Samstag, 6. September 2014

Das Gute liegt so nah.

Ich liebe afrikanische Wax-Prints. Deshalb habe ich mich mit großer Freude (und leider nur mäßigem Erfolg - Ausverkauf...) an einer Sammelbestellung in Großbritannien beteiligt. Was ich aber nicht wusste: auch hier liegt das Gute wieder mal so nah. In Köln-Kalk, Steprath Str. 18. Gestern war ich da und habe alles ansehen und fühlen können. Leider haben sie keine Website.




Was eine Farbenfreude! Und was für Motive: pinkfarbene Stöckelschuhe - ich bin wieder mal hin und weg.


Das war für mich wieder mal wie Weihnachten. Bei einem Stoff habe ich Schnappatmung bekommen und zugeschlagen. Den zeig ich später mal, denn bei mir zumindest werden diese Stoffe in Sommerkleider umgesetzt und dürfen erst noch ein bisschen ablagern...

Ein schönes Wochenende!

Dienstag, 2. September 2014

Hosen nähen im September


Bei Frau Crafteln geht es weiter mit Überlegungen zum HosenHerbst. Spannend, was da alles zusammengetragen wird! Gerade auch für mich, die ich eher Hosen als Röcke trage. Inspirierend, inspirierend...

Monatsthema September
Passform I - Ansprüche 

Welche Passformmängel kenne ich von Kaufhosen oder selbst genähten Hosen? Zeigt her eure ungeliebten Hosen! Welche Anpassungen habe ich schon mal versucht, um Passformmängel zu beheben. Wie erkenne ich überhaupt Passformmängel und wie heißt mein Problem? Wo gibt es Informationen über Anpassungen? Wovor habe ich den meisten Respekt? 

Mit den Septemberfragen tue ich mich etwas schwer. Meine Idee ist: Wenn eine Hose in meiner Größe nicht richtig gut sitzt, dann ist es halt der falsche Hosenschnitt für mich. Dann kaufe ich sie eben nicht, und sei der Stoff auch noch so schön oder passend oder was auch immer. Wenn man sucht, kann man sicherlich eine Marke finden, die mit der eigenen Figur gut harmoniert. Denn ganz egal ob Kaufhose oder selbst genäht: DIE ideale Hose KANN doch gar NICHT JEDER PASSEN. Und das ist ja auch gut so, denn wir sind schließlich keine Klone, oder?
Was wäre für mich dann ein Passformmangel? Ich habe neulich eine Hose gesehen, bei der sich die Seitennaht nach vorn drehte - ich schätze mal, da ist beim Zuschnitt geschludert worden. Das war kein Designelement und sah auch doof aus. Echter Mangel.
Wenn aber beispielsweise der Bund im Hohlkreuz absteht - dann ist es einfach ein unpassender Hosenschnitt - den man natürlich (in Grenzen) an die eigene Figur anpassen kann.

Nicht jeder Schnitt steht mir. Selbst wenn die Passform ok wäre. Mein Anspruch ist etwa: bequem und funktional. Ich erwarte von einer Hose nicht, dass sie mir optisch eine Taille zaubert oder ellenlange Beine.
Früher war es mir angenehm, dass mich eine enge Hose korsettartig gestützt hat. Diesen äußeren Halt brauch ich nicht mehr und heute ist es mir lieber, dass der Bund etwas nachgibt, wenn ich genüsslich schmause...

Ihr seht, ich sehe kein Problem. Mein einziges Problem lautet: welche Hose möchte ich zusätzlich noch haben? Und DAS ist wirklich ein Problem für mich, denn eigentlich habe ich genügend Hosen. ABER:

Beim Stöbern nach Hosenschnitten bin ich über diese Origami-Hose gestolpert, die ein deutliches Haben-Wollen ausgelöst hat. Die Fotos auf der Vogue-Seite zeigen übrigens hinten auch Falten, wo der Stoff auch faltenfrei fallen könnte.
Na und?
Ob das an meinem Alter liegt, dass ich Falten gegenüber so entspannt bin *grins*?

Wahrscheinlich wird es bei mir also die Origami-Hose von Marcy Tilton. Oder eine ähnliche. Das ist der Stand der Dinge. Mit allem Respekt.


Ich übe schon mal ein bisschen mit Papier...

Sonntag, 17. August 2014

Hosen-Herbst

Frau Crafteln hat den HosenHerbst ausgerufen - und viele, viele kommen. Da mach ich doch gerne mit, denn Hosen trage ich das ganze Jahr über, Kleider (fast) nur im Sommer und Röcke so gut wie nie mehr.

Thema im August soll sein: Formen - Moden - Schnitte

Was für eine Hose möchte ich nähen? Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen? Was sind meine Ansprüche an eine Hose? Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben? Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen? Welche Materialien eigenen sich für welchen Hosenschnitt? Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht? Was für ein Schnittmuster suche ich noch?

Ich bin noch nicht ganz sicher, was für eine Hose ich mir als nächstes nähe. Deshalb freu ich mich auch über dieses Sew Along, weil ich dadurch sicherlich auf neue, gute Ideen kommen werde...

