Ich finde das Wetter zum Heulen! Bis gestern Sommer und jetzt das!
Aber das bietet die Gelegenheit einmal zu zeigen, womit ich meine Tränen stilvoll trockne.
Zum Naseputzen finde ich diese Taschentücher viel zu schade. Ich erinnere mich, dass meine Mutter die Vorarbeit für diese Handarbeit leistete und auf Batist ein Quadrat mit der Nähmaschine nähte. Dann hat meine Großmutter mit einer hauchdünnen Häkelnadel und einfädigem Sticktwist die regelmäßigen Einstiche des Nähmaschinenfadens als Maßvorgabe genutzt und diese feine Häkelkanten gearbeitet. Natürlich auch aufwändigere Spitzen - aber diese schlichte hier gefällt mir persönlich am besten.
Mit solch schönen Erinnerungen tröste ich mich über den heutigen Dauerregen hinweg. (Bloß: Wie soll ich nur Fotos für den morgigen MMM hinbekommen? Ich wollte doch mein neues Kleid vorführten...)
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Dienstag, 8. Juli 2014
Mittwoch, 25. Juni 2014
Postkarten-Weisheiten
Teresa von Avila sagt mir eigentlich nur wenig: Mystikerin, Nonne - nicht so mein großes Vorbild. Ich erinnere nicht viel und auch der an einem Postkartenstand entdeckte Text (s.u.) animiert mich nicht zu vertiefter Beschäftigung und Recherche. Aber ein Satz sprang mich so richtig an - und den versuche ich verstärkt zu beachten...
Drückt mir bitte die Daumen für gutes Gelingen.
HERR, DU
WEISST, DASS ICH VON TAG ZU TAG ÄLTER WERDE UND EINES TAGES ALT BIN. BEWAHRE
MICH VOR DEM DRANG, BEI JEDER GELEGENHEIT ETWAS SAGEN ZU MÜSSEN. ERLÖSE MICH
VON DER GROSSEN LEIDENSCHAFT, DIE ANGELEGENHEITEN ANDERER ORDNEN ZU WOLLEN.
LEHRE MICH NACHDENKLICH UND HILFREICH, ABER NICHT BEHERRSCHEND ZU SEIN. MEIN
UMFANGREICHES WISSEN SOLLTE EIGENTLICH NICHT BRACHLIEGEN, SONDERN WEITERGEGEBEN
WERDEN. ABER DU VERSTEHST, HERR, DASS ICH MIR
EIN PAAR FREUNDE BEWAHREN MÖCHTE. BEWAHRE MICH
DAVOR, ENDLOS ALLE EINZELHEITEN AUFZUZÄHLEN, OHNE AUF DEN KERN DER SACHE ZU
KOMMEN. LEHRE MICH SCHWEIGEN ÜBER MEINE KRANKHEITEN UND BESCHWERDEN. SIE
NEHMEN ZU UND AUCH DIE LUST, SIE ZU BESCHREIBEN, WÄCHST VON JAHR ZU JAHR. ICH
ERFLEHE NICHT DIE GABE, KRANKHEITSSCHILDERUNGEN DER ANDEREN MIT LUST ZU LAUSCHEN. ABER LEHRE MICH, SIE WENIGSTENS
GEDULDIG ZU ERTRAGEN. LEHRE MICH DIE WUNDERBARE WEISHEIT, DASS ICH MICH IRREN
KANN. ERHALTE MICH SO LIEBENSWERT WIE MÖGLICH. ICH MÖCHTE KEIN GRIESGRAM SEIN,
ABER AUCH KEINE HEILIGE. DENN MIT DENEN LEBT ES SICH SO SCHWER. nach Teresa von Avila
Dieser Spruch hat mir auch gut gefallen:
Mittwoch, 11. Juni 2014
Pfingstrosen-Hose
Mittwochs gehe ich nicht nur auf den Markt, sondern meist leiste ich mir den kleinen Luxus einer Massage - ich kann es sehr empfehlen...
Hier ein Foto meiner neuen Pfingstrosen-Hose nach altem und bewährtem Schnitt. Pünktlich am Pfingstmontag fertig geworden. Die Hosenbeine sind sehr gerade geschnitten und ab etwa Wadenhöhe ist ein trapezförmiges Stück angesetzt. Ich schneide die Hosenbein aber immer in einem Stück zu und mache an der vorgesehenen Stelle einfach rundum einen Abnäher. Dadurch entfällt das zweimalige Versäubern an den Schnittteilen und trotzdem ist das konstruktive Element gewahrt: diese leichte Versteifung durch die Nahtzugabe bzw. die dreifache Stofflage geben dem Hosenbein einen gewissen Stand. Ich habe das nämlich einmal vergessen - und da sah die Hose doch sehr nach Pyjamahose aus...
Zwar bin ich gerade nicht in fernen Gefilden - dies ist nur die Fototapete dieser kleinen Wohlfühl-Oase, aber wie Urlaub mitten in der Woche fühlt es sich trotzdem an...
