Sonntag, 30. September 2012

Schneeballsystem




Bei mir sträuben sich immer die Nackenhaare, wenn irgend etwas nach dem Schneeballsystem ablaufen soll - und sei es nur, einen Blog bekannt zu machen oder liebe Grüße an mehr oder weniger bekannte Mitmenschen zu versenden. Sorry, aber da mache ich ungefragt nie mit. Das ist mir grundsätzlich unsympathisch, weil systembedingt labil und monströs. Und in der Wirtschaft grundsätzlich ausbeuterisch und betrügerisch. Nö, nicht mit mir.
In andere Systeme lass ich mich gern einbinden, z.B. in eine Telefonkette zur Information vieler Leute, damit die Arbeit nicht an einem/an wenigen hängen bleibt.

Aber gerade bin ich wieder ausgewählt worden, nur weil mein Blog keine 200 Leser hat. Liebe LeserInnen, das macht mir überhaupt nichts aus!
Ich finde meine Posts auch nicht so wichtig, dass alle Welt sie lesen sollte. Und wen interessiert es wirklich, dass ich kein Halloween-Fan bin oder dass ich Hochzeit mit Pferdekutsche eher kitschig finde?

Bitte nicht böse sein - aber so ist das beim Schneeballsystem:  Früher oder später bekommt das schöne Verteilungssystem Beulen und löst sich auf. Bei mir hakt es, weil ich es einfach nicht mag. Genau so wenig wie Dackel mit roten Schuhen oder geflügelte Terrier mit Perlenketten.

Allen einen schönen Sonntag - die Sonne lacht und lockt mich zu einer Wanderung...




Mittwoch, 19. September 2012

Spätsommer


 Die Sonne lacht noch einmal vom Himmel - fast hätte ich ein Kleid angezogen. Aber das geben die Temperaturen nicht her.

Also sommerlich weiße Cordhose, die ihr von hier oder hier oder hier schon kennt, eine echte Lieblingshose. Dazu ein Polohemd in dem gleichen Blau wie der Treppengeländer-Handlauf und eine wunderbar weiche Cashmerestrickjacke in strahlendem Grau, wie meine Schwester zu hänseln pflegt.
 Aber weit und breit keine Schwester oder Freundin für ein Fotoshooting in Sicht. Also dem MamS die Kamera in die Hand gedrückt und gehofft. - Das heißt, gewitzt die Treppe hochgestiegen und lässig wieder herab - leicht von unten fotografiert wirkt die Prinzenrolle nicht ganz so gedrungen.
Aber sooo unscharf bin ich eigentlich auch nicht. Macht aber nichts - nächste Woche gibt es wieder scharfe Bilder.

Die schönen Outfits der anderen MMM-Frauen findet ihr heute hier und ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und Anregungen Sammeln.

Mittwoch, 12. September 2012

Herbstbeginn...



Temperatursturz von gestern auf heute. Da neige ich blöderweise dazu, mich in Schwarz und Grau zu hüllen. Aber weil ich so ein schickes grün-lila Hämatom an der Backe habe, kam ich auf die gute Idee, etwas Farbe überzustreifen. Und weil der Regen kurz aussetzte, konnte ich den (farblich passenden) Schirm zusammenklappen und ein Foto schießen lassen.


Traraaa - Das Shirt kennt ihr schon aus dem Sommer. Passt aber auch über ein schwarzes T-Shirt oder einen leichten Pullover als Farbtupfer. Und auf dem Farbtupfer eine selbst gebastelte Blüte aus lila Walkstoff als weiterer Knaller. Hm - dezent werde ich wohl erst mit 80.


Erst noch ein wenig herumalbern und mit der Plakatfigur schäkern. - Diese Kaufhose hat mir übrigens als Schnittvorlage für diese weiße, diese rote und weitere gestreifte bequeme Hosen gedient. Der selbst gebastelte Schnitt des Shirts variiert auch immer leicht: Mal U-Boot-Ausschnitt, mal nur umgeschlagen, mal mit Belegen aus passendem Stöffchen, je nach Stoff und Stoffmenge die Ärmel länger und gekrempelt oder kürzer und doppelt genommen. Wenn ihr mal sehen wollt, wie unterschiedlich das Shirt in verschiedenen Stoffen wirkt, nur dem Label "Shirt" folgen...


Und zum guten Schluss als Detail die blutergussfarbenen Schuhe und der Walk-Anstecker. Der ist aus Schnittabfall gefertigt: zwei langezogene blattförmige Stücke, davon eins zweimal längs geschlitzt. Das andere Blatt durch die beiden Schlitze gezogen und mit dünnen Streifen zusammengefriemelt. Stecke ich mit einer Sicherheitsnadel an den Kragen / an den Hut / an den Schal...

Und die anderen MMM-Mädels könnt ihr diesmal HIER finden, wo es durchaus noch sommerlich zugeht - fröhliches Stöbern!

Bis nächsten Mittwoch!


Dienstag, 11. September 2012

12 von 11/12 im September

getröstet
 Pipa muss noch warten bis es rausgeht: Es gießt in Strömen.

gebürstet
 so eine Art Übersprunghandlung - war eigentlich noch nicht nötig...


gewartet
Der Blick aus dem Fenster läd immer noch nicht zum Hundespaziergang ein...


gefaltet:
Bügeln und Wäschefalten mach ich ja nie bei schönem Wetter.


geplant 
Aus der Halskrause für den (kranken) Hund lässt sich doch prima ein Hutständer  improvisieren...


gefunden 
Beim Aufräumen dieses Schmuckstück mit Gingkoblättern gefunden - das altrosa Samtband muss mal ersetzt werden, dann geht das ja wieder.


gefreut 
Da ging mir ganz plötzlich das Herz auf, als mir diese beiden Herzen beim Aufräumen in die Hände fielen: Die hat mein Großvater geschnitzt für zwei seiner Kinder. Auf der Rückseite sind die Namen meines Vaters und meiner Tante eingeschnitzt - ich bin ganz gerührt.

