Und den Sternenhimmel. Aber "Abendmantel" trifft es wohl nicht so recht. Und jetzt kommt mein - etwas gewollter - Beitrag zumheutigen Motto des MeMadeMittwoch: Animalprint.


Das zentrale Motiv der sechs sich in den Schwanz beißenden Schlangen bietet sich auch nicht gerade an. Wer möchte schon einen "Natternnestmantel". Wäre es die EINE sich selbst fressende Schlange, die ein Symbol ist für die Unendlichkeit, für die ewige Wiederkehr und für den Kreislauf des Lebens, dann würde ich den Mantel ganz angeberisch "Ouroboros" nennen - und auf Nachfrage ganz klugscheißerisch genau dieses Bild erklären. Aber es sind ja drei Paare, die sich gegenseitig an- oder auffressen - kennt jemand dieses Symbol? Auf eine Erklärung wäre ich sehr gespannt.


Noch ein Animalprint, aber auch die Vögel eigenen sich als Namensgeber nicht wirklich. Aber dass in unmittelbarer Nähe ein HIGH-LIFE als Motto eingedruckt ist - das gefällt mir wiederum. Das ist es. Es beflügelt mich die Vorstellung, einen HighLifeMantel zu tragen. Ja, das gefällt mir!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Erbschaftskleid

Inzwischen habe ich so viele Kleider, dass ich ihnen zur Unterscheidung Namen gebe. Ihr kennt schon mein Stoßdämpferkleid, mein Windmühlenkleid, das kleine Schwarze - und hier mein neuestes: Das Erbschaftskleid. "Oh, was für tolle Farben! Kann ich das haben, wenn du mal stirbst?" Das ist der harte, aber herzliche Umgangston unter uns Schwestern. Aber gerne, liebe A.!



Der Schnitt ist wie immer der gleiche - mit Ärmeln fühle ich mich doch wohler also ohne. Diesmal habe ich den Stoff quer genommen, damit ich die Webkante als Saum und als Zierblende verwenden konnte. Die Farben erinnerten mich im Laden an tropisches Meer und Palmen - also genau das Richtige für ein Sommerkleid. das Gelb passt zu meinen Brillenbügeln (nicht umgekehrt!). Genäht habe ich (fast) im Dunklen. Das heißt Rollos weitgehend runtergelassen, um die Hitze des Tages draußen zu halten. Das näh ich doch blind, habe ich gedacht, schließlich ist es das xte Kleid nach gleichem Schnitt. Man sieht: blind nähen ist nicht ganz so schön. Zwar passen die Seitenteile mustermäßig mustergültig zusammen, aber die Ärmel sind leicht faltig eingenäht. Ich glaub jetzt einfach, "das muss so".



Jetzt Abgang und Zuflucht unter dem Sonnenschirm gesucht! Und im Internet gestöbert, was der MeMadeMittwoch sonst so zu bieten hat! Fröhliches Schwitzen allerseits!
(So jedenfalls habe ich mir den Abgang gestern vorgestellt, als ich die Fotos machte und den Post vorbereitete - heute gibt es bei uns erstmalig wieder erträglichere Temperaturen zum Durchatmen. Und ein erster Blick auf den MMM zeigt zahlreiche Hochsommerkleider. Also fühl ich mich trotz des Wetterumschwungs in guter Gesellschaft...)

Mittwoch, 10. Juni 2015

nur 26 Grad...

... und nicht 30, wie angekündigt. Und erst am Freitag, und nicht schon am Mittwoch, wie angekündigt.
Deshalb gibt es ein Trage-Foto von meinem neuen Sommerkleid erst heute. Denn zu diesem Kleid muss die Sonne scheinen - bei bedecktem Himmel ist der Stoff einfach zu krass.

Als ich den Stoff auf dem Ladentisch im Köln-Kalker Afrikashop sah, hatte ich sofort genau das vor Augen: Passend zu meinen Brillenbügeln ein Windmühlenkleid!