Der Stoff ist aus einem leicht gecrashten Material unbekannter Zusammensetzung, das mit einem Rosenmuster beflockt ist. Ich glaube, er war so supergünstig, weil der Druck nicht ganz sauber ist. Allerdings tut das der Schönheit keinen Abbruch, oder?
Bei uns ist es übrigens auf angenehme 21 Grad abgekühlt und die Gewitterschäden halten sich in Grenzen. Ich bin heilfroh, dass man wieder drei Schritte gehen kann, ohne in Schweiß auszubrechen...
Mehr oder weniger leicht gewandete Frauen kann man heute wieder beim MMM bewundern.
Dienstag, 10. Juni 2014
Meine Haarfarbe...
Alle paar Jahre überlege ich, ob ich mal eine andere Frisur haben will. Letztlich fühle ich mich mit einem raspelkurzen Kurzhaarschnitt am wohlsten.
Seit etwa 4 Jahren züchte ich eine lange Haarsträhne und zwar genau an der Stelle, die sich als weißerFleck im Mausgrau entwickelte. Jetzt habe ich halt so eine altersblonde Haarsträhne, die ich mit Schwung nach hinten werfen kann, wenn ich möchte. Davon hatte ich immer geträumt...
Seit etwa 4 Jahren züchte ich eine lange Haarsträhne und zwar genau an der Stelle, die sich als weißerFleck im Mausgrau entwickelte. Jetzt habe ich halt so eine altersblonde Haarsträhne, die ich mit Schwung nach hinten werfen kann, wenn ich möchte. Davon hatte ich immer geträumt...
Dieser Tage saß ich beim Friseur und blätterte in einer "Fachzeitschrift". Da gefielen mir sowohl die Schnitte als auch die Farben - aber muss man mit einer solchen Frisur wirklich so einen leicht debilen Gesichtsausdruck zeigen? Macht man das jetzt so?
Noch interessanter fand ich eine Design-Idee für die Schulterpartie eines Kleides oder Shirts im gleichen Heft. Das würde ich gern mal probieren - bloß aus welchem Material...
Einen guten Start in eine sonnige Woche!
Mittwoch, 4. Juni 2014
Allzweck-Jacke
Heute ist es wieder mal kühl genug, dass ich meine schon mehrfach angekündigte Allzweck-Jacke einmal vorführen kann. Zusammen mit meiner aktuellen Favorit-Hose und einem uralten Seidenhemd meines vor 20 Jahren verstorbenen Vaters, das ich immer noch gern trage, weil Seide so angenehm auf der Haut ist...
Für die Jacke habe ich einen ungeliebten Kaschmirmantel zerlegt. Den habe ich wirlich nur im Dunklen getragen oder bei ganz schlimmem Wetter - weil ich ihn so spießig fand. Aber das Material ist einfach toll. Ebenfalls aufgegeben habe ich eine gern getragene Jacke aus schwerem Baumwollsamt, die abgeliebt war und farblich teilweise von der Sonne verschossen. Daraus habe ich die Ärmelaufschläge bzw. -verlängerung gearbeitet. Die vorderen Belege sind aus einem Rest von dem Hosenstoff, zu der die Jacke damit auch perfekt passt.
Der Schnitt ist der gleiche wie bei meiner rot-grünen Waschwolljacke, der sich sehr bewährt hat.
Ich freue mich, dass ich jetzt eine unaufgeregte Allzweckjacke habe, in der alte Teile weiterleben können. So was mag ich einfach...
Farblich bin ich zur Zeit auf einem Un-Farben-Trip. Braun "geht" eigentlich bei mir "gar nicht". Und jetzt liebe ich beige und braun und grau und nude. Klingt für mich irgendwie depressiv - und dabei bin ich bester Laune. Komisches Phänomen...
Ob es beim MMM farblos oder eher bunt zugeht, seht ihr HIER
Für die Jacke habe ich einen ungeliebten Kaschmirmantel zerlegt. Den habe ich wirlich nur im Dunklen getragen oder bei ganz schlimmem Wetter - weil ich ihn so spießig fand. Aber das Material ist einfach toll. Ebenfalls aufgegeben habe ich eine gern getragene Jacke aus schwerem Baumwollsamt, die abgeliebt war und farblich teilweise von der Sonne verschossen. Daraus habe ich die Ärmelaufschläge bzw. -verlängerung gearbeitet. Die vorderen Belege sind aus einem Rest von dem Hosenstoff, zu der die Jacke damit auch perfekt passt.
Der Schnitt ist der gleiche wie bei meiner rot-grünen Waschwolljacke, der sich sehr bewährt hat.
Ich freue mich, dass ich jetzt eine unaufgeregte Allzweckjacke habe, in der alte Teile weiterleben können. So was mag ich einfach...
Farblich bin ich zur Zeit auf einem Un-Farben-Trip. Braun "geht" eigentlich bei mir "gar nicht". Und jetzt liebe ich beige und braun und grau und nude. Klingt für mich irgendwie depressiv - und dabei bin ich bester Laune. Komisches Phänomen...
Ob es beim MMM farblos oder eher bunt zugeht, seht ihr HIER
Mittwoch, 21. Mai 2014
Statt Wolljacke...
