Mittwoch, 20. Juli 2016

Schnappschuss am Strand

Heute war ich schon in aller Frühe auf dem Markt und habe auch den Hund schon frühmorgens gelüftet - Hochsommer ist nicht so wirklich meine Zeit. Ich freu mich für alle, die sich in der Sonne wohlfühlen. Ich suche nur Schatten und mach langsam. Ein freundlicher Mitmensch hat eine schöne Bezeichnung dafür gefunden: "Oh, Sie entschleunigen Ihr Leben?!?"
Weil ich eine Kleinigkeit vergessen habe, bin ich in der Mittagshitze nochmal in die Innenstadt gegangen, weshalb ich auch noch zu einem Foto gekommen bin und mein neues Kleid präsentieren kann.




Gleicher Schnitt wie gehabt, Waxprint in Farben und einem Muster, das mich an Geschirr erinnert hat. Blau habe ich seit meiner Jeans-Zeit nicht mehr getragen. Gar nicht so schlecht.

Wundert ihr euch über das Strandfoto? Wir haben eine wunderbare Einrichtung im Sommer: Große Flächen auf unserem Marktplatz sind "Sandstrand" mit Liegestühlen, Kinderspielzeug und Sonnenschirmen. Auf der anderen Seite ist ein Stand-Volleyball-Feld aufgeschüttet und abmarkiert. Und das alles neben dem zentralen Brunnen, der bei jetzigen Temperaturen den Kindern als Freibad dient. 
Daneben gibt es häufig ein Programm mit Lesungen, Musik, Kunstaktionen, Büchertauschmarkt, und und und... Heute Abend gibt es ein Open Air Kino (Honig im Kopf) und ich drücke fest die Daumen, dass es dann gerade kein Sommergewitter gibt. 

Ich wünsche allen MMM-Teilnehmerinnen die Möglichkeit zum kühlen Lagern - ansonsten: schwitzt fröhlich!

Mittwoch, 29. Juni 2016

Sommermantel 2

Bei der Recherche nach Waxprints bin ich einmal auf eine Erklärung gestoßen, dass die feiner gewebten und stärker gewachsten Stoffe - ganz unabhängig von Farben und Mustern - eher den Herren der Schöpfung vorbehalten seien, die sich nach einem Sandsturm einfach schüttelten und dann in ihrer vollen männlichen Pracht erstrahlen. *hüstel*. Das träfe so etwa auf diesen Kleiderstoff zu. Ich habe inzwischen verschiedene Qualitäten ausprobiert und bin sehr zufrieden mit den etwas grober gewebten Stoffen.

Aktuell habe ich mir aus einem solchen etwas groberen (und etwas preiswerteren) Waxprint einen zweiten Sommermantel genäht - denn der grüne muss ja auch mal in die Wäsche...



...wieder der gleiche Schnitt, die Details siehe da... (allerdings etwas verlängert und die Ärmel gekürzt - die werden eh meist gekrempelt), schön weit, dass auch alles drunter passt, mit hohem Schlitz im Rücken und überhaupt Bewegungsfreiheit


mit einem Paspelknopfloch außen

und einem "Vlieselineknopfloch" im Beleg. Einzig der Perlmuttknopf gefällt mir nicht so gut wie gedacht. Wahrscheinlich ersetze ich ihn doch durch einen schwarzen.

 Das geniale Muster verzeiht vieles - oder stört sich jemand dran, dass der Taschenpaspel nicht 100%ig passt? Könnte doch sein, dass das so sein muss!?!?
Das Muster habt ihr vielleicht letzte Woche schon an Mema bewundern können, die einen Rock aus dem Rest gezaubert hat. 
Diesmal ist mir das Revers schneller von der Hand gegangen, wobei mir die Burda-Anleitung immer noch nicht so richtig klar ist. Allerdings übe ich das jetzt nicht weiter, weil mir solch ein Kragen eigentlich normalerweise zu spießig ist. Aber in Kombination mit Waxprint geht es...

