Sonntag, 28. April 2013

Just for Fun - Happy Feet

Heute bin ich zufällig über Savion "Happy Feet" Glover gestoßen - kennt ihr den?

Und jetzt wollte ich euch zum Spaß ein Video von You Tube hochladen, aber das klappt nicht. Komisch. Gerades habe ich das noch angesehen, habe es unter dem Suchbegriff "Savion Glover at the White House" auch dort gefunden (10:11, also etwas längere Perfomance), aber wenn ich es hochladen will, wird es mir nicht gelistet. Also mal als Link zum Video - ein toller Tap Dancer - vergleichbar zu Fred Astaire. Viel Vergnügen - und verknotet euch nicht die Beine, falls ihr versucht es der Truppe gleich zu tun...




Hier mal als Ersatz den hinreißenden 1-minütigen Ausschnitt aus einem Film mit dem 7-jährigen Sammy Davis jr, der das mit dem Steppen auch ganz gut hinbekommen hat.

Einen guten Start in die Woche wünsche ich allen!






Donnerstag, 25. April 2013

It Bag vs. Furoshiki

Intro

Eine It-Bag ist ja, wenn ich es richtig verstehe, eine Handtasche, die jedeR (sofort) (auch) haben will, und die in der nächsten Saison garantiert wieder out ist - was  ja unsere Wegwerf-Wirtschaft am Laufen hält. Nicht so mein Ding.
Aber im Sinne von "must have" hab ich das auch manchmal - zum Beispiel, als ich diese meine Lieblingstaschen bei einem Schuster im Laden gesehen hatte. Die schwarze hohe war meine erste und schon beim Kauf konnte ich mich nicht zwischen ihr und der braunen entscheiden.


Die Taschen sind also vom Schuster meines Vertrauens handgefertigt, haben einen hochgezogenenen Lederboden und es gibt sie in diesen beiden Formen: die schwarze ist in der Grundfläche kleiner, dafür ist sie höher, die braune ist breiter, aber nicht so hoch und die Henkel sind kürzer. Der Aufdruck auf dem Boden der braunen Tasche stammt, wenn ich es recht erinnere, vom Kürschner, der die ganzen Häute bearbeitet hat.
Das sind zwei Taschen, die ich sicherlich bis an mein Lebensende mit mir rumschleppen werde und ich bin sicher, dass die Nachkommenschaft sich drüber freuen wird. Ich liebe einfach schöne, langlebige Produkte von hoher Funktionalität.

Die Neuigkeit

Aber dieses Teil hier hätte das Zeug für eine It-Bag - bei mir aber auch wohl für länger als nur eine Saison. Neugierig?


Ja, genau das Teil IN der Tasche - ich packe mal kurz aus:

Und weiter auspacken...

und auffalten

und mal auf dem Boden ausbreiten,
denn es ist 1m x 1m groß...

und jetzt mal was* zur Demo einpacken
*der Schuhkarton sollte nur zur Illustration dienen und nicht vom Thema ablenken

vorher noch ein kurzer Blick ins Innere
mit drei Reißverschlusstaschen

einen Knoten machen

und nochmal knoten

die anderen beiden Ecken hochnehmen

und über die Schulter hängen
zur Demo ans Fenster hängen

Und jetzt wieder zusammenfalten und in die Tasche stecken...

Heute war ich mit diesem Tuch, das man zu einem Beutel falten kann, erfolgreich einkaufen. Hat sich echt bewährt, nichts ist rausgefallen. Allerdings haben einige an der Kasse gestaunt, als ich mein Bündel geschnürt habe...
Bei den Japanern heißen diese Tücher Forushiki (=Badetuch *hihi*) und dienen der stilvollen Verpackung von Geschenken oder eben dem Transport von allem möglichen. Hier ist mal ein Link zur Google-Suche zum Thema Furoshiki, wo man weiterführende Infos finden kann, u.a. diese Anleitung des Japanischen Umweltministeriums, wie man mit quadratischen Tüchern Geschenke einpacken kann:
Ursprüngliche Furoshiki sind ganz schlicht quadratische Tücher, bei denen alles nur gewickelt und geknotet wird. Aber diese fortgeschrittene Variante mit den Schlitzen an zwei Ecken musste ich einfach mal ausprobieren. Zur Not wüsste ich inzwischen aber auch, wie ich mit meinem Halstuch zwei Weinflaschen nach Hause tragen könnte (untere Reihe, zweite Spalte von rechts).