                                                                                                                                        gewartet                                                                                                                         gewischt

Dass der Regen endlich aufhört
















Auch so eine Art Übersprunghandlung - Parkett wischen




gestrickt 
Die alten "Stuhlsocken" aus Vliesstoff geben den Geist auf. Neue werden aus Filzwolle gefertigt...


gespitzt 
Alle Bleistifte in Reichweite sind wieder einsatzbereit!


gewartet 
Was eine geduldige kleine Töle! Im Grunde ein richtiger Wirbelwind, aber auch überhaupt nicht motzig, wenn sie mal kürzer treten muss. Muss belohnt werden: Jetzt machen wir uns auf zu einem langen, einsamen Gang über die Felder, denn im Wald ist es vielleicht bald schon dunkel. 

Ich bin gespannt später zu sehen, was die anderen bei  12 von 12 heute so getrieben haben.
Auf Wiedersehen im Oktober!
(Dem Titel ist zu entnehmen, dass ich irrtümlich gestern schon die Fotos geschossen habe. Da hatte ich mich gewundert, dass ich den Beitrag nicht verlinken konnte... also heute nachgetragen...)

Samstag, 8. September 2012

dicke Backe

Gestern sagte mir mein Zahnarzt, ich solle mir einfach vorstellen, ich hätte einen Unfall gehabt, und ich solle mich dementsprechend schonen.


Ich habe das Gefühl,mit einer Dampfwalze kollidiert zu sein. Und ich hoffe jetzt einfach drauf, dass die Sache ein Gutes hat: da ich den Mund überhaupt nicht aufkriege, nehme ich vielleicht mal ab? Wäre nicht das Schlechteste. Und dabei habe ich für morgen eine Einladung zum Essen...

Euch allen ein schönes Wochenende - der Wetterbericht lässt ja hoffen.

Samstag, 1. September 2012

Kleiderschränke

Wohin bloß mit all den Kleidern?

Ich habe ja großen Spaß an all den Näh- und DIY-Blogs für schöne Kleider und das Drumherum. Die finde ich inspirierend und lehrreich - und rätselhaft. Besteht wirklich bei irgend jemandem der Wunsch nach 365 Kleidern, für jeden Tag des Jahres eins? Ich staune immer wieder, wie viel Neues genäht wird...

Ich habe mal in meinen Kleiderschrank gesehen. Da hängen durchschnittlich 36 Kleiderbügel auf dem Meter. Bei meinem Mann auch. Ich finde das schon ziemlich eng gehängt und hätte es eigentlich gern etwas luftiger. Aber so brauchte ich für 365 Kleider etwa 10 m Kleiderschrank von 60 cm Tiefe. Das wären mindestens 10 Quadratmeter Wohnfläche - denn selbst bei Schiebetüren muss man ja noch davor stehen können, um einen Bügel rausnehmen zu können. Bei uns liegt der Mietpreis laut Immoscout zwischen 6,60 und 8,00 Euro, vergleichbar durchaus zu großen Teilen Berlins. Also, selbst wenn ich 10 Kleiderschränke von 1m Breite besäße und nicht neu anschaffen müsste, würde ich jährlich allein für meine Kleider etwa 900 Euro Miete bezahlen. Nur für die Unterbringung meiner Garderobe. Mindestens. Denn ich bin noch gar nicht sicher, ob der Platz über meinen Kleidern ausreichen würde, auch noch Pullover und Jacken und Mäntel und Unterwäsche und Nachtwäsche und Badeanzug und Sportsachen... unterzubringen.

Mir steht gar nicht der Sinn nach VIELEN Kleidern. Die würde ich ja glatt vergessen, wenn sie ungebügelt in irgend welchen Fächern und Kisten auf Wieder-Entdeckung warteten. 
Mir steht eher der Sinn nach ausschließlich WUNDERSCHÖNEN Kleidern, wobei für mich auch Hosen zu Kleidern zählen, keine Frage. Ich glaube, ich hatte nur in jugendlichem Alter den Wunsch, mit der Mode zu gehen. Mode war damals auch viel "vorbildlicher", weil es jeweils nur einen modischen Look gab. Zur Zeit der Miniröcke konnte man gar nichts anderes kaufen. Nirgendwo. Außer natürlich Alte-Frauen-Röcke in gedeckten Farben. Zur Zeit der Schlaghosen wäre alles andere UNTRAGBAR gewesen - ein Nebeneinander unterschiedlicher Stile gab es nicht so wie heute.
Als Protest gegen die Diktatur der Mode blieb damals für mich nur die Jeans als Alltagskluft und für besondere Anlässe das selbst entworfene, extraordinäre Etwas, von Muttern genäht. Und diese Teile habe ich jahrelang mit Begeisterung getragen, weil sie so schön waren. Mein blaues, großgeblümtes Hochzeits-Hosenrock-Kleid zuletzt zur Silberhochzeit. 
Jetzt, da ich noch ein ordentliches Stück gewachsen bin, steht also für mich an, nicht viele, sondern nur noch richtig schöne Sachen für mich zu nähen.
Bloß, wohin mit den Sachen, die blöd zu bügeln sind, eine Farbe haben, die mich blass macht oder die ich aus einem anderen Grund nicht gerne trage? Was macht ihr da?
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