Mein schon mehrfach genähtes Ballonkleid - bequem wie eine Hose, ich kann damit sogar Rad fahren, ohne in Gefahr zu laufen, dass der Rock in die Speichen kommt - einfach unübertroffen bei hohen Temperaturen.


Gern auch mit Ärmeln, damit ich mir nicht die alabasternen Schultern in der Sonne verbrenne. Na gut, das ist jetzt schöngeredet. Diese Farben sehen bei schwarzen Frauen zugegebenermaßen besser aus. Und trotzdem fühle ich Bleichgesicht mich in solchen Kleidern einfach gut!


Zweck erfüllt. (Ein Zweck unter mehreren: Witterungsschutz und so weiter - aber eben auch Wohlfühl- und Schönfühlfaktor.)

Den heutigen MMM eröffnet Karin - ebenfalls in einem Waxprint-Kleid. Toll, dass diese wunderbaren Stoffe Einzug in unser Stadtbild erhalten!

Montag, 1. Juni 2015

30 Grad

... soll es zur Wochenmitte werden, sagt der Wetterbericht.

Dem vertraue ich, wenn mir das Wetter passt - wird Regen angesagt, bin ich eher ungläubig. Passt häufig *grins*

Und für Sommerwetter habe ich ratzfatz ein neues Afrika-Kleid genäht. Ein anderes Kleid bügeln wäre auch gegangen, hätte aber nicht so viel Spaß gemacht...

Huch, Foto verschwunden - huch, Foto verschwunden - huch, Foto verschwunden - huch ....

Sommerwetter für alle bitte!!!

Mittwoch, 13. Mai 2015

Stoßdämpfer-Kleid

Ankündigung: mein erstes Kleid 2015 ist fertig - und wird gerade ausgeführt. Bei uns scheint nämlich die Sonne, da trage selbst ich, die ich normalerweise die Hosen anhabe, Kleider. Und was für welche!?

Wenn ich einen Fotografen finde, zeige ich es auch her. Hier ein Vorgeschmack: Bei der letztjährigen Massenbestellung von WaxPrintStoffen mit afrikanischen Drucken konnte ich dem Motiv "Stoßdämpfer" nicht widerstehen.


Bis später am MeMadeMittwoch!

So -  zurück vom Sonne-Genießen. Voilá - mein Stoßdämpferkleid nach altbewährtem Schnittmuster:


... und mit farblich passendem Puschel statt farblich passendem Blumenschmuck...






... und - Kitsch as Kitsch can - Pfingstochsenhund. (Mein Hund ist hart im Nehmen!)


Fröhliche Himmelfahrt allerseits!

Samstag, 6. September 2014

Das Gute liegt so nah.

Ich liebe afrikanische Wax-Prints. Deshalb habe ich mich mit großer Freude (und leider nur mäßigem Erfolg - Ausverkauf...) an einer Sammelbestellung in Großbritannien beteiligt. Was ich aber nicht wusste: auch hier liegt das Gute wieder mal so nah. In Köln-Kalk, Steprath Str. 18. Gestern war ich da und habe alles ansehen und fühlen können. Leider haben sie keine Website.




Was eine Farbenfreude! Und was für Motive: pinkfarbene Stöckelschuhe - ich bin wieder mal hin und weg.


Das war für mich wieder mal wie Weihnachten. Bei einem Stoff habe ich Schnappatmung bekommen und zugeschlagen. Den zeig ich später mal, denn bei mir zumindest werden diese Stoffe in Sommerkleider umgesetzt und dürfen erst noch ein bisschen ablagern...

Ein schönes Wochenende!

Dienstag, 10. September 2013

Sommer ade

So, hiermit ist auch für mich der Sommer vorbei!


Ganz so schlimm ist es noch nicht - das Foto ist vom letzten Jahr. Aber usselig kalt ist es heute auch bei uns. Das habe ich zum Anlass genommen, meine hochsommerliche Garderobe fortzupacken. Und siehe da - ich habe fast optimal gearbeitet. Nur zwei Afrika-Kleider sind gebügelt, aber ungetragen und werden so weggefaltet. Dank des genialen "Schnittes" überhaupt kein Problem - weder das Bügeln, noch das Zusammenfalten.





