Donnerstag, 18. Oktober 2012

Stick-Inspiration

Auf Wunsch von Immi zeige ich hier einmal gerne, wie und warum ich den am MMMittwoch gezeigten Schal bestickt habe.
Es geht hierum:

Rechts oben seht ihr meinen grau-grauen Schal mit Paisleymuster (bei Kunstlicht aufgenommen - das Hintergrundbild zeigt die echten Farben). Unten sind Vorder- und Rückseite vergrößert und man kann erkennen, dass ich ein Element in unterschiedlchen Farben nachgestickt habe.

Und zwar mit einem Kettelstich, das ist die Nummer 2 auf dem folgenden Foto:


Und wie ich drauf gekommen bin, muss ich auch noch kurz erzählen. Kennt ihr so was? Bisher nur aus der Presse und neulich in Wuppertal auf dem Laurentiusplatz entdeckt: ein offener Bücherschrank. Da musste ich gleich mal neugierig nachsehen, wie das so organisiert ist - und was entdecke ich unten links? Ein Handarbeitsbuch aus von 1970. Man sieht, Eulen waren schon mal modern - es kommt alles wieder, wie schon meine Mutter zu sagen pflegte.





Und das Buch fand ich so inspirierend, dass ich ein paar Fotos auch zeigen möchte - für mich sind es ganz witzige Erinnerungen an meine Jugend.
Unten die Kissenmotive sind ja schon nett, aber ist die Präsentation nicht der Knaller? Züchtig geschlossenen Mädchenbeine in roten Schuhen auf dem Fußboden ausgestreckt - neben einer Langspielplatte (das ist die große schwarze Vinylscheibe, die der übliche Tonträger vor CDs und MP3-Playern war.)


Tischläufer waren ganz aktuell und gerne auch Tischdecken im Dekor der damals üblichen Steingutt-Services. Es gab aber auch Ideen für "Teens und Twens", nämlich dem Zeitgeist entsprechend: bestickte Gitarrenbänder ! Wie gut, dass mein Liebster damals Schlagzeug und Keyboards spielte. Diese Instrumente benötigten so was  nicht.

Jedenfalls hat mir das Buch so viel Spaß gemacht, dass ich mich daran gemacht habe, eine Idee umzusetzen, die mir immer wieder gekommen ist, wenn mir beim Aufräumen das Stickgarn in die Hände fiel. Der Himmel weiß, von wem ich das mal geerbt habe...
Mein Schal jedenfalls ist jetzt unverwechselbar.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

the untertaker

Bewährungsprobe bestanden: Heute hat es geregnet und ich habe meinen ersten selbstgefilzten Hut probegetragen: Wasserprobe bestanden!


Wenn ihr mögt, könnt ihr beim Begutachen mal hören, welche Assoziationen ich mit dem seltsamen Erscheinungsbild verbinde (Carol King, Smackwater Jack): Ich finde, ich sehe aus wie ein Bestatter in einem alten Western!




Zur Entstehungsgeschichte des Hutes könnt ihr bei Interesse im nächsten cap-craft-along nachlesen, da wird es eine Foto-Anleitung geben. Zeigen wollte ich nur noch kurz, wie ich meinen grau-grauen Paisley-Schal individualisiert habe: eins der Muster einfach in Grün- und Türkistönen nachgestickt. Fällt  kaum auf, ist aber ein nettes Detail...
Ansonsten trage ich nur schon mehrfach gezeigte Klamotten unter dem alten Trench meines Mannes, der diesen Bestatter-Look so schön unterstreicht...

Bei Meike - heute in leuchtendem Rot (klasse!) seht ihr, was die MMM-Frauen heute so tragen - viel Spaß dabei!

Montag, 15. Oktober 2012

Cap Craft Along (2)

Welches Modell wird mein Cap?
So also soll mein Hut im Prinzip aussehen:


Dieses Modell habe ich schon im letzten Winter gern getragen. Besonders gern, wenn ich bewundernde Blicke anderer Frauen sehen konnte - ich bin ja doch etwas eitel! Der Hut passt perfekt zu mir. Anthrazit ist mein Schwarz, die breite Krempe ist gut gegen Schneeflocken oder Regentropfen auf der Brille und das Design gefällt mir, weil es gradlinig und etwas ausgefallen ist - jedenfalls habe ich einen solchen Hut sonst noch nie gesehen. So was mag ich einfach.