Ich trage alle möglichen Hosenformen, aber ich habe da schon so meine Vorlieben. Als ich jung und schön war - und als das Mode war - habe ich sogar Schlaghosen getragen! Am liebsten sogar mit Schuhen mit Plateausohlen. Weil das "so schöne lange Beine macht". Hab ich jedenfalls geglaubt. Ich war total davon überzeugt, NIE IM LEBEN Karottenhosen oder knöchelkurze lange Hosen zu tragen. Ich kann mich heute noch über mich amüsieren! Danach habe ich  jahrzehntelang knallenge bis gerade geschnittene Jeans getragen. Darin habe ich mich lange, wirklich sehr lange wohlgefühlt. Zumal ich dank der vielen Taschen stets alles dabei hatte - Schlüssel, Geld, Papiere... Ich hab mich immer noch nicht dran gewöhnt, heute immer alles umpacken zu müssen.
Mit Anfang 50 habe ich mich so verändert, dass ich in Jeans keine gute Figur mehr machte. Da musste ich mich zwangsläufig etwas mehr für Mode interessieren und auch verschiedene Schnitte ausprobieren.


Wie man sieht, trage ich gerne bequem weite Hosen, die nicht so furchtbar passformsensibel sind. Ich verzichte nur ungern auf Taschen, weil ich sonst gern mal den Hausschlüssel vergesse. Die beste Figur mache ich in gerade geschnittenen, mäßig weiten Tuchhosen, deren Bund in der Taille sitzt und die keine  auftragenden Taschen haben. Was auch der Grund dafür ist, dass ich sie nicht ganz so gern trage. Ich mag es, wenn die Hosen nach unten enger werden, so dass man ohne weiteres damit Rad fahren kann. Und ich mag Hosen, auf denen man keine blonden Hundehaare sieht - also helle (o.r.) oder aus glattem Material (o.l.)

Ansonsten bin ich gerne Mehrfachtäter und nähe bevorzugt nach bewährten Schnitten oder nach einer geliebten Kaufhose. Bei Stoffen bin ich da ziemlich offen (m.l.), habe inzwischen wieder eine Liebe zu Babycord, aber im Vorrat noch einiges an Cool Wool, was für diesen Herbst/Winter verarbeitet werden sollte.

Ich seht, festgelegt bin ich noch nicht, aber ich werde mich hier gern inspirieren lassen. Beispielsweise bei SewingGalaxy, die ihrer Mutter eine "perfekte Hose" geschneidert hat. Denn ohne ähnliche Anpassungen geht bei mir auch kein Schnitt. Ich freu mich auf diese Aktion, denn das wird für mich sicherlich interessant!

Freitag, 18. Juli 2014

Ein Lächeln...

Solch ein Bild zaubert mit immer ein Lächeln ins Gesicht. Könnt ihr euch auch an so einem Anblick freuen?


Sonnige Tage allen Urlaubern und Daheimgebliebenen!

Da fällt mir ein: voriges Jahr gab es einen ganz ähnlichen Blumengruß von mir. Ganz schön vital, diese Stiefmütter...

Freitag, 11. Juli 2014

schöner barfuß laufen...



Im Sommer laufe ich gern barfuß - aber meist halt doch in Schuhen. Am liebsten ohne Strümpfe in Schuhen - und deshalb lege ich gern feuchtigkeitsabsorbierende dünne Einlegesohlen ein (siehe mittleres Foto).
Und weil ich es nicht so hübsch finde, wenn ich die Schuhe mal abstreife, diese Einlagen sehen zu lassen, habe ich sie mit einer Lage Baumwollstoff versehen (gestreifter Blusenstoff - Einlagen werden gerade erneuert -  oder Camouflage-Hosenstoff). 

Das sieht etwas hübscher aus, wenn ich mitten im Städtchen am Strand im Liegestuhl sitze, mit den Zehen im Sand spiele und den Vorführungen im Zelt lausche...
Hoffentlich fallen nicht alle Strand-Aktivitäten ins Wasser, wie an den letzten beiden Tagen! 



Allen eine sonnige Sommerzeit!

Mittwoch, 9. Juli 2014

Beutolomäus oder der feine Sack

Neulich noch habe ich mir vorgenommen, ohne langes Rumschwafeln künftig schneller auf den Punkt zu kommen. Und schon werde ich meinen löblichen Vorsätzen untreu:

Als ich am Sonntag beim letzten Nähnerdtreffen in Köln angekündigte, beim heutigen MeMadeMittwoch mein neuestes Kleid vorstellen zu wollen, das in mehrerer Hinsicht an einen Sack erinnern kann, kam sofort der Vorschlag, das Kleid als "Beutolomäus" zu präsentieren. Was ich hiermit tue.
(Vorher habe ich mich natürlich kundig gemacht, wer oder was Beutolomäus wohl sein mag. Der Sack vom Weihnachtsmann. Knuffig. Auf den ersten Blick nicht unsympathisch. Für eine vertiefte Beschäftigung mit dem Sack hat meine Neugierde allerdings nicht ausgereicht...)