Heute werde ich nicht sehen und kommentieren können, was die anderen schönen Frauen beim MMM so präsentieren, denn ich mache mich jetzt auf die Socken, um auf Christos Spuren übers Wasser zu wandeln. Vielleicht kann ich ja ein Foto im Sonnenschein nachreichen...

-------------------------------------------------------

Nachtrag:

Ich verlinke den Beitrag heute mal beim MeMadeMittwoch - das hat letzte Woche nicht mehr geklappt. Da bin ich in aller Frühe aufgebrochen und habe es irgendwie nicht hinbekommen. Wir waren hier:






... und ich bin immer noch ganz geflasht.  Für den Mantel war es allerdings zu heiß. Ich hatte mein schwarzes Leinenkleid an. Das war erträglich, weil ich mir alle 500 m eine Flasche Wasser übers Haupt schütten konnte und die Verdunstungskälte genießen. Ich hatte - wie die meisten - gleich beim  Betreten der floating piers die Schuhe ausgezogen. Das war aber auch nur kurz auszuhalten. Es lief sich ganz ähnlich wie am Sandstrand, aber auch da hätte ich schnell wieder Schuhe angezogen...
Den Mantel allerdings trage ich seit der Rückkehr nach Deutschland täglich. Das Wetter hat also doch auch etwas für sich...

Mittwoch, 15. Juni 2016

Schwarze Löcher

Ihr könnt "Elisabeth" zu mir sagen. Wegen: "Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt..." Dann würde ich nämlich nicht eine halbtransparente Hose nähen. Mit meinen Beinen bin ich nämlich hochzufrieden. Ich würde sogar kurze Röcke tragen, wenn die nicht so käsig wären. Tja, das passiert, wenn man am liebsten Hosen oder lange Kleider trägt. Man kann nicht alles haben. Kann man die Struktur des Stoffes erkennen?


Nicht so richtig, denn bei uns ist ziemlich bedeckter Himmel. Also näher ran!



Wenn man genau hinsieht, kann man auch erkennen, dass ich die Hose bis fast auf Kniehöhe gefüttert habe. Dafür habe ich einen inzwischen zu eng gewordenen Seidenrock wiederverwendet, so dass die Hose sehr angenehm zu tragen ist.
Alles in allem eine luftige, lustige Hose, denn manchmal höre ich leises Getuschel hinter mir: "Guck mal, die ist ja durchsichtig!"


Der Stoff sieht ein bisschen so aus wie der Futterstoff von Sportjacken und ursprünglich habe ich ihn für einen langen, weiten Rock gekauft. Aber ich stelle immer wieder fest, dass ich einfach kein Rocktyp bin.

Und mein heutiger Tribut an meine Afrika-Liebe ist  diese kleine Smaragdeidechse - ein bisschen Farbe muss ja sein...

Ob farbig oder unbunt am heutigen Mittwoch seht ihr hier beim MeMadeMittwoch mit Sybille in Leo. Viel Spaß dabei!

Mittwoch, 25. Mai 2016

VERITABLE WAX SUPREME HITBLOCK PRINTS 818501



Ich hab mal wieder etwas hübsches zu präsentieren. Die Fotos sind exakt eine Woche alt, denn als ich nach dem Fotoshooting nach Hause kam, wurde der Akku meines smarten Telefons heiß und es tat sich NICHTS mehr. Also auch keine Teilnahme am MeMadeMittwoch.
Letzte Woche also war mein neuer Mantel einfach nur neu, heute ist er schon viel getragen und hat sich bewährt. Sogar im Nieselregen. Inzwischen hat er auch einen Verschluss - einen großen Druckknopf. Und auch zum heutigen Motto passt er ein kleines bisschen - s.u.