Ich mag diese wunderbaren Baumwolldrucke nach wie vor sehr und bei großer Hitze sind diese Gewänder (fast) unübertroffen luftig.
Aber dank MMM und freundlicher Ermutigung wohlgesonnener Leserinnen dieser Seite hier trage ich inzwischen in den heißen Sommermonaten eher europäisch anmutende Modelle. Hier noch einmal das Modell dieses Sommers 2013 (das heute auch in die Wäsche und anschließend  in die Tiefen des Kleiderschrankes verschwindet).


Auf in den Herbst - da habe ich auch schon hübsche Pläne, auch wenn es kein Kostüm geben wird...

Schönsten Herbst allerseits!

Sonntag, 4. August 2013

afrikanisch...

Im Juni habe ich bei Anna einen original afrikanischen Stoff gewonnen, aus dem ich ursprünglich mein Standard-Prinzenrollen-Shirt nähen wollte. Judy hat den gleichen Stoff bekommen und ich meine, sie hat einen kurzen Rock draus genäht, aber ich kann ihn nicht wiederfinden.

Aber bei den zur Zeit herrschenden afrikanischen Temperaturen ist mir eher nach weiten Kleidern, wo nichts in der Taille einengt und schwitzen lässt. Ergänzt mit etwas schwarzem Jersey hat heute auch der Afrika-Stoff zu einem bequemen, langen Sommerkleid gereicht.


Wie gehabt zwei Paspeltaschen und als Schmuck ein appliziertes Stoffviereck - das spart mir eine Kette...

Ich hatte mein Lebtag noch nie so viele Kleider - und fühle mich bei den herrschenden Temperaturen luftig gekleidet und doch nicht zu nackt. Und ich verlinke das Foto mal zu Annas SSS, damit sie sieht, dass ich den Stoff auch zu würdigen weiß - danke nochmals, liebe Anna!

Edit:
Auf mehrfachen Wunsch reiche ich EIN größeres Foto nach. Für die Applikation habe ich einfach ein viereckiges Motiv ausgeschnitten - das bot sich gerade so an - Umschläge gebügelt und mit der Hand auf den Jersey genäht. (Mit dem Ausschnitt bin ich nicht ganz so zufrieden, das übe ich noch...)
Danke für die netten Kommentare!


Mittwoch, 15. August 2012

afrikanisch

Auch  bei uns ist der Sommer eingezogen. Die Temperaturen geben es her: Ich habe meine afrikanischen Kleider getragen...


Diesen Hosenanzug habe ich von einer Freundin geerbt, die lange in Mali gelebt hat und von dort wunderschöne Kleider mitgebracht hat. Diesen Hosenanzug liebe ich sehr. Er ist aus bettlakenähnlicher Baumwolle und mit der Maschine bestickt. Seitlich hat er Streifen eingesetzt, die oben je eine kleine und unten je eine große Tasche haben. Die einzige Anpassung, die ich vorgenommen habe, ist der Ersatz des etwas usselig genähten Zugbandes durch einen Gummizug in der Hose.


Was ich an meinen Afrika-Kleidern besonders schätze: Das Material ist angenehm zu tragen und sie sind  sooo einfach zu bügeln, dass mir das Bügeln ausnahmsweise gar nichts ausmacht. Und ich habe noch nie jemanden gesehen, der das gleiche Teil trug. Diese "Exklusivität" liebe ich auch sehr.

Übrigens glaube ich, dass es sich bei diesem Hosenanzug um Männerkleidung handelt. Alle original afrikanischen Frauenkleider, die ich habe, sind so geschnitten, dass man ohne was drunter nicht so im Freien steht, wie bei diesem Hemd. Und zufällig habe ich in genau dem passenden Farbton ein locker geschnittenes Seidenshirt, so dass ich die Kombi wirklich gern trage. Hoffentlich  scheint die Sonne noch ein paar Tage!
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