Und so erklärt sich der zweite Teil der Überschrift:
Der Stoff meines Kleides erinnert von der Farbe, aber auch von der Struktur und Webart her an Sackleinen. "Sackleinen" ist ein Begriff, den ich schon ewig kenne, aber gar nicht genau definieren konnte. Rupfen, Sackleinen, Handarbeitsunterricht... all das ist es aber nicht: das Material ist ganz grob gewebte Seide. Und sofort musste ich g**geln: "Sackseide" - gibt es das?
Und was sehe ich? Gibt es natürlich nicht - aber selbst dazu hat fucking Göte Johann Wolfgang Goethe etwas beizutragen: Mit Seide näht man keinen groben Sack. Kleine, feine Gemeinheiten. Vollständiger heißt es nämlich:
"So sei doch höflich!" - Höflich mit dem Pack?
Mit Seide näht man keinen groben Sack.

Selten so einen doofen Spruch gelesen! Hätte ich ihm gar nicht zugetraut. 
Der Spruch meint ja nun etwas ganz anderes, als ich so mit "Sackseide" im Kopf hatte - aber ich finde es schon witzig, unter welchen abstrusen Begriffen J.W.G. mir immer wieder unterkommt.




Genäht ist mein neues Seidenkleid nach dem gleichen Schnitt, wie mein schwarzes Leinenkleid vom letzten Sommer. Das hat sich sehr bewährt und wird getragen, gewaschen, gebügelt, getragen, gewaschen, gebügelt... Fast hätte ich mir genau das gleiche noch einmal genäht. Nun aber kann ich einen hellen, karierten "feinen Sack" tragen, wenn das gute Schwarze auf der Leine hängt...
Der - nicht mehr käufliche - Schnitt ist von Monika Popp und heißt nur "Sommerkleid".

Das Kleid hat wieder Paspeltaschen und als kleine Variante habe ich im Rücken eine Kellerfalte gelegt, die von der Taille bis zum Saum zugenäht ist. Manchmal verstehe ich nämlich einfach nicht, warum Schnittteile so und nicht anders vorgesehen sind. Der Rücken dieses Kleides ist z.B. zweigeteilt. Die verbindende Naht ist schnurgerade vorgesehen, also keine Taillierung, kein Reißverschluss,  nix! Wozu also zwei Teile? Also habe ich mal im Bruch zugeschnitten, aber vorsichtshalber eine Karobreite dazugegeben, die jetzt in der Kellerfalte verschwindet. Theoretisch könnte ich also noch ein zweigeteiltes Rückenteil draus fabrizieren... Und natürlich auch die Rückennaht völlig schließen - ich bin mir nämlich noch nicht ganz sicher, ob mir die Rückenpartie so gefällt. Mal sehen. Was meint ihr?
An dem Taschenfotos rechts kann man erkennen, dass ich mir durchaus Mühe gegeben habe mit dem Karomuster. Naja, nach meinen Möglichkeiten eben. Allerdings zeigt mit das Foto in der Totalen mal wieder, warum ich Karos eher ungern verarbeite: Bei ganz vielen Schnitten - nicht nur den bei mir favorisierten geraden Linienführungen - hängen die Seitenpartien immer runter. Klar, ich bin ja wie alle (deutlich!) dreidimensional gebaut und nicht flach wie ein Brett. Geht ja kaum anders. Aber das ist mit ein Grund, weshalb ich neben Unis eher auf wilde Muster stehe als auf brave (und komplizierte) Karos. Trotzdem gefällt mir mein Beutolomäuskleid und ich würde es sicherlich in meinen Koffer packen, würde ich demnächst in Urlaub fahren. So trage ich es eben zu Hause, falls denn die ergiebigen Regenfälle mal aufhören...

Welche Kleidungsstücke bei den selbst nähenden Urlauberinnen in den Koffer wandern, sieht man beim heutigen letzten MMM vor den Sommerferien. Allen einen erholsamen und inspirierenden Urlaub!



Dienstag, 8. Juli 2014

Tränen stilvoll trocknen

Ich finde das Wetter zum Heulen! Bis gestern Sommer und jetzt das!
Aber das bietet die Gelegenheit einmal zu zeigen, womit ich meine Tränen stilvoll trockne.


Zum Naseputzen finde ich diese Taschentücher viel zu schade. Ich erinnere mich, dass meine Mutter die Vorarbeit für diese Handarbeit leistete und auf Batist ein Quadrat mit der Nähmaschine nähte. Dann hat meine Großmutter mit einer hauchdünnen Häkelnadel und einfädigem Sticktwist die regelmäßigen Einstiche des Nähmaschinenfadens als Maßvorgabe genutzt und diese feine Häkelkanten gearbeitet. Natürlich auch aufwändigere Spitzen - aber diese schlichte hier gefällt mir persönlich am besten.

Mit solch schönen Erinnerungen tröste ich mich über den heutigen Dauerregen hinweg. (Bloß: Wie soll ich nur Fotos für den morgigen MMM hinbekommen? Ich wollte doch mein neues Kleid vorführten...)
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