Erst einmal zeige ich euch meine Inspirationsquelle:


In einer Modezeitschrift beim Tierarzt entdeckte ich diesen Parka aus einem afrikanischen Stoff - die ich sehr liebe - über einem gemusterten Oberteil. Vor Jahren hätte ich mich angesichts dieser Kombination noch milde entsetzt abgewendet, heute bin ich fasziniert. Ich habe vorsichtshalber mal getestet, ob es nicht die Schönheit der jungen Frau war, die mich so anmachte,


aber auch so hat mir die Idee gefallen, eine gemusterte Jacke oder einen gemusterten Mantel zu haben.
Fürs erste habe ich mal den dezentesten Druck ausgewählt, der bei mir lagert. Dezent in der Farbgebung, aber mit einem monstermäßig großen Rapport. Von dem zentralen runden Motiv der sich in den Schwanz beißenden Schlangen gehen strahlenförmig/tortenstückförmig bedruckte Flächen aus, so dass der Stoff insgesamt den Eindruck macht, als sei es eine Patchworkarbeit.
Gar nicht so einfach zuzuschneiden. Meine erste Idee war ein klassischer Trenchcoat, aber das wäre mir zu unruhig geworden. Ich habe mich also erst einmal auf die Suche nach einem Mantelschnitt gemacht, der ohne große Teilungsnähte auskommt.
Die Brustabnäher kommen aus der Schulternaht und sind bei meinem Muster überhaupt nicht zu entdecken.
Bei der Länge habe ich noch einiges dazugegeben, so dass ich die Webkante als Saum verwenden konnte. Das mag ich irgendwie. Und auf den vorgesehenen Bindegürtel verzichte ich, weil ich Mäntel vorwiegend einfach überwerfe und selten überhaupt schließe.


Hinten ist der Mantel hoch geschlitzt.  Hier kann man gut erkennen, dass die einzelnen Teile nicht symmetrisch zuzuschneiden waren. Es sei denn, ich hätte einmal die linke Seite, einmal die rechte Stoffseite verwendet, aber von links ist der Druck ein kleines bisschen unsauberer. Also nein. (Und irgendwo habe ich mal gelesen, Symmetrie sei die Ästhetik der Doofen - daran erinnerte ich mich und war ganz zufrieden mit der leichten Asymmetrie.)

Da der Mantel ungefüttert bleibt, habe ich alle Nähte als französische Nähte ausgeführt. Bloß für die Taschen muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Es sind einseitige Paspeltaschen, die ich auf der Innenseite natürlich mit Vlieseline verstärkt habe. Leider sieht man jetzt, wenn man sich das Innenleben ansieht, auch diese weißen Klebestreifen. Alleine das Wissen, dass man die sehen könnte, stört mich. Da muss also noch irgend etwas passieren.


Auf den Fotos sieht es aus, als ob mein wunderbar weicher, grüner Schal farblich gar nicht so gut passt, wie ich dachte. Schade. Das muss ich nochmal überprüfen...


Auf der Suche nach einem Namen für meinen neuen Mantel haben wir uns einzelne Elemente etwas genauer angesehen. In diesem Motiv erkenne ich die Sonne, die die Augen schließt. Und den Sternenhimmel. Aber "Abendmantel" trifft es wohl nicht so recht. Und jetzt kommt mein - etwas gewollter - Beitrag zumheutigen Motto des MeMadeMittwoch: Animalprint.


Das zentrale Motiv der sechs sich in den Schwanz beißenden Schlangen bietet sich auch nicht gerade an. Wer möchte schon einen "Natternnestmantel". Wäre es die EINE sich selbst fressende Schlange, die ein Symbol ist für die Unendlichkeit, für die ewige Wiederkehr und für den Kreislauf des Lebens, dann würde ich den Mantel ganz angeberisch "Ouroboros" nennen - und auf Nachfrage ganz klugscheißerisch genau dieses Bild erklären. Aber es sind ja drei Paare, die sich gegenseitig an- oder auffressen - kennt jemand dieses Symbol? Auf eine Erklärung wäre ich sehr gespannt.


Noch ein Animalprint, aber auch die Vögel eigenen sich als Namensgeber nicht wirklich. Aber dass in unmittelbarer Nähe ein HIGH-LIFE als Motto eingedruckt ist - das gefällt mir wiederum. Das ist es. Es beflügelt mich die Vorstellung, einen HighLifeMantel zu tragen. Ja, das gefällt mir!

Mittwoch, 20. April 2016

Zierleiste

Zurück vom Wochenmarkt. Niemand da zum Fotografieren... Irgendwann lerne ich das auch noch!

Die Hose ist nach einem bewährten Burdaschnitt NR. 403APLUSHW2013-DL. genäht, allerings mit breitem Gummibund und ohne Reißverschluss. Diese Variante ist dreimal bequemer... Das schwarze Baumwoll-Top habe ich mit einer Zierleiste versehen, weil ich ja keine Reste wegwerfen kann. (Hier ist das Shirt noch ohne Zier zu sehen.) 5 Elemente sind von meinem Prinzenhemd übrig geblieben, der Stoff ein tolles Geschenk von Mema, weil er mir sooo gut gefallen hat.

Ein Element ist auf dem Rücken gelandet - ich habe ziemlich rumgeturnt, bis ich ÜBERHAUPT mal etwas von dem Rückenteil auf ein Foto gebannt habe.


Für euch extra noch ausgezogen, damit auch etwas zu erkennen ist.  Und jetzt weiter im Tagwerk und zum MMM, wo offensichtlich nicht nur gut gekleidete Frauen mitmachen. (Gedanklich heißt es bei mir immer MMMM = MeMadeMittwochMädels*. Das erweitere ich ab heute auf MMMMM = MeMadeMittwochMädelsundMänner)

Also: allen MMMMM eine schöne Woche!

(* Mädels ist seit alters her bei mir eine Sympathiebezeichnung für weibliche Wesen bis hoch in die 90. Hat also gar nichts mit dem Alter zu tun und ist auch keinesfalls despektierlich gemeint.)




Mittwoch, 13. April 2016

his master's voice *


Einen lieben Gruß an alle MMM-Damen. Wir kommen gerade vom Markt zurück und ehe ich die Winterhüte wegpacke, hier noch ein Erinnerungsfoto. Man sieht: in unserem Örtchen trägt die Frau von Welt Hut und selbst genähte Hosen, die Hündin von Welt einen ausladenden Kragen - mit großem Gleichmut. Alles bald vorbei - Hut in die Schachtel und Kragen in den Medizinschrank. Erinnert dieser Hunde-Look nicht wirklich an das alte Plattenlabel?

* Es müsste eigentlich heißen: "Her Mistress' Voice"

Mittwoch, 30. März 2016

Merkel-Bluse

Muss ich noch mehr dazu sagen? Eingebaute Raute...


Die Maße habe ich von einem Kaufshirt aus Leinen abgenommen, das ich gerne trage. Der rote Stoff ist eine ganz grob gewebte Wildseide, bei der ich Mühe hatte, die Nähte mit der Overlockmaschine zu versäubern. An den Seiten läuft der Saum in etwas längeren Spitzen aus, vorn ist ein 20x20 Quadrat aufgesetzt - meine Sonderform einer Raute - und darauf noch eine winzige rote Tasche mit einem genau passenden Knopf aus meinem Fundus.
Diese leicht taillierte Form mit den überschnittenen Schultern ersetzt demnächst meine ganz gerade geschnittenen "Überzieher". Das reicht mir als Ärmel und ich fege nicht immer alles vom Tisch mit den weiten Ärmeln wie z.B. hier und hier.
Die Hose ist die Nadelstreifenhose, in der ich sogar Gymnastik treiben kann.
Der Schal dient aktuell dazu, die schlecht sitzende Frisur zu kaschieren die Baustelle nicht sehen zu müssen. Demnächst wieder mit Blumen im Hintergrund beim MMM - hoffentlich schon nächsten Mittwoch!
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...