Material beschaffe ich bei Frau Z. in unserem Städtchen. Die steckt gerade in der Produktion der entzückendsten Deko-Teile aus Filz, ich denke mal, schon fürs Weihnachtsgeschäft.  In ihre Kurse reinkommen zu wollen ist im Prinzip simpel, in der Praxis aber gar nicht so einfach, weil die im Januar fürs ganze Jahr schon ausgebucht sind...
Bei ihr habe ich auch nochmal Tipps für die praktische Umsetzung meines Vorhabens bekommen. Und sie hat mir angeboten, falls ich nicht weiterkomme, mit meinem guten Stück "vorzusprechen", denn Ferndiagnosen seien bei Schwierigkeiten nicht so einfach. Ich finde es immer wunderbar, wenn jemand mit eigenen Kenntnissen und Fertigkeiten einer Anfängerin hilfreich zur Seite steht. (Weshalb ich auch den Austausch über die Blogs inzwischen so liebe - danke dafür!)

Ihre Info: bei "feiner Wolle" brauche ich für einen Hut mit Krempe 120 Gramm. Der Einlauffaktor liegt dabei bei 40%. Also solle ich mir eine Schablone machen, die 40% größer ist als der fertige Hut, dann komme das schon hin. Sorgfältiges Auslegen der Wolle dauere etwa eine Stunde, das Nassfilzen und Walken anschließend etwa 11/2 Stunden - das muss man dann in einem Rutsch machen, bis der Hut die gewünschte Größe erreicht hat. Dann wird die Seife ausgewaschen und der Stumpen getrocknet. Und last but not least erfordere die Ausarbeitung durch Ziehen und Bügeln etc. auch noch seine Zeit. Sollte das klappen, geht das viel schneller, als ich bisher gedanklich veranschlagt habe - wär ja nicht schlecht.

Farblich passen soll der Hut zu diesen Matsch-Stiefeln, die ich auf meinen Hundespaziergängen bei nassem Herbst- und Winterwetter meist trage. Also mal braun. Zu diesen Schuhen passt nämlich sonst bisher fast gar nichts von meiner Garderobe.  (Ich hätte sie damals gern in schwarz mit schwarzweiß gemustertem Schaft und rotem Futter gekauft, was für mich perfekt gewesen wäre, allein die gab es nicht in meiner Größe - also muss jetzt ein passender Hut her!) Ich werde mal probieren, die Unterseite der Krempe aus heller Wolle zu machen. Ob grau oder rosa ist noch nicht ganz entschieden. Eher wohl grau.


Jetzt bastel ich mir erst mal eine Schablone nach dieser Konstruktionszeichnung von Frau Z.:



Wichtigstes Maß ist der Kopfumfang, bei mir 56cm, Breite der Schablone an der Stelle, wo der Hut aufsitzt, also 28cm + 40% = 39,2cm. 
Von diesem Punkt gemessen bis zur Mitte des Hutes sollen 18 cm sein, das Maß für die Schablone also 25,2cm.
Und für die Krempe rechne ich mit 11,2 cm, weil die fertig 8 cm breit werden soll.



Die Schablone habe ich ausgeschnitten aus einer Folie, die ein großes schwedisches Möbelhaus zum Auslegen von Küchenschubladen anbietet. Die ist ausreichend stabil und ganz leicht genoppt, was beim Filzen hilft...

Und das ist die Wolle, die ich letztendlich mitgebracht habe: 100 g in braun und 20 g in hellgrau für die Innenseite der Krempe. (Das eine rosa war mir etwas zu lieblich, das andere zu pink. Also grau, wie ich es mir fast gedacht habe...)

Und ehe ich mir jetzt überlege, wann ich mich an die eigentliche Arbeit mache, sehe ich mal hier bei Miss Margerite nach, wie weit die anderen so sind...


Sonntag, 14. Oktober 2012

Stoffmarkt

Was ein schöner Sonntag! Heute war auf dem Laurentiusplatz Stoffmarkt - und ich war mit zwei Freundinnen da zum Stöbern...



Ich habe mich sehr beherrscht, weil ich EIGENTLICH genügend Stoffe im Schrank (und im anderen Schrank und in Kisten und... ) habe - aber keine 2,70 m leichten Walk in einer anderen Farbe als den Standard-Anthrazit, zu dem ich so gerne greife...

Aber JETZT! Jippiejeeeehhh!

(Alles, was ich verschieben kann, wird erst mal  verschoben, damit ich mich an die Nähmaschine setzen kann. Deshalb in aller Kürze:)

Allen einen guten Start in die neue Woche!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Pfand-Tasche


Einkaufstüten aus Plastik sind die Pest - das ist ja keine neue Erkenntnis. Jedes Schulkind kann inzwischen herbeten, dass das Material in 100 Jahren nicht verrottet und dass unsere Weltmeere voller Plastikmüll sind, der über die Fische in unsere Nahrungskette gelangt...

Außerdem finde ich es nicht so prickelnd, für irgendwelche Geschäfte unbezahlt Reklame zu laufen. Für die meisten würde ich das nicht mal für Geld machen.
Auch die Stofftaschen mit Werbeaufdrucken sind ja nicht wirklich angenehm. Gut, wenn man nähen kann. Dann kann man sich ja Einkaufstaschen individuell herstellen, beispielsweise die wunderschönen "Picasso-Beutel", die man bei Siebensachen zum Selbermachen finden kann und die ich so bewundere.


Aber neulich hatte meine Freundin S., die gar nicht näht, einen Einkaufsbeutel aus Stoff in Pink dabei und machte mich darauf aufmerksam, dass es die auch in MEINEM Grün gäbe.

Die Drogeriekette meines Vertrauens hat unter der Kasse neben Plastiktüten auch grüne und pinkfarbene PFAND-Beutel im Angebot! Die hätte ich ohne Hinweis nie entdeckt, weil ich ja stets ein Netz oder so was dabei habe. Pfandbeutel heißt: Ist das Teil schmuddelig, kann ich es in einen funkelnagelneuen, properen Beutel umtauschen! Oder mir das Geld zurückerstatten lassen. Ist das eine Idee?

Ich finde die Idee so gut, dass ich glatt Reklame laufe - auf dem Henkel, der eine günstige Länge hat, ist farblich passend und nicht furchtbar aufdringlich aufgedruckt, wo ich bisweilen einkaufe. Einkaufsbeutel in meinem Lieblingsfarbton - das macht mir den Laden noch sympathischer... (In Pink habe ich sie mir vorsichtshalber gleich auch mal mitgenommen, könnte ja sein, dass Pink mal besser zur Garderobe passt.)

Nachtrag: Seht doch mal, was Susanne/Januarkleider im Kommentar noch dazu schreibt - spannende Info!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Goldener Oktober

Kurzer Gruß an alle MMM-Frauen!


Nichts Neues heute, aber einiges in Planung bzw. Vorbereitung...

Das grüne Shirt kennt ihr schon beispielsweise von hier oder hier und mir ist gerade aufgefallen, dass die Farbwahl bei meinen Überziehern sehr vom Wetter abhängt. Bei Sonnenschein greife ich gern zu Farben, bei trübem Himmel eher zu Grau wie hier.
Diese Assoziation hatte ich schon früher mal und immer wieder: dass in südlichen Ländern mit viel Sonne - Beispiel Indien - die (Mode-)Welt einfach farbenfroher ist als in nördlichen, weniger sonnigen Gefilden - Beispiel Schottland - wo gedeckte Farbtöne vorherrschen.

Wie wunderbar, dass ich mich an keinen Dress-Code halten muss  und je nach Laune mal Ton in Ton und edel, aber auch mal fröhlich bunt daherkommen kann.

Wie es die anderen MMM-Frauen halten, könnt ihr heute bei Melleni sehen.

Liebe Grüße an alle, die hereinschauen!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Autumn Leaves


... von Stanley Jordan auf zwei Gitarren gleichzeitig - jetzt lebe ich schon 40 Jahre mit Musikern zusammen, aber so was habe ich noch nie gehört!


Viel Vergnügen beim Anhören!
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