Letzte Woche Mittwoch wollte ich meine neue/alte Jacke posten, was nicht geklappt hat, weil ich noch abends dran säumen musste... Dann hab ich mir das hoch und heilig vorgenommen für heute - aber heute soll es um die 30 Grad werden - einfach zu warm. Die Vorstellung der Jacke kommt aber noch - denn sie ist wirklich schön geworden!
Bei diesen Temperaturen mag ich lockere, luftige Kleidung wie diese: Gerade geschnittene Shirts, die ich aus Baumwolle (hier), Leinen oder Seide schneidere, wenn ich 120cm hübschen Stoff habe. Die trage ich bei Hitze deutlich lieber als T-Shirts aus Jersey. Hier habe ich schon einmal die Machart beschrieben.
Hier ist einmal die lila Hose zu sehen, die sich bisher nur wenig aussagekräftig fotografieren ließ - mit Schnittbeschreibung.
Die Farbe kommt gut hin. Es ist eher pflaumenfarben als lila - und passt prima zu grün, aber auch zu pink oder gelb. Oder natürlich zu allen Beerentönen.
(Man beachte auch die farblich passende Tasse, aus der mein Schwesterherz ihren köstlichen Kaffee anbietet. Sie findet IMMER eine passende Tasse im Schrank - bewundernswert!)
So, heute räkel ich mich noch etwas in der Sonne und sehe mir erst abends an, was die anderen MMM-Frauen heute so tragen.
Oder, falls es das erste Wärmegewitter des Jahres gibt, schon eher. Das ist angekündigt, aber hier sieht es noch nicht so aus.
Genießt den wunderbaren Tag!
Bei diesen Temperaturen mag ich lockere, luftige Kleidung wie diese: Gerade geschnittene Shirts, die ich aus Baumwolle (hier), Leinen oder Seide schneidere, wenn ich 120cm hübschen Stoff habe. Die trage ich bei Hitze deutlich lieber als T-Shirts aus Jersey. Hier habe ich schon einmal die Machart beschrieben.
Hier ist einmal die lila Hose zu sehen, die sich bisher nur wenig aussagekräftig fotografieren ließ - mit Schnittbeschreibung.
Die Farbe kommt gut hin. Es ist eher pflaumenfarben als lila - und passt prima zu grün, aber auch zu pink oder gelb. Oder natürlich zu allen Beerentönen.
(Man beachte auch die farblich passende Tasse, aus der mein Schwesterherz ihren köstlichen Kaffee anbietet. Sie findet IMMER eine passende Tasse im Schrank - bewundernswert!)
So, heute räkel ich mich noch etwas in der Sonne und sehe mir erst abends an, was die anderen MMM-Frauen heute so tragen.
Oder, falls es das erste Wärmegewitter des Jahres gibt, schon eher. Das ist angekündigt, aber hier sieht es noch nicht so aus.
Genießt den wunderbaren Tag!
Mittwoch, 14. Mai 2014
MMN Mama-made-Nähutensilien
Heute habe ich es nicht geschafft, beim MMM mitzumachen, obwohl ich dran gedacht hatte. Nächste Woche sollte es klappen, etwas Neues vorzustellen, denn ich säume gerade meine neue Jacke, die ich aus einem uralten, ungeliebten. spießigen Cashmere-Mantel nähe. Gruseliger Schnitt, aber tolles Material. Unverwüstlich und immer noch schön.
Und beim Säumen fällt mir etwas ebenso "Antikes" ins Auge, was ich immer schon mal vorführen wollte:
Und beim Säumen fällt mir etwas ebenso "Antikes" ins Auge, was ich immer schon mal vorführen wollte:
Meine Näh- und Stecknadeln steche ich in Nadelkissen, die schon meine Mutter benutz hat. Sie hat sie aus Hemdenstoffresten genäht und mit Sand aus unserem Kinder-Sandkasten gefüllt. Sie sind einfach genial im Gebrauch. Schön schwer, so dass sie beim Zuschneiden auch zum Beschweren des Stoffes dienen können. Stabil beim Einstecken der Nadeln. Und nahezu unendlich haltbar: an das rote kann ich mich noch aus meiner Kindheit erinnern, denn aus diesem Stoff hatte ich ein Blüschen. Ich glaube nicht, dass schaumstoffgefüllte Nadelkissen so lange funktionsfähig bleiben. Oder gibt es da andere Erfahrungen?
Hier gibt es schon einen kleinen Ausblick auf nächste Woche: die Belege des anthrazitfarbenen Mantels bestanden aus einem kackbraunen Wollstoff, der bei den aufgeschlagenen Ärmelabschlüssen und am Kragen stets hervorblitzte. Das gab dem ganzen so einen waidmännischen Look - einen Stil, den ich noch nie gemocht habe. Als Beleg für meine Jacke habe ich einen Rest von meinen Nadelstreifenhosen genommen. Die neuen Ärmelabschlüsse sind aus dickem Baumwollsamt. Hach, jetzt freu ich mich auf die Jacke!
Nächste Woche mehr...
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