Beim ziellosen Rumstöbern im Netz stoße ich immer wieder auf  interessante Problemlösungen, die ich dann gern mal ausprobiere. Infos über die it-bags 2013 dagegen lassen mich völlig kalt. Hab ich nur mal kurz gegoogelt um zu wissen: was meint das eigentlich? Muss ich aber gar nicht behalten - echt nicht so wichtig...

Nachtrag, weil nachgefragt wurde: Wenn ihr " "furoshiki bag 2" googelt, seht ihr genau den/die/das Furoshiki, den/die/das ich nachkonstruiert habe. In den Maßen und in der Ausgestaltung (Innentaschen etc.) ist man ja eigentlich ziemlich frei - braucht es da wirklich eine Anleitung? Soll ich mal Konstruktionszeichnungen anfertigen? Interessiert das näher?
(Und den Schuhkarton habe ich mal anonymisiert...)

Freitag, 19. April 2013

Hurra!!!!!!!


Wenn der Postmann zweimal einmal klingelt...

... ist große Freude über ein kleines Päckchen angesagt:


Hm, gerade kein blauer / brauner Buntstift zur Hand.
Nichtsdestotrotz: Herzlichen Dank, liebe Mema!

Mittwoch, 17. April 2013

Neue Jacke

Die Wintermäntel sind beiseite gehängt. Und ich freue mich, auch einmal etwas Neues präsentieren zu können - meine neue Jacke! Violà!



Ich liebe ja Asymmetrie! Irgendwo habe ich vor Urzeiten gelesen "Symmetrie ist die Ästhetik der Doofen" - was gar nicht stimmen muss, was ich aber auf irgend eine Art verinnerlicht habe. Seither ist für mich schräg = schön. Nicht immer. Aber ich gebe zu: ich habe einen Hang zum Schrägen.




Hier für alle, die die normale Sicht der Dinge bevorzugen,  gerade ausgerichtete Habitusbilder.



Die Entstehungsgeschichte ist folgendermaßen: Eine Freundin hat mir ihre ungeliebte, aber in meinen Augen todschicke Leinenjacke angetragen. Leider war die dunkelblau-dunkelgrün schotten-kariert. Da habe ich ein Trauma. Trage ich nicht! Nicht freiwillig! Aus solchen Stoffen hat mir meine Mutter, als ich noch wirklich klein war, Kleidung geschneidert. Damals gab es einfach nicht so fröhlich-bunte Kinderstoffe wie heutzutage. Jedenfalls rührt daher in meinem Kopf dieses no go für dunkle, triste Karostoffe und für Schottenröcke. Für mich - bei anderen ist das was anderes.


Jedenfalls fand ich die Schnittführung der Jacke so interessant, dass ich sie mal genauer studiert habe und schließlich vermessen, weil ich anders nicht hinter die Konstruktion kam. Mit dem Karo war das ganz schick mal mit geradem, mal mit schrägem Fadenverlauf. Also habe ich mich entschlossen, ein Probemodell nachzunähen, und zwar aus einem Fundus-Stoff. Und zwar diesem grob gewebten Mischgewebe rechts oben.
Meine Idee war, irgendwie Stoffreste von Hosen dabei zu verarbeiten, so dass die Jacke perfekt zu vorhandenen Hosen passen solle.Also habe ich mal von zwei farblich passenden Hosen breite Blenden am  vorderen Verschluss (huch, wie nennt man das bei einer verschlusslosen Jacke bloß?) und an den Krempelärmeln angenäht.  Eine Seite heller, die andere etwas dunkler als der Grundton der Jacke.
Finde ich als Designelement richtig gut.
Auf dem Foto seh ich gerade, dass die Ärmel noch etwas zu lang sind. Mal sehen, ob das mit Krempeln geht oder ob ich da noch einmal ran muss.


Kombiniert habe ich diesmal nicht mit einer hellen Hose, weil das mit MEINEM Hund im Wald nicht gut geht. Passt aber auch zu dieser schnellen roten Hose, die den Vorteil hat, dass ich nicht in den Saum trete und mich wieder auf die Nase lege... (Danke nochmal für alle guten Genesungswünsche.) Ich glaube, diese Probejacke werde ich dieses Frühjahr gerne tragen: Schnell übergeworfen, gut kombinierbar und ein bisschen besonders...

Bei Julia und dem Me Made Mittwoch gehe ich nun sehen, was die anderen schneidernden Frauen heute tragen und welche Inspirationen ich da bekomme. Allen ebenso viel Spaß, wie ich daran habe!

Sonntag, 14. April 2013

Die Spatzen . . .

. . . pfeifen es von den Dächern:


Der Frühling ist da!!!                               Und die Prinzenrolle auch wieder!
Danke allen fürs Daumen-Drücken, es hat prima geholfen. Die OP (Orbitabodenfraktur gerichtet) ist gut verlaufen und ich bin zuversichtlich, dass alles wieder in Ordnung kommt. Bilder stell ich mal besser nicht ein - es sieht noch leicht gruselig aus. Der Bluterguss ist gerade gelb und das steht mir überhaupt nicht.


Wegen der heutigen Temperaturen bin hab ich schon mal ein neues Projekt angefangen, wofür ich gern einen guten Rat hätte.
Als letztes Jahr ein schicker Einrichtungs- und Innenarchitekturladen in unserem Städtchen dicht gemacht hat, habe ich zugeschlagen und vier ganz unterschiedliche Stoff-Coupons erstanden. Es waren Muster, nach denen Dekorationsstoffe bestellt werden konnten. (Hier habe ich schon mal ein Pfingstrosen-Stoff vernäht.)  


Aus dieser Seide hier nähe ich mir (wahrscheinlich) mein Standard-Shirt oder eine ähnlich gerade geschnittene Weste. Der Gag daran wird ein Rand aus den Seidenstücken, die als Farbmuster beigeheftet waren. Ich war einfach hell entzückt, als ich das Potential da auf der Musterstange entdeckt habe und freue mich schon seit fast einem Jahr auf die Umsetzung.
Die Grundfarbe ist zwar nicht so ganz die meine, aber die Farborgel begeisterte mich immer aufs Neue, wenn ich das Teil in meinem Kleiderschrank hängen sah.


Rechts kann man erkennen, dass die Farbmuster auf der Rückseite mit leichter Pappe verstärkt sind, die sich leider nicht rückstandsfrei ablösen lässt. Deshalb bleibt ein maximal 11cm x 5cm kleines Stück Stoff übrig.



Also habe ich mich entschlossen, erst mal einen Streifen herzustellen, indem ich die Fitzel aneinander-overlocke.



Und jetzt kommt meine Frage: Ich möchte gerne einen etwas plastischen Eindruck erzielen. Also diese "Zierleiste" mit irgend einem (leichten!) Material unterfüttern und dann an den Nahtstellen absteppen, so dass die einzelnen Farbfelder ganz leicht erhaben sind. 

Was nimmt man am besten dafür? 
Leicht, flexibel, kompatibel zu Seide?

Hach, was ist es schön, sich wieder um so was einen Kopf zu machen statt über die Gesundheit!

Allen einen guten Start in eine frühlingshafte Woche!





Samstag, 6. April 2013

Schutzengel ist eingenordet


Danke für die vielen guten Wünsche! Ich bin ganz gerührt. Die Tasse ist gespült, der Schutzengel ist eingenordet und wird gut aufpassen auf mich.

Allen eine schöne, gern frühlingshafte Woche!

Freitag, 5. April 2013

Schutzengel versagt

Da hat mein Schutzengel leider versagt:


Diese meine kitschige Teetasse hatte ich letzten Mittwoch in der Hand, als ich ganz blöd gestürzt bin: Mit dem linken Fuß in den Saum des rechten Hosenbeins meiner Marlenehose getreten und voll auf die Nase gefallen. Und anscheinend hat der Schutzengel eher auf sich selbst aufgepasst: Die Tasse blieb heil - mein Jochbein leider nicht.



Zuerst war ich beruhigt, dass der Augenarzt nichts Verdächtiges sehen konnte. Die Schmerzen werden schon weggehen, wenn das Hämatom sich auflöst, hab ich gedacht. Nach Ostern hat dann ein CT zu Tage gefördert, dass die Knochen den Sturz leider nicht ausgehalten haben und jetzt operativ wieder zusammengeflickt werden müssen. Und die Brille war zerbrochen - teurer Spaß!


Nach einer Woche nun ist das Hämatom fast verschwunden, die neue Brillenfassung ist angekommen, der OP-Plan steht und der Hunde-Fütter-und-Ausgeh-Plan ist ausgedruckt. Hoffentlich klappt das alles.

Allen Frauen, die - wie ich - weite Hosen lieben dies als Warnung (gilt wahrscheinlich auch für lange Röcke):
NICHT auf den Saum treten!
Im Falle eines Falles: 
Porzellan fallen lassen und sich abstützen!

Allen LeserInnen eine schöne unfallfreie